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Deutsche Texte des Mittelalters
herausgegeben
von der
Koniglich Preufiischen Akademie der Wissenschaften
Band XXIII.
Konrads von Megen
Deutsche
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aus der Miinchener Handschrift
herausgegeben
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Otto Matthaei
Mit 15 Textabbildungen und 2 Tafeln in Liclitdruck
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Band XXIII.
Konrads von Megenberg Deutsche Sphaera.
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Konrads von
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Deutsche
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aus der Miinchener Handschrift
herausgegeben
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Otto Matthaei
Mit 15 Textabbildungen und 2 Tafeln in Lichtdruck.
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*?77*
Einleitung.
Die Handschrift A der deutschen Sphaera, die hier zum Abdruck gelangt, ge-
hort der kgl. Hof- und Staatsbibliothek zu Milnchen (cod. germ. 156 (9 N) XIV.
Jh. 2° 29 Blatt, perg.). Die Herkunft Id/it sich nicht mehr f eststellen .*) Die Hs.
hat das Format 24 : 34 cm und befindet sich in einem Holzdeckel mil Leder-
umschlag, der an den Ecken und zum Teil auch am Biicken abgerissen ist. Am
hinteren Deckel befinden sich au/ien zwei 1 cm hohe und l l / 2 cm breite Metall-
pldttchen, wohl die Reste zweier M essing schlie jien . Auf den Riicken ist auf gelbem
Papier die Signatur cod. germ. 156 aufgeklebt, darunter die alte Signatur 9 von
der aber nur noch 156 9N erkennbar ist. Die Innenseite des vorderen Holzdeckels
ist mit einem P ergamentblatt beklebt, dessen rechter Rand sich 1 cm breit zwischen
die 1. und 2. Lage schiebt, zwischen Blatt 8 und 9. Links in der Ecke stehen einige
schwer erkennbare Worte — vielleicht auch nur Buchstaben — , die von der Hand
herruhren, die im Text Randbemerkungen gemacht hat : hi . . B ? hans . . . 9 ? gag ?
f e . . s . . 9 . . ? mfnra . . .?. Das P ergamentblatt des hinteren Deckels ist heraus-
geschnitten, bis auf 2 — 3 cm breite Streifen an dem oberen, unteren und aufieren
Rande. Auf dem Holze sind die Zeilenlinien des P ergamentblatt es noch sichtbar.
Die beiden PergamentbldUer hatten wohl den Zweck, die 1. und 4. Lage jester mit
dem Deckel zu verbinden. Da das hintere Blatt herausgenommen ist, entstand eine
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2
cm breite Spalte zwischen der 3. und 4. Lage, zwischen Blatt 24 und 25
*
Die Handschrift enthdlt 31 Blatter in 4 Lagen. Anfdnge: Blatt 1. 9. 17. 25.
Die Paginierung der Blatter ist mit Tinte von spdterer Hand ausgefuhrt. Auf
Blatt 12 steht ll a , ebenso auf dem 20. Blatte 18 a . Beide Zahlen sind mit Bleistift durch-
strichen, und darunter ist die richtige Blatizahl gesetzt: 12, resp. 20. Ebenso sind
alle folgenden Zahlen entsprechend gedndert (12 in 13, 13 in 14 usw. und 20 in 22,
21 in 23 usw.). Jede Seite enthdlt 2 Spalten, sorgfdltig abgegrenzt durch Linien, die
die Seite von oben noch unten und von links noch rechts durchlaufen. Die Linien
der ersten und letzten Zeile gehen ebenfalls bis an den Rand, wdhrend die ubrigen
nur bis zum Ende des Schreibraums gefuhrt sind. Die Blattgro/ie betrdgt 24 : 34 cm,
A 1
Die erste Beschreibung der Handschrift ist im Januar 1835 gemacht worden, doch
ohne eine Bemerkung uber ihre Herkunft
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VI
Einleitung
die Grope des Schreibraums der SpaUe 7 2 / 2 : 22 2 / 3 cm, von Blatt 17 an 7*/ 3 : 23* / 2 cm.
Der Zwischenraum zwischen beiden Spalten ist fast l 1 / 2 cm gro/i. BlaM 1 — 16 ent-
hdlt 29 Zeilen auf jeder Spalte, Blatt 17 — 31 33 Zeilen. Das letzte Blatt ist nur
auf der 1. Spalte beschrieben, die andern drei sind blofi liniiert. Das Pergament
ist gvi erhalten. Kleine LocJier, die aber den Text nicht in Mitteidenscfiaft ziehen,
finden sich auf Blatt 1. 4. 9. 11. 13. 20; Risse auf Blatt 5. 7. 11. 14. 16. 30 (ziem-
lich lang, dock gut verMebt); auf Blatt 10. 12. 13. 15. 18. 20. 21. 26 sind unten
rechts die Ecken etwas abgeschnitten.
Die Schrift ist sehr schon, gro/i und gleichmdfiig ; der Schreiber war aufier-
ordentlich sorgfaitig, sodafi nur ganz wenige Fehler zu verbessern waren. Vber-
schriften finden sich nur uber dem 2. (Blatt 8 th ) und 3. (BlaM 16°*) Kapitel. Unten
am Rande steht auf Blatt 8° in rotem Rechteck ein Zeichen, das eine 2 darstellen soil,
und auf Blatt 16° eine 3; sodann auf Blatt 24° eine 4. Es soil hierdurch jedesmal
der Beginn der Kapitel angedeutet werden; das vierte beginnt jedoch erst auf Blatt
27 th . Am Anfang steht in roter Farbe, schon verziert, die Initiate T>. Alle Absdtze
werden begonnen rait einer roten Majuskd, meist ohne Schmuck, doch gegen Ende
auch ofter verziert, z. B. das A 35,10. 28 und 36,14, das N 37,4 (Mannerkopf, nach
links eine Hand ausgestreckt). Die Sdtze innerhaJb der Abschnitte sind stets mit
gro/ien Buchstaben eingeleitet. Sehr hdufig findet sich in Rot das Zeichen %
meist da, wo es sich um gropere Sinneseinschnitte handdt.
Abkurzungen beschrdnken sich auf c fur -er, den Balken uber e fur en, zuweilen
auch fur -em, z. B. Nach de 5,26, an aine andern tail 10,13, mittetag 11,19, medi-
cliniu 14,25, spera 15,21. Sodann ist 9,31. 10,2. 11,16. 26,5 e- fur er ge-
schrieben, und 45,29. 32 steht die bekannte Abkilrzung fur Jesus Christus.
Uber die Schriftzeichen bemerke ich folgendes: zwischen i und j wird nicht
unterschieden, stets wird i angewandt; i wird beliebig mit (Strich: /) oder ohne
Punkt geschrieben. u und v wird in iiblicher Weise promiscue gebraucht, doch so, dap
im Wortanfang v zu stehen pflegt, z. B. vnderualle, verren, vnd. s ist stets lang
geschrieben, nur auslautend steht s. In der Schreibung von r uberwiegt r, doch ist *
nicht selten. z wird beliebig z und 3 geschrieben. u- und o- Umlaut wird stets durch
ilbergeschriebenes e wiedergegeben, uo durch ft.
In den Text sind vom Schreiber 15 Figuren mit roter Tinte eingezeichnet.
Au fier dem sind am Rande von spdterer Hand 18 Zeichnungen hinzugefugt ; von
ihr rilhren auch 6 Zeichnungen von Sonnen- und Mondfinstemissen her, die auf
weipem Papier hinten in die Handschrift eingelegt sind. Sodann hat sie vielfach
Worte des Textes durch andere ersetzt, am Rand oder durch Vberschreiben, z. T.
orthographischer Art, z. T. indem sie die lateinische Bedeutung zum detUschen
Namen hinzufugt oder auch einfach die deutsche Bezeichnung zur besseren Uber-
sicht an den Rand setzt.
Die Deutsche Sphaera ist uns noch in zwei anderen Handschriften uberliefert. 1
A ) vgl. Buck der Natur, hag. von Pfeiffer, p. XXI.
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E Met tun g
VII
ebenfalls aus Miinchen, (cod. germ. 328, vom Jahre 1477, 2°, 174 Blatter)
ist eine Papierhandschrift in einem Holzdeckel; Format 21 : 29 cm. Sie enthdlt
noch astronomisch-chronologische Kalenderberechnungen, F eldme fikunste , Pro-
gnostiken der ztvolf Monate, Lazarus Beham von Sulzbach: Von den vmrkungen
der 7 planeten oder der 12 zaichen, u. a. Bl. 97 — 120 steht: Johannis a Sacrobosco
Sphaera materialis, verdeutscht durch Konrad von Megevberg. Die Seiten sind
doppdspaltig beschrieben. 16 Zeichnungen sind ausgefuhrt.
, aits der k. k. Universitdtsbibliothek zu Graz, jfe, friiher 39/58 fo., ist eine
Pergamenihandschrift im Holzdeckel mil gut erhaltenem, verziertem Lederumscfdag .
Die Deckel werden durch zwei Messing schliefien zusammengehalten. Format 24 : 30 cm.
Beschreibung des Inhalts bei Diemer, Beitrdge 1,31 ff. Die Handschrift ent-
hdlt einen Auszug aus einer W eltgeschichte vom Priester Johann von Ezzlingen,
dann historische Notizen in Prosa, zuletzt Blatt 135 — 145 die Deutsche Sphaera.
Die Schrift ist sehr Mein, doch regelmdfiig. Vor den einzdnen Abschnitten im Text
finden sich oft Vberschriften in roter Tinte. 22 Figuren sind eingezeichnet.
Vber den Wert der dr ei H andschr if ten und ihr V erhdlt-
ni s zu einander sei folgendes gesagt. A steht dem Original zweifellos am
ndchsten. Es fehlt aUerdings die aus zwei Teilen bestehende gereimte Vorrede,
die sich in b und C findet; vergleicJU man aber die Schlu fiworte der Vorrede mit
den Anfangsworten von A, so zeigt sich Idar, dafi der Schreiber sich darauf be-
schrdnkte, nur die letzten Zeilen der Vorrede vnederzugeben, die kurz die Veran-
lassung zur Vbersetzung darlegen. Der Quelle gegenuber zeigt A den getreuesten
Anschluft. b besitzt wenig Wert. Der Schreiber versteht oft den Text nicht, setzt
UnverstdndiicJies dafilr, Id fit Worte aus, schiebt eigene Ausfuhrungen ein, kurz,
er springt mit seiner Vorlage sehr willkurlich um. C kommt A an Sorgfalt fast
gleich. Von der gereimten Vorrede kann man mit Bestimmtheit nur den zweiten
Teil Konrad von Megevberg zuschreiben; das ergibt sich aus einer Bemerkung
im Buch der Natur S. 68, 19 — 24; er sagt dort, indem er auf die Deutsche Sphaera
vertveist ; . . . und haizet die dautsch Spera, und hebt sich an : f liizz in mich
aller gnaden runst, . . . So beginnt der zweite Teil. Doch auch der erste Teil hat
inhaltlich an einigen Stellen auffdUende Ahnlichkeit mit Worten aus dem Buch
der Natur (z. B. Vers 22 und B. d. N. 224,15; Vers 40 und B. d. N. 236,23).
Am Schlu fi des Werkes fehlt in C die Beschreibung der ubernaturlichen Sonnen-
finsternis beim Tode Christi.
Fur die Frage der Abhdngigkeit der H andschr if ten sind hier, too es sich um
eine regelrechte Vbersetzung handdt, au/ier gemeinsamen Fehlern noch Stellen
entscheidend , too zwei H andschr iften gegenuber der dritten und der Vorlage Aus-
lassungen haben. Eine V erwandtschaft von A und C Id/it sich nicht erweisen, es
finden sich keine gemeinsamen Fehler, die stichhaltig wdren. b teilt mit A gegen
wohl manche Vbereinstimmungen, doch keine Fehler. Auf der andern Seite weisen b
und C gegenuber A und der Quelle neben einigen gemeinsamen zugesetzten Partien
vin
Einleitung
seeks gemeinschafiliche Fehler auf. Sie sind verzeichnet im Apparat zu 22,11.
25,8f. 28,10. 31,32. 33,21. 41,19.
Das Verhdltnis der drei H andschriften ist demnach so, da ft b und C, die auf
eine gemeinsame Quelle zuriickgehen, gegen A stehen.
Das Original ivird nach allem ungefdhr folgende Gestalt gehabt hob en: gereimte
Vorrede, beginnend mit Fliizz in mich . . ., dann der Text, in dem die Vberein-
stimmungen der einen Handschrift mit der Quelle furs Original entscheidend sind,
ausgenommen 21,27, too b die lateinischen Verse vor die deutschen gesetzt hat. Fur
die eigenen Ausfuhrungen Konrads kommen die Zusdtze von b nicht in Betracht,
nur das gehort ins Original, was b mit A gegen C oder mit C gegen A gemeinsam hat.
Den ScJUu/i bildet die Erzahlung von der Sonnenfinsternis an Christi T odes tag
und das kurze Gebet (bis Amen).
Zu dem Abdruck der Handschrift A sei folgendes bemerkt:
, Die Majuskeln werden zum Unterschied von den andem grofien Buch-
8 tab en fett gedruckt.
. Rote Schrift ist gesperrt gedruckt.
Vber i ist stets der Punkt gesetzt; u und v, ebenso i und j sind in modemer
Weise verteilt.
. Die Orthographic der gereimten Vorrede aus C ist bis auf den Ausgleich
des Wechsels von i und j, sowie u und v beibehalten worden.
. Ungewohnliche Trennung im Worte oder Verbindung zweier Worte ist
durch enges Spatium angedeutet.
. Abkiirzungen sind aufgelost.
. Die Figuren sind alle um 2 / 3 verkleinert, sonst aber genau nach der Vor-
lage wiedergegeben. Die rote Farbe konnte natilrlich nicht nachgeahmt werden.
Doch sind die roten Fldchen von Kreisen und Kreisausschnitten in den Figuren
13 — 15 durch Punktierung angedeutet.
Stellen, die A nicht hat, die aber dem Original gehoren, sind in Kursiv-
schrift eingefiigt. Stellen, die A allein hat gegen b, C und die Quelle sind jedoch
im Text stehen geblieben, um den Charakter eines getreuen Abdrucks zu wahren.
. Im Apparat sind stets zuerst die Olossen der spdteren Hand angegeben
(„am Rande 1 * fa. R.J oder „vber") und ihre Zeichnungen beschrieben.
D ialekti sche und zeitlich e Bestimmung der drei
H andschriften: A ist in Bayern entstanden. Das beweist vor allem eu
fur iu im Nom. Sg. Fern, und Nom. PL N. beim Artikd und auch sonst bei Adjek-
tiven : deu, groesteu, dreu. Sodann findet sich ofter das Prafix der- = er-, das
mit Vorliebe in Bayern geschrieben wird, z. B. derheben sich 9,2, derh&het wirt
31,16, derleuht 36,32.
Vokalismus : Die Diphthongierung von i, u, iu ist vollig durchgedrungen.
i : ei: Streitgot 5,26, schreibent 9,8, leip 9,23, eitel 9,29, zeit 21,25, veint-
8 c haft 28,1, schein 43,4. Auch in Suffixen steht fast durchweg -leich filr lich:
untailleich 13,17, priifleich 13,27, unwegleich 13,31, verniinftigleich 16,11, sumer-
%
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X
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Binleitung.
IX
leich 20,2, zeitleich 25,17, unaigenleich 34,22, behendicleichen 44,25; oder
fur -in: feurein 5,11, winkellein 7,7, tr6pflein 13,1, vensterlein 14,23, vischlein 18,2,
eklein 22,22, gAldein 25,26, wagenknec ht lein 33,8. Offer jedoch ist noch -lich
festgehalten: gotlich 9,13, unmuglich 9,31, untaillich 14,2, sumerlich 24,24; zwei-
mal findet sich latin (4,2. 9,18).
u : au: lauter 5,10, aufgereht 7,1, craut 13,1, tausent 15,5, kaum 41,13.
iu : eu: leuhtend 5,12, feur 6,1, fleugt 17,10, durchscheuzzet 18,22, neunzig
24,11, leut 33,6, euch 34,1, deutsch 39,34, neu 44,9.
Der alte Diphthong ei wird immer ai geschrieben: paide 5,5, kain 5,13, haiz
5,27, zaiget 6,2, tailt 7,27, haimleichait 14,21, staigen 18,24, prait 20,18, maister
24,31, maint 26,32, kraiz 30,5.
Das dutch Contraktion aus age entstandene ei wird auch mit ai geschrieben:
getraid 25,25.
Nur bei ein ist ofter ei stehen geblieben : ein ainformiger leichnam 12,27,
ein sein mittel 17,18, ein haubtpunct 21,10, ein sein tail 34,18, ein nu 35,26.
* ou als alter Diphthong findet sich nicht, es steht immer au: kaufleut 5,31,
paum 7,29, haubt 10,10, aug 12,20, umblauf 29,23.
Die md. M onophthongierung von ie zu i und uo zu u ist Regd : di 9,6 (doch
* At'er mei$J die^, untervil 11,17, widerkrigend 17,5, ligent 19,8, lip 33,11, verlise
33,18, pige 34,11, knischeibe 34,21, liht 36,30 (neben lieht), niman 36,34. Ebenso
uo zu u: puch 4,1, des plutes <5,20, versuchen 9,25, gut 27,0, fuz 34,25.
Verdumpfung von k zu b: mozze 5,24, won 5,5, mol 5, 17, omeizz 8,20, wor-
hait 13,16, noch i4,20, lozzen I£,2j3, somen 26,6, klo 34,20, on underloz 35,14.
Im Suffix steht -ot fur das gewohnliche -et in haubot 11,18, kuglot 11,19.
u hat sich noch nicht unter N asaleinflu f$ zu o gewanddt. Es heifit noch sumer
18,17, sunne 19,9, sunwenden 21,3.
Fur i ist zuweilen, zumal in Fremdworten, y geschrieben ivorden: manik lay
9,6, tyr 16,13, pleyaden 26,3, zwaierlay 27,15, clymata 37,28, nadyr 42,35.
e ist zu 6 gerundet in w611e wir 4,5. 8. 10. 15,26.
Sehr auff attend ist ai = ei fur altes I: von sainer natur (naturaliter) 14,1,
nach sainer praiten 19,17. Da es sich zweimal findet, kann man nicht Schreib-
fehler annehmen.
Konsonantismus. Labiale: Gewohnlich ist b zu p verschoben: praite 4,22,
+
paum 7,29, perg 10,2, perinne 11,23, pad 14,12, pas 21,15, pige 34,11; ebenpild
6,2, gepeu 7,14, ertpidm 14,8, verporgen 14,20, unperhaft 18,16, offenpar 22,24,
fruhtper 37,6. Doch fehlt Media nicht : briife steht gewohnlich (22,6. 42,18 u. 6.),
haubtstiikke 4,8, offenbar 9,10. Affrikata in apfel 20,26.
Outturale: Im allgemeinen ist hier Verschiebung von Explosiva zur Affrikata
nicht erfolgt. Zwar findet sich fur k vereinzdt ch: Chftnrat 4,2, ebenso fur aus
lautendes g: Megenberch 4,2, dinch 11,1, doch meist steht k fur g im Auslaut:
sweflik 14,12, wek 14,30, gnunk 18,14, undergank 25,29, wenik 33,10, tak
35,22, leibik dink 44,35. Ebenso hdufig steht endlich auslautend auch die Media:
j
X
Einleitung
tag 4,12, ewig 9,15, leipheftig 9,19, ding 12,23, zwivaltig 18,9, ebennehtig 24,24.
Merkwiirdig sind die in niederd. Weise erhaltenen Tenues: getaukt 33,21; das
geminierte drakken 43,1 u. 6.
Dental e: Auch hier halten sich Media und verschobene Tenuis die Wage:
drakken 43,1 neben trakk 41,21, dunkel 45,7 neben tunkel 45,2, winderisch 25,8
neben winterisch 23,20, beleibend 24,3 neben beleibent 24,16.
s und z werden in mhd. Weise geschieden; dock dringt z nicht setten in den
Auslaut, wo s hingehort: waz 4,5, dez 25,32, weiz 28,32 u. 6. Auch nach langen
Vokalen oft zz: wir hizzen 20A3 % kraizze 22 J, beslizzen 42,1 u. 6.
Flexion beim Verbum: In der 3. PL Ind. Pros, uberwiegt noch die alte En-
dung -ent, ein Zeichen, daft sie sich in Bayern viel zdher halt, als im md., wo in
dieser Zeit stets -en geschrieben wird. d und t wechseln unterschiedslos , z. B. wonend
7,1, wurkend 7,25, abstend 24,23, vallend 31,25; sprengent 13,1, sprechent
19,9, leuffent 17,21, haldent 27,9. Endungen auf -en z. B. walzen 17,1, enden
17,12, verandern 27,22.
Verschiedenes: wurden . . geporne 34,34; hier liegt Metathesis vor. C hat
geporn.
Sehr oft steht mittemtag fur mittentag; es ist Kiirzung aus mittemen tag
anzunehmen.
*
*
Apo~ und Syncope halten sich in mdfiigen Orenzen. Zwar finden sich zahl-
reiche starke Kilrzungen, z. B. Nom. PI. die zwene punct 5,4, Gen. PI. der wonung
4,12, der vier element 7,28, der grad 14,27; Dot. PI. mit den wonung 40,10;
Akk. PI. in zwu schickung 6,9; Syncope: irr (Dat. Sg.) 4,18, hi ml 8,29, ertpidm
14,8, gepogenn (Dai. Sg.) 34,21. Doch im aUgemeinen ist auf die voile Endung
geachtet: umb daz herze 5,29, herre 5,31, zwen lauffe 8,8, ain raste 15,2, bekant-
niisse 16,20, juncfraue 18,15, in dem wage 18,27, in dem puncte 23,10, forme ♦
34,22, der mone 43,4; beim Verbum: mezze er 14,30, wizze daz 15,1, geselle wir
24,15; stets heifit es wanne. Inlautend: leichenam 10,2, tritet 18,7, haizzet 18,11,
hundestag 18,13, geuzet 18,25, herbest 26,17, volget 27,26, abentes 33,1.
Sehr oft ist epithetisches e geschrieben, z. B. gemain mittelpuncte 4,6, ain
puncte 5,1, warme 5,24, mage man 11,9, ir haubtpuncte 35,11, der grflst tage
39,8.
Umlaut: Es finden sich verhdUnismd pig recht vide nicht umgelautete Formen.
Ich hebe nur diese hervor; es iiberwiegen natiirlich die umgelauteten Worte be-
deutend.
a: verandert 7,25, veranderung 8,2, wazzerig 10,21, ains rastes 15,19, zwi-
valtig 18,9, widerwartig 35,25.
o: der runden grozze 4,6, gotlich 9,13, ainformig 12,26, romischen 15,5,
runden grozzig 21,24, die beleibend grozzen 23,3, poser 40,9.
u: in vier hauptstuk 4,4, widerspruchig 5,20, fruhten 5,22, kunstiger 7,11,
wurkend 7,25, stuckt 15,28, vernunftigen 16,8, unvernunftig 16,21, naturleich
22,28, schutzzen 28,16, kurtzzent 31,7, fur 34,22, funften 39,15, prufleich 41,13.
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>
Einleitung.
XI
12,8 hex fit es maustpaum. Doch liegt hier V erschreibung vor, nicht schwa-
bischer EinflufS, da au nur aus a, nicht 5, entsteht. Oleich darauf steht richtig mast-
paum.
C ist eb en falls bayrischen Ursprungs, was aus der Endung ew filr iu, ie hervor-
geht: geleichew, chrummew, drew, gr6zzigew, teutschew, ew; im Artikel aber
Jceinmal -ew. Einmal steht auch derhohung. Der Vokalstand ist im aMgemeinen
derselbe, wie in A. Die Diphthongierung ist noch strenger durchgefilhrt (2 Ausnahmen:
umbgrifigst und pruflich). Filr u in eu ist gem w gesetzt, z. B. fewr, filr e gem
a, z. B. fawcht.
A nder erseits ist die md. Monophthongierung kaum zu finden; es heifit noch:
verliesen, lieb, gieng, schier, nieman ; puoch, fizz usw. Filr gehemmten Umlaut e
ist gem a geschrieben, z. B. zagel, mittelnahter.
Haufig steht a filr a und ii filr u, ohne dafi Umlaut vorliegt, z. B.: kawm,
tiit. Es handelt sich hier nur um eine graphische Eigentilmlichkeit.
Rundung in schopfer. Svarabhakti in gelast, horen ( = glast, horn).
Konsonantismus . Outturale: k ist sehr oft zu ch verschoben: christen, chauf-
lawt, chugel, schichung, bechenner, winchlein, kranch, dich ( = dikk), holzpoch.
%
Doch ebenso oft steht auch k. Die auslautende Media bleibt gem: leibig ding, ewig
neblig, wenig.
Labiale: wie in A. Eigentilmliche Schreibung der Affrikata in abphel
Bairische Verwechslung von b und w in webarung = Beweis; sunbende.
Dentate: wie in A. Auff attend ist z filr t in zirkchrais (einmal auch zirczibel
tyrcircel); es steht ziemlich oft, sodafi Verschreibung ausgeschlossen ist
z und s sind unsicherer geschieden als in A. Auslautend steht in C meists,
auch filr etymol. z, im Oegensatz zu A, das z begunstigt, auch wo s zu erwarten
ware: gros, aus, nas, das; umgekehrt nur nach t.gotz, veitz (G. Sg.) Inlavtend
z stait s in alzo. Filr z steht im Anlaut gem cz: czaichen, czehen. Filr sch steht
ein paar Mai s in srenken, iibersrenkt.
Apo- und Syncope sind sehr stark in alien Kasus und herrschen durchaus: 0.
PI.: der wonung, stuck, ring; D. PI. von dem zuck, mit den wonung. Apo-
kope des Prafixes: die samp ten aufgeng; traid (= getraid). Syncope: selbwesn,
seines ellentz, tritt u. m.
Der Umlaut ist im allgemeinen starker als in A. Oegen A z. B.: anderung,
wazzerig, gotleich, romischen, fruhten usw. Doch auch oft nicht umgelautete
Formen, z. B.: ebennahter, ainvaltig, grozzig, hornern, guldeinen, gekrumpten.
Flexion beim Verbum: In der 3. PI. Ind. Pros, ist mit ganz wenigen Aus
nahmen an der alten Endung -ent festgehalten warden.
#
Die Heimat von A wird im nordlichen Bayern zu suchen sein, worauf be-
sonders die geringe Apo- und Syncope und die Durchfilhrung der md. Mono-
phthong edeut en. Cdagegenwird eher inOberbayem, vielleicht imOebirge, entstanden
sein, wofilr starke Apokope und ch statt k sprechen. Die Entstehungszeit mochte
ich filr beide H andschriften in die 2. Hdlfte des 14. Jh. verlegen 9 doch mag C etwas
j
■*
XII
Einleitung
alter sein, da hier das -ent beim Verbum noch festgehalten ist, wdhrend sich in A
-en schorl sehr stark bemerhbar macht.
Die Sprache von b zu untersuchen hat wenig Wert, da sie eine spate Papier-
handschrift ist. Ich begniige mich, darauf hinzuweisen , dafi sie schwabischen Ur-
sprungs ist; das ergibt sieh aus au fur a, z. B.: aun, jaur, hautt, maun, sprauche,
claurhait. Doch steht au sonderbarerweise aueh fur &: saumung {fur samenung),
naucht, maug.
Die Quelle der D eutsch en S phaera ist die Sphaera mundi
des Engldnders Johann Holyivood, genannt Sacro-Bosco 1 ). Um 1250 schrieb er
als Lehrer der Astronomie in Paris sein Werk. Es mar au fierordentlich verbreitet
und gait lange Zeit hindurch als Idassisches Buch der Astronomie, wurde vielfach
kommentiert und in Schulen, wie Klostem gelesen. Es besteht im wesentlichen,
aus einem Auszug aus dem Almagest und den Schriften des Arabers Alfraganus
Al Fergani) und will, ein Ueines Kompendium, der Laienwelt die einfachsten
Orundlagen der Astronomie vermitteln, wie es Isidor in seinen Etymologien 650
Jahre friiher getan hat
Vber K onr ads Vbersetzungstechnik kann ich hier nur einige
Worte sagen; in meiner Dissertation: 'Konrads von Megenberg Deutsche Sphaera
und die Vbersetzungstechnik seiner beiden deutschen Prosawerke* ist dariiber ein-
g eh end gehandelt. In formdler Hinsicht beherrscht er die lateinische Sprache voll-
kommen, sowohl in der Kenntnis der Vokabeln, als in der Behandlung der Konstruk-
tionen. Er halt sich dabei aber, man kann fast sagen mit peinlicher Oenauigkeit
an die Vorlage. Dennoch ist ihm ein richtiges Empfinden fur den deutschen Sprach-
gebrauch nicht abzusprechen, eine gewisse Freiheit und Beweglichkeit im Ausdruck
ist unverkennbar . InhaMich entfernt er sich wenig von der Quelle; gelegenilich
tritt er bei seinen sicheren rtaturwissenschafUichen Kenntnissen mit eigener Mei-
nung hervor, doch grofie eingeschobene Partien, wie sie im Buch der Natur hdufig
sind, finden sich nicht. Von seinem Leben und Denken erfahren wir nichts; wir
lernen ihn nur als Oelehrten kennen, der uber ein ausgebreitetes Wissen verfiigt.
Es ist auffallend, dafi wir die Deutsche Sphaera nur in drei H andschriften
besitzen, wdhrend das Buch der Natur nach den zahlreichen H andschriften und
Drucken zu urteilen au fierordentlich weit verbreitet gewesen ist.
Die A sir ologi e 2 ), von den Arabern dem Abendlande vermittelt, stand
im 14. und 15. Jh. in vollster Bliite. Fursten und Stddte hielten sich besoldete Astro-
i
Vber ihn berichtet Diemer, Beitrdge 1, 60 ff. Er gehX toeiter auf K onr ads von Megen-
berg Werke ein und weist nach, dafi eine aus dem 16. Jh. stammende Vbersetzung der latei-
nischen Sphaera mundi durch Konrad Heynfogel nichts anderes ist, als ein Plagiat der
Vbersetzung Megenbergs. Zum Schlufi sind die beiden Vorreden abgedruckt. Vgl. uber Sacro-
Bosco auch R. Wolf: k Qeschichie der Asironomie\ Munchen 77, p. 208 f.
Vber die antike Astrologie unterrichtet der lesenswerte Aufsatz von Hdbler: *A*tro-
logie im AUertum\ Zwickau 1879, Vgl. auch Wolf: Vber die Astrologie im MittelaUer, p. 70 /.,
82 f.
*
n
x
%
V
*
»
♦
Einleitung.
XIII
logen, die dutch Sterndeuterei und Prognostiken oft grofien Ruhm errangen. „Wo
wolt ihre Mutter, die hochverniinftige Astronomia, bleiben, wenn sie diese ihre ndr-
rische Tochter nit hette", rief Kepler aus. War die Kunst des Auslegens dem Laien
auch verborgen, so waren ihm die allgemeinen astronomischen Orundlagen dock
bekannt. Aus der mittelalterlichen IAteratur lassen sich zahlreiche Belege anfuhren,
die uns Zeugnis geben von dem regen Inter esse an astrologischen Dingen: z. B.
Thymosin von CirWare im Welschen Oast (hsg. von Ruckert, Vers 2285 ff.); Berthold
von Begensburg in seinen Predigten (hsg. von Pfeiffer I, 48 ff.); Frauerddb (v.
d. Hagen, Minnesinger III, 367,4); Meister Boppe (Minnesinger II, 379, Nr. 9);
der Kanzler (desgL II, 390, Nr. 10 und 11); Heinrich von Milgeln (Beitrdge
von Paul und Braune 22,143); ein unbekannter Dichter in der Kolmarer Lieder-
handschrift (hsg. von Bartsch, p. 225 ff.); Heinrich von Freiberg im Tristan
(hsg. von Bernt, Vers 225 ff.); Ulrich von Eschevbach in seiner Alexandreis
(hsg. von Toischer, Vers 8379 ff. und 70127 ff.); Herman von Sachsenheim im
Ooldenen Tempel (hsg. von Martin, Vers 272 ff., p. 240); Hugo von Mont fort
(hsg. von Wackernett, p. 122); Oswald von Wolkenstein (hsg. von Schatz, p. 184);
der Lucidarius.
Die Astrologie wird von den Dichtern sehr verschieden aufgefafit; es liegt
ein weiter Raum zuAschen der platten und aufierlich-allegorischen Auslegung des
Lucidarius und Hermanns von Sachsenheim und der hohen, innerlichen Erkenntnis
Bertholds von Regensburg und Hugos von Montfort. Und doch ist ein gemeinsamer
Orundzug nicht zu verkennen: nur das ist von Wichtigkeit, tvas sich aufs eigene
Leben bezieht, nur das, was Gemilt und Phantasie anregt, wird mit einer gewissen
Selbstverstdndlichkeit angenommen und rasch beliebt. Den deutlichsten Beweis
dafilr liefert der Lucidarius, der als Volksbuch eine ungeheure Verbreitung gefunden
hat; hier war dem gemeinen Manne in der greifbarsten, sinnlichsten Form gegeben,
uxts er fur sich und furs praktische Leben brauckte.
Ganz anders geartet ist aber die Deutsche Sphaera. Sie erfordert doch immerhin
ein gewisses Maji abstrakten Denkens, die niichterne, oft sehr umstdndliche Dar-
stellung gibt dem Gefuhl nichts, moralische Gleichnisse, von denen das Buch der
Natur voll ist, fehlen ganz. Das Werk halt sich durchaus in den Grenzen der Wissen-
schaft, wenn man von einer Wissenschaft der damaligen Zeit uberhaupt reden will
(vgl. 6,3 f.). Dieser mehr gelehrte Charakter wird die Ursache gewesen sein, dafi
die Vbersetzung keine grofie Verbreitung beim Volke gefunden hat 1 ). Auf der andern
Seite vermochte das Werk wissenschaftlich seinen Zweck auch nicht zu erfiillen.
Zwar ist bezeugt, dafi das Buch in Schulen sehr eifrig gelesen wurde — noch Melaneh-
thon lobte es — , hier aber natilrlich nur lateinisch. Anregend und fordernd konnten
jedoch weder Vorlage noch Vbersetzung wirken. Denn schon im 14. und besonders
n Das8elbe S chicks al hatte die Meinauer Naturlehre (hsg. von Waclcernagel, Stuttgart 51).
Sie beschdftigt sich hauptsdchlich mit Astronomie in derselben Weise wie die Deutsche Sphaera.
Es ist nur eine Handschrift auf uns gekommen.
[
«f
XIV
Einleitung.
im 15. Jh. begann die echte astronomische Forschung 9 die zwar noch auf falscher
Orundlage ruhte, aber dock mit der richtigen Methods arbeiteie: zuruck zu den Quellen
und vor allem eigene Beobachtung. Peuerbach und Regiomonian haben die neuen
Wege getviesen, dutch ihre Tdtigkeit warden fur die Wissenschaft die alien Lehr-
biicher und Kompendien wertlos.
Meinen Dank spreche ich aus der Direktion der Miinchener kgl. Hof~ und
\
Staatsbibliothek fur die Vberlassung der H andschriften A und 6, auch fur die
Beantivortung einer Einzelfrage; desgleichen der Direktion der k. k. Universitdts-
bibliothek zu Oraz fur die Vberlassung der Handschrift C; endlich meinem Lehrer y
Herrn Professor Roethe, der diese Ausgabe veranlafit und gefordert hat.
i
i
i
I
I
Grofi-Lichterfelde y im Man 1912.
\
O. Matthaei.
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i
§
Konrads von Megenberg
Deutsche Sphaera.
I
1
Die gereimte Vorrede von
Ein straffleiohe vorred wider
die
die
lieber horen tiirssen
mar dan die warhait.
«
VthJi ,
er
Zwen fiizz tragent mir ain hoi;
Waz darinn is t, {das wais ich wol
(Daraus so gib ich > was ich wil,
Aintweder klain oder vil.
5JJVIanig man das yas sicht;
jWie vil dar inne ist,. das wais
nicht.
\ Mein vas haist das widerspil,
Das scheib ich auf alle zil:
Dem esel wechst darauf sein
distel,
10J Bern ohsen hau gib ich dise
zistel;
Dar aus so trag ich an die sunnen
Olmen stock aus hanf gespunnen,
ritter seiden und das golt,
Ettleichem maun seinen solt.
15|Yedoch so tiit mir dik zorn:
Gib ich den gensen haberkorn, 4^f-u^vx
I Do mischent sich die valken zii; Q
*4)a von wechst nur unru.
- Gib ich dem adlaren gleste,
20 Der sunnen schein, der himel
veste,
(Da mischent sich die iulen zii
^Und riifent auf mich *hu hii hu.'
Die den sunnen glast nicht
sehen
k*vK
I
Und die nach miissen
25 Werleich daz ist an mein schulde
—Ob ich gewiinn ir unhulde.
Doch acht ich der aulen nicht.
An hohem flug stet mein ver-
pfliht.
Vorrede nur Cb. In Diemers Beitrdgm 1, 73 f.
ist die Vorrede aus O bereiis einmal abgedruckt.
11. so fehU.
12. All mein stuck die ich ban gefunen
Uberschrift in b: Incipit spera mate rial is (besserf)
(rot).
Nur toenn Besonderes vermerkt wird, gebe ich die
Sigien an. Sonst ruhren alle Lesarten von b her.
•
1. tragent 6, graben C.
2. dar inne. das fehlt.
3. so fehlt.
4. klain] grozz.
6. ist daz fehlt.
1. wunderspil.
8. schreib.
9. darufs.
10. gibt disu.
Deutsche Texte dee Mittelalters XXIII.
13. das fehlt.
14. Iegleichem.
15. so fehlt.
17. 21. muschent
19. ich fehlt.
22. schreyett.
23. Die der sunnen niht sechen
24. nacht
26. buld.
27. Iedoch.
28. pfiicht.
1
Ob ich den Aug leicht peug
nicht,
30
I So ist doch adel mein verpflicht
-Das
at (das edel sinn hat,
1st) das er sitzt auf hohem grat.
<*Kain edel sinn sitzt in der
aschen,
ar aus die armen kint wachsen
Darumb wil ich mein mezzer
wetzen ,
Ze sneiden und ze wol setzen
Wie Gotes sidel sei gestalt.
Wer das wais, I den hais ich
alt,
Ob er
40 Manger
kind war
gem
Von tiirssen und von reken.
Wolt ich mit gensen leken,
Ich wolt auch liegen also vil
Daz nieman west der lugen zil.
45 Maniger hebt an und schreibt
Der doch pei den gensen pleibt;
*»*Ob es gevelt den gensen wol,
•* Dannoch schreibt er innen hoi.
vViiu
Ein ander vorred von wem
er schreiben well.
Fliizz in mich aller gnaden
runst,
So naigt sich meiner minnen
prunst
Ze mal in gotleichs wesen.
Denn musst ich schreiben und ^ j^vfvt^
lesen
5 (Wie sich Gotes magestat
Setzt in seiner trinitat,
Wie die lauter ainvalt
In drein person sich ewig halt,
Wie der vater ist person
10 Ewig in der himel kron,
Wie sich der sun hat daz erkorn
Daz er vom vater
Nicht geschepft und nicht
gemacht,
Noch chain ander wesen in
sacht.
15 1 So miist mein zung dann gantz
durchporn
Wie mensch der sun ist worn
^tTnd vater nicht noch hailiger
gaist .
Hie hgt mein purd allermaist
Wie sich der hailig gaist frumt
20 Und wunderleich von in paiden
kumt.
Wer das vernimpt, der ist allain,
Dem nieman anders ist gemain.
Got hat im das allain Belial ten,
In sein gotleich chraft gevalten
25 Das chain engel ye be k ant,
Noch kain apostel nie benant.
29. pug.
32. das] gans.
33. der] die.
34. die hannen kinder w aschen.
35. Da ruber. w6czn.
36. Und wil schnyden vnd seczon
37. sidel] pild.
41. reken] rocken.
42. locken.
43. auch fehlt.
Vberschrift fehlt.
■j
als
2. mein
4. losen.
immer C.
8. sich] sey.
9 aus 6.
zwisehen 10 und 11 Do er ist der be-
chenner 1 o n C, feklt b.
11. sich] im. daz] dar C.
12. von dem.
14. wesen] weyfs.
15. dann ftkU.
16. worn] geboren.
17. Noch.
19. der hailig gaist sich.
20. Und fehlt.
4
I
23
36 fehlt.
4
Nu waiz der grozz Chiinrat nicht
Was kaiser Ludweig inn sicht;
Als klain auoh der Ziplinger
30 Ettleiche haimleiehe mer.
Der kaiser lat die l&ut klaffen,
Paide layen unde p faff en,
iUnd wais er doch das sein dar
inn
• In disem pild in dem sinn.
Mit also lobleiohen worten
Marien selden ich duroh polt
Das ich hofft der gnaden solt
56|Nu stet mein sel so gar in
seygen
a
Das ich mich nicht tar
genaigen
In den gotleichen grand;
besniten ist mein mund,
fiber mazz gib ich nil auf
•«
36(Nu
Das nieman anders ist gemain
Hylarius betzeugt mir das:
In kain bekantniiss nie gesaz
Diser grunt und daz gepeu.
40 Wer irret da, das ist nicht neu;
Got wais allain |(<MAf/k*fc 60. Und pind mich in der himel
lauf :
k
Aller ir chrais und aller ir ring
In tautscher sprach ich hie
versling,
w
In der er der chiuechen maid
r
r
V
I
>
( Den grdsten es verworren hat. fU**p*l* Der ich mich gib in allem laid
»
^ JSrist ze scharf der spitzen
Die zung uns dick das durkift.
£z malenf male^'und' die ""~*
geschrift
45 Das kain bekantnuzz nie
umbslos .
Ist das nicht ain wunder
65 Und hull mich in der gnaden
pfait.
Die ist so zart und ist so prai
X
xaT
* /***
l'
Es sitzt vil dick in sinnes hort
Das die zung klain durch port.
az mich da runst chain
uber
Maria, gib mir disen raist
Johannes von Sacro-Busto
70 Hat^jgeticht das J)jich also;
In latein es ist gesezzen
hi. J
er laist. tX*[ .
ist! 6
fkj
W<c
)UK.
Kiind ich sehen wol und siizz, MHa/^ ]So wil ich es ze T&utsch messen
50 Ich piind mich in der maid
griizz,
Der rainen chauschen himel
porten.
Den den ich gepunden pin
Verm6cbt so vil mein mut,
mein sin.
/ .
tu-
)
t
</
t
39. gepewe ft, getzeug C.
40. Verirret es dich das.
41. Den] Die.
42. spitzen] spiefs.
43. uns] vil. durchpricht
45. vberslozz.
46. ain] sein.
49. sehen] sprechen.
50. maid] werden.
52. liepleichen.
55. sargen.
56. nicht tart mich.
57. gelychen.
58. besynnet
59. dar C.
64. gib fehlt.
66. und so gemaidt
67. rauft der clain vb< last.
68. rast.
69 — 71. Johannes von sac robes te hat ge-
dicht Das puch in latein ist gelesen.
73. Dem manne dem.
74. mut vnd mein.
!♦
[1**] Maister Johans von Sacro-Bosco hat getiht daz puch also.
In
latin ist ez gesezzen. So han ich maister Ch&nrat von Megen
berch ez ze deutsch gemezzen
I Daz kurtz puch \vop der gestalt der werlt tail wir in vier hauptstuk.
In
5 dem ersten w611e wir sagen jwaz spera oder ain runden grdzze sei ; £waz der runden
grozzejgemain mittelpunc£e sei; {waz der runden grfiz ahs sei
ir forme
ei;iwi
ie. <T
waz
spitz sei;|wie vil der werlcte runden gr6zze sein; Jvaz der werlt gestalt sei und
sagen von d en kraizzenjdar
In dem andern haubtstukke w611e
aus man die gegenwertigen speram macht von kunsten,
ain eben
ist
10 der himelischen runden gr6zzen. SJln dem dritten haubtstukke wfille wir sagen
von
em aufgang und Vjgn dem undervalle der zwelf himel/7'*/zaichen, uDd
(vgji der anderung der neht und der tag, Qyi der zal der wonung auf erden und
lypn der selben anderung. <I!In dem vierden haubtstuke wolle wir sagen von
den kraizzen und von den ringen der plane ten oder der aigenleuffigen stern,
V
15 und von der selben lauf, und von irem schein geprechen . 5.
Euclydes der maistej* beschreibt
uns « waz spera
sei, und spricht:
!
'Spera
ist ain gank ainer umbverte ains halben kraizzes, Jdet* veste und eben btet an
irr mittelmezzigen lengen, [und di man also lang umbfurt j?iz sie wider kump
an die stat irs anvanges . ' I ?Daz ist so vil gesprochen : j Spera ist ain leibik clinch^
20 stark und sinwel, *daz enspringt von ainem pogen aines umbgefurten halben
kraizzes. *l/Aber Theodosius der maister beschreibet uns speram also:; 'Spera
ist ain leibik stark dinch [l* a ] mit ainer praiten umbslozzen ; /in dez mittel ist
**
a. R. unten funf Fig
vier Kreise, drei innen braun, schwarz und grau ausgefullt
Enter Kreis: vmbkreyB; zweiter: Orbis ein vmbkreyB mit einer dicke; driller: Speer
vierter: Sp
Die funfte Figur ist ein HcUbkreis: Sp
a. R. [l* a ] unten: Kreis mit
vier Durchmessern, von denen je zwei senhrechl aufeinander stehen
1
3 fehlt Cb. Dock lauten die seeks letzten Zeilen der gereimten Vorrede dhnlich
4. vor Daz: In wie uil stuck sich daz puch tail C
5. spera materialis oder b
6. ge
main m. fehlt b. zwischen gemain und mittelpuncte rot durchstrichen
A
6/. waz bis
fehlt b
9. machen mag 6
11
yderuall b
12. vordrung d
b
14. dem krayzz vnd
dem ring b
14/. oder bis scheingeprechen] vnd der lauffenden. Das sibent ist vnd
vonn den vnlauffigen das sindt die stillstendun stern oder die gesteckten sternee 6. 16. vor
Euclyd
waz spera sey
centrum
achs
himelspitz | vnd auz wie uil speren die welt
geordet sey (rot) C.
22. leibik] liepleich b
beschreibt bis und fehlt C
17. die Cb. der A
21. uns fehU b
/
en^grflzzen ahs. SLjUnd die zwene punct d^e da die
. ain puncte da von alle lengen gefurt an dem umbkraizze geleicb lank sint.
I Und der punct haizzet centrum oder der lengen,. gemainer ; jaber deu lengen^ die
auf gerihts get durch den selben punct ^und begreifet itweder end dez umb
kraizzes, deu
selben ahs ze paiden seiten enden, dieTiaizzen der bimel spitzen. <I. 6
Spera oder deu runden grdzzen wirt in zwaier hande weiz getailt: nach
dem selpwesen und nach dem zuvalle. j Nach dem selpwesen wirt sie getailt
in neun stuke.
iDaz erst stukke ist der erst lauf oder der erst waltzer ; [und haizt auch der
cristallisch himel, dar umbfdaz er zemal lauter ist land kainen stern hat. /Und 10
ob dem setzen die kristen und die juden ainen himel, I der haizzet der [fa] feu- JU^f^*^
rein himel, da von| daz er an im selber ze mal leuhtend und prehend is$. {Upd
der hat kainen lauf ;[ sunder Got rflt mit seinen lieben dar inne. lAber unser Jo-
l
hannes sagt von dem selben niht, noch kain ander haidenisch sternseher. [Nach
dem ersten waltzer ist der gesternt himel, [den man haizt daz firmament. {Dar- 15
nach ist der himel des ersten planeten oder dez ersten selplauffigen sterns, vder £\L
dfi, haizzet Saturnusoder der Sat j ar ; /und der himel hat neur ainen tunkeln
* *■: « •
i
9
stern, <da pei man in erkennet. Nach dem ist des andern planeten himel, /ler <&
haizzet Jupiter oder der Helfvater, darumb^daz er seinen vater Sat jar seiner
kreft beraubet . ^Und wizze daz itwederme der zwair planeten sein nam wider- 20
spruchig ist. j Saturnus haizt der Sat jar dar umb I daz sein craft [2r*] kalt ist und
trukken;jund deu zwai sint alien fruhten und allem leben widerkriegend ; j dar
umb hiez er paz der Hunger jar wanne der Satjar. <I/Aber Jupiter haizzet der
Helfvater dar umb [daz sein kraf t jgfc warme und feuhtin seiner mozze. ,Und
wanne er sich geselt dem Satjar, ^o hindert er sein kreft , hnd dar umb hiez er 26
paz der Raubvater. {Nach dem Helfvater ist Mars der planetjfhaizt der Streit-
got; (dar umb daz sein kraft haiz ist und trukenjso zeuht er auz der erden und
dem menschen vil behender feuhten und inhitzt den menschen, fdaz er leiht
zurnt ; • warm zorn ist niht anders wanne ain anprunst dez plutes limb daz hertze.
/ Nach dem Streitgot ist deu Sunne. /Dar nach ist Venus oder der Morgenstern in 30
seine m himel. /Nach dem ist Mercurius, | der haizt der kaufleut Jwsrj^/re oder
der Sprech herre , jdar umb daz die kinder unte r seiner kraft geporn wol gesprech
sint. jNach den alien ist der Mon in seinem himel, Jwanne sein himel ist der
2. oder bis gemainer fehlt b. 5. ahs da habent vnd ze b. lO.zemal fehlt b. an
im hautt b. 11. sitzend C. in ainen h. C. 12. da von] dar vmb C. ze mal fehlt Cb.
luchtet vnd brechet b. 13. rut] wont 0. mit seinem wesen b. 14. ander fehlt G. haydinsch
maister b. 16. des b, der A. ersten fehlt vor pi. 0. 17. tunkeln] trucken 6. 20/. yet-
weder . . seinem namen widerspricht C. 23. h lingerer 6. 24. hail vater 6. mozze]
natur 6. 25. gestelt gen dem b. 28. erhitzt C. 29. prunst C, armprust 6. plilcz
vber daz b. 30. ist der sunnen himel b. venus himel den man haizzet den m. 6.
31. mercurius himel b. kaufleut] himmel 6. 32. sprecher C. die kinder bis geporn]
d. k. die under im geboren werdent die werdent b f die k die u. s. kr. geporn werdent C,
s'mt fehlt b.
Dar naoh ist feur. I Nach dem ist luft. I Nach dem ist wazzer. JDar nach
klainst.
ist erd, als dir daz ebenpild nu zaiget
Aber
t ♦
wollen hie niht sagen .waz gestalt und waz siten icleichs planeten
kint haben ; ?wanne wir sagen alain von in hie \ als vil und sie stukke der werlde
5 sein
n d
gegenwertigen figur sihst du
neten ordenung und ir
nach
ternseh
himel und der pla
sin und nacK* de
eristen und
juden won
*
Figur 1.
)
1 2*°] Nach dem zuvalle wirt spera geschaiden jjj. zwu schikung. ; Deu erst ist
10 ain aufgereht, deu ander ain krumme oder ain schilchend runden grozze
Die
1. klainst] chrankst 0, schnollet 6.
2. dir die nachgeschriben figur zaiget also b.
3
8. Aber bis won] was aber yecleichs planeten kinder sitten hab da well wir hie nicht von
sagen allain von in hie als vil als vnd si ein stuck der welt sein. Ein figurleich ebenpild
der ordenung der speren (Ein bis sp. rot) C, fehlt 6. Die rote Schrift in A Z. 6 bis 8 findet
sich spdter nicht mehr an den S tell en, die auf eine Figur verweisen, z. B. 12 11. 43 I9 f 9. vor
Nach: wie die spera vnderschaidend ist nach dem czuual (rot) C.
leut habent ain auf gereht runden grdzzeMie daJVonend under dem kraizze des
himels dec^a haizt der ebennehter; ist daz ieman da gewonen mag, 'als her
nach kunt wirt. /Und die ha/2»tyben dar limb ain auf gerehte runden grflzze
i
wann in kain der zwair himelspitzen wirt erh6het u ber die andern;
selben leut kraiz Ijlen man haizzet den augenender,/der uber schrenkt den eben- 5
nehter und wirt von im fiber schrenkt an zwain steten,talso daz von der schren-
kung enspringentj^ufgerehteu winkellein | die [3'*] runden grflzzig seig.
die leut habend ain schilhend runden grozze 'die neben dem eben
nehter wonendv oder verre dar uber. JUnd den leu ten wirt alle zeit ain himel
spitz erh6ht.jiber iren augenender, jund die ander himelspitz ist in verporgen 10
vunder dem selben augenender. JAuch der selben leutjnins tiger augenender iber
schrenkt den ebennehter, (also daz von der schrenkung kumen^ krummeu oder
ungeleicheu winkellein.
<\
(Daz gantz werk oder daz gepeu aller diser werlde wirt in zwai reich ge-
stuckt. Daz erst ist daz elementisch oder daz matergleich reich. |Daz ander 15
ist daz himelisch reich.
i Daz elementisch reich hat vier stukke. Daz klainst ist daz ertreich und
daz ■ ist reht als ain gemainer mittel punct_aller werlt ; ( Amb daz ertreich ist
wazzer; iumb daz wazzer ist [3 r *] luft;{umb den luft ist feur, und daz feur ist
lauter und niht trfib ;/ dar iimb gibt ez kainen schein. JUnd daz feur rilrt an des 20
monen hi mel , j aber eztit zt in niht ; (wanne der mon ist niht geschiket \daz er
sein werk genemen mflg. {Also hat der oberst Got die vier element gesetzetjdaz
ie daz swerst unter dem leihtern stet; wanne erd ist mer swer wann wazzer, und
wazzer mer denne luft,':nnd luft denne feur, i daz lauter ist. S!jDie vier element
wurkend in sich also | daz ains daz ander verandert und zebricht ; und die ele- 25
ment sint ainveltig leib, jalso daz sie niht in vil form oder in manik gestalt siqj^
tailent :/ wanne icleich stukke der erden ist erde /und iegleich stfikke wazzers
ist wazzer. [Und von der vier element mischung in sich selber werden alleu
andern dinch : stain, paum und tyr. />«/ jDeu andern dreu element umbslizzent
daz ertreich, jon als vil daz ertreich von dem wazzer enpl6zt ist durch der tyer 30
willenjdie in wazzer niht geleben miigen. {Auch die andern dreu waltzen limb
die erden. |Aber daz ertreich ist unwegleich in seiner gentzen;{da von sitzt ez
2. a. R.: Equinoctialis. 4. a. R. poli. 5. a. R. Orizon. 8. a. R.: Equinoctialis.
9. a. R.: polus Orizontt.
1. grflzze fehlt C. 4. erhochett oder erhebt 6. 7. enspringent C, -get A. 8. neben]
bey b. 9. dar uber] daruon b. 13. winkellein] wichtlein 0. 14. Gancz daz C. in reich b.
14/. wirt getailt in C. 15. matergleich] naturleich (7. 16. himelisch r.] etherreich
oder daz him ell auch tend reich C. 18. aller der welt vber das ertreich b. 20. kainen]
gemainen h. 22. geneme C. vier fehlt C. 23. wannei A. erd] das ertreich 6.
24. daz bis ist feMt G. 27 ff. wanne bis tyr] alle andre ding stain paum vnd tier koment
von der zamen mischung der element Q. 29 /. dink gemischet . . . tier der mensch vnd
alliu lebendige creatur b. 31. geleben] beleiben Cb. 31/. Die driu element wachsent
vmb das ertreiche b. 32. gentzen] grozzen 6.
in der mittel ungwegleich von seiner sweren purd. *IjUmb daz elementisch reich
ist daz himelisch leuhtend reich, untailheftig aller veranderung, und daz
weltzet on mittel in ainem sinbeln lauf. Daz reich haizzt von den maistern
daz funft wesen, [da von daz ez an der zal 'daz funft ist^nach den vier elemen-
5 ten ; jund hat ain ander sunderjgich wesen von den elementen. Und daz reich
hat neun himel, fcds vor gesprochen ist. HUnd der ober himel besleuzt ie den
nehsten under im, rehtlals ain schal den nuzkern be/^tysleuzzet on mittel.
J Die neun himel haben zwen laufe. jDer erst lauf ist jjps obersten him els,
tder da haizzet der oberst waltzer, ^oji den zwain enden der ahs;|der aines haizt
10 der berinne himelspitz,(daz ander haizzet der wider berinnejbimelspitz ; ] und der
lauf ist von der sunnen aufgank an der sunnen nidergank. {Auch deflTselben
lauf tailt der mittelnehter an seiner mittel in zwai stukke. fDer ander lauf ist
der aht undern himel, (und der lauf ist widerwertigjdem ersten: wanne er ist
von der sunnen undergank an der sunnen aufgank. Und der lauf ist auf der
4
15 ahsen end, fdie drei und zwainzig grad sten von den enden der ersten ahsen.
{ Aber fwaz ain grad sei , | daz wirt hin nach kunt . tAuch der erst lauf rukt von
y/
seiner ungestiim mit im alle die undern himel in tage [#*] und in naht ain mol
umb daz ertreich. ;Und die aht himel wider fleizzend sich dem lauf in iren
aigen lauffen; feht als ain muJrat,\\ver daz wiltz von der rehten hant zu der
20 linken, hind ain omaizz kruch in dem selben rad von der linken hend zu der
^H ^^H
rehten. [Und da von der aht himel weltzt in hundert jaren neur ainen grad.
[Pe r gra d sint drei hundert und sehzig ; jdar umb volpringt der sternhimel seinen
lauf ain mol in sehs und dreizzig tausend jaren. i Also sprechen die haidenischen
maister und alle sternseher. | Der Sat jar volpringFseinen lauf in dreizzig jaren ;
26 -der Helfvater volpringt seinen lauf in zwelf jaren; /der Streitgot in zwain
jaren; ideu Sunne in drein hundert tagen und in fiinf und sehzig tagen und in
■
sehs 8tunden;der Morgenstern und der Sprechherre volnahen der sunnen ge-
leich; /**/ der Mon volpringt seinen lauf in si ben und zwainzig tagen und in
aht stunden. tllnd den lauf der aht himl tailt der kraiz der da haizt der tyr-
30 zirkel oder der tyrkraiz, an seiner mitten, i als her nach kunt wirt, ? wanne wir
von den kraizzen sagen.
15. a. R.: 23 grad. 21. a. R.: 8 himl 1 grad. hiendter sich. fruer hi !
22.
36 000 jar.
nach 0.
28.
24. a. R.: 30 *.
27 tag 8 or.
25. 4 12.
2.
26. © 365 tag 6 or. 27. 9
a R.:
volg
1. Umb] Uber C.
2. untailleichelftig: leich und das 1 vor f rot durchstrichen A.
3. etherreich C. 7. ain bis mittel] ain nufs schelff beslufset da mitten 6. 8. himel Cb, fehUA.
9. der obrost oder der erst wasser auf den zwain b.
12. Der erst ander C.
13. achtt
himel oder der ander walczer vnd b. 13#. wanne bis ersten ahsen] himel. Der da walczet
gen der sunnen vndergang. Aber der ander walczer welczt sich von der sunnen vndergang
gen der sunnen aufgang. vnd der lauf ist auf der achs 21 grad b. 16. dir hernach (7.
17. undern] anderenn b. 18. wider fehlt C. 22. gr. der sint C. drei fehlt C. 23. ain
mol fehlt C. 24. volpringt seinen lauf fMt b. 27. der m. minder dann die sunne. Der
sp. minder denn der morgensterne b. I. vil nahen? 29/. zirczibel C. 30. zirkchrais C.
»
*
*
JDaz aber der himl waltzejron der sunnen aufgank zu der sunnen under-
gank,|dez zaichen nem wir also: JDez sternhimels^tern derheben sich gemach-
sam und£waltzen saim pizjdaz si komeixjui daz mittel dez himels , oind sein alle
zeit in der selben nehen und in der selben verren zu einander igi^habea sich
alle zeit in ainem satze piz^daz si wider unter steigen. [Daz ander zaichen ist 5
daz die stern pei der himelspitzen di manik lay den wagen haiz%$t, Amb waltzen
und ! daz wir sie nimmer verlisen. (JJnjl in irem umb waltzen sint sie /4»«/ alle
zeit in aingr nehen und in ainer verren, ^und^schreibent kraizz in irem umb-
walzen. S^TVon dra zwain imbwaltzen der gestekten stern an dem himel
offenbarjdaz der sternhimel weltztyou der sunnen aufgank zu der sunnen
10
nidervalle .
Daz aber der himel sinbel sei,(dez hab wir drei sach. |Deu erst sach ist daz
gotlich e ben pi Id, Jdaj^da leuhtet in dem gothchen wesen, jdar nach Got die welt
macht. /Und in dem gotlichen ebenpild ist weder
anvank ncCh end; /wanne ez ewig ist. (Dar limb ist
die geschaffen weflt sinwel; t waime an der sinbeln
gestalt ist weder end noch anvank. |Die sach setzt
[4tb] maister Johannes ze latin. *! ^Aber mit urlaub
straff e ich daz: \ wanne Adam leipEeftig von Got
ward on mittel uncTWaz doch niht sinbel, jails wir ez
JDer ietwederr ist unmugleich. (Wanne e die natur eitel lid,
6. a. R.: wagen. 24. runtt uber sinbel, desgl. 26. 27. 25. weichen uber wehseinem,
a. R.: wechfsen. 29. sein uber not und daz. ler uber eitel. 31. ler uber eitel, stund
uber lid. a. R. unten zwei Figuren: 1. gleichseitiges Dreieck wird von einem andern gleich
grofien so verdeckt, daft nur die drei Ecken, schwarz gemalt, sichtbar sind (vgl. Fig. 3) . 2. Quadrat,
das auf einer Ecke steht, wird von einem andern gleichgrofien, dessen Seiten parallel den Blatt-
r andern laufen, so verdeckt, da ft nur die vier Ecken, schwarz gemalt, sichtbar sind.
1. tor Daz: Wie der himmel walcze C. 5. zwischen zeit und in rot durchstrichen
zu A. steigen] seigen C, geund b. Dar A. 6 — 8. vnd walczent sindt vnd sind sy
allczyt erhebent in ainer . . . schaibent kraifs in iren kraifs vmbwalczen b. 8. beschribent
sinbell krais C. 14. Und feUt b. 17. gestalt fehlt b. 22. gemach] gemainsam 6.
23. leiben] leben b. 24. die vber v. 6. 27. gemainsame b. Fur Die stand ur-
spriinglich Davon da A. 29. von nott das ain tail etleich statt wesen lare 6. etlich
bis wer] ain tail wesen lar C. 31. vnm. vnd vnnaturleich C. eitel] ein teil lares C.
16
20
hie nemen. H (Dar limb nemen wir die andern sach
jwar umb der himel sinbel s$i. {Deu sach ist gemach.
( Wa nne under alien leiben J die umbsliezzend oder Figur~2.
die umbvahend sint, so ist deu sinbel form ^Uer
umbgreif figst ; a^gjdu maht versuchen an ainem wehseinem vazztdaz von ersten 25
sinbel ist, f$) du ez dar nach ekest. Nu besleuzzt der himel alleu dink; dar umb
ist im deu sinbel gestalt niitz und gemachsam. SJ Die dritte sach ist notdiirft.
/Wanne, pb der himel ain ander gestalt het, jiaz er drieket wer oder viereket
o3er vileket, ,so must von not sein Jiaz etlich stat eitel wer , oder fdaz ain leip
der ain stat vor het [5'<*J gehabt, nu kain umbslizzend stat het. 30
k
10
erein hafen von geprechen ains Iinsen kornesJob der hafen als dike
an
wazzer ze perge. /Auch kain leichenam | der vor umb
„.«1.X ... A-* ...rT. ITT 1_ J ...A 1 • _l. tl
den himel;
sliezzend stat hetgehabt, m6ht an stat gesein. .Wanne wer daz mugleich jdaz
du in dem obersten hi
5 Aber
^erst, (du m&hst dein hant dar uber niht gestreken.
der ains dar nach volgt, fdaz ist oftenpar in den eckenfdie umbhdht
i
und Ambvangen sint.
az auch der himel sinbel seijdaz bezeugt maister Alfraganus und^spricht
/5rt>] also: 'wer der hi
Hi;
sleht ,
wer uns etleich stuk dez himels neher wanne
?
10
15
daz ander, und aller jnaist daz stAk;daz ob
unserm haubt wer.
ain stern an dem
volgt dar nach'daz
tail uns neher wer
bedeuht uns grftzzer wanne (so der selb
stern wer an ainem andern tail dez himels;
Figur 3.
Figur 4.
w§jxne daz selb dinch scheinet uns grozzer
{so ez nahent ist, danne>;so ez verre ist.' fNu
geschiht dez hie niht. \ Wanne uns scheint
als ! so er in der
ain stern als groz I so er in seinem aufgange des himels
mittel dez himels stet ; odertscheint uns vil grozzer in seinem aufgang wan|so er
ste
20
25
U
in der mittel des himels. ;Daz ist aber divon:
wanQgL in dem winter oder in der regenzeit, [5—] jso ez
feuht witert, [sovind wir in den luften wazzerig diinst;
jdie vallen zwischen unaer gesicht und zwischen die
sunnen oder ainen andern stern; tund da von|daz die
J
dflnst sint durch scheinig und durch sihtig,
si
zestreuen
daz ebenpild/daz nu fleuzzet von dem stenTzu unserm
gesiht ; jund da' von begreif t in unser gesiht vil gr6zzer
•danne efsei an im selber ; |reht ^als auch geschiht von
30
sei
ainem pfenning | der geworf en wirt in den grunt aines
durchsihtigen wazzere, (der scheint uns grflzzer denne er
an im selber. <T Wild auch du wizzen 'war Amb ain dinch gr&zzer sei in
unserm gesiht ^so ez nahent ist danne/ so ez verre ist, Jdaz ist dar umb: /wanne
allesjdaz wir sehen, daz sehe wir in ainer form aines kegelsjdez spitz in unser
a. R. unien Figur: drei gleich grofie Kreise nebeneinander (dinck, ebenselbs dinck, Eben
selbes dinck). Links tin Punkt (aug) von dem aus die beiden Tangenten an jeden der Kreise
gezogen sind.
1. hafen von ainem 1. koren 6. 4. geschrenken C. 10. wer fehlt b. 14. daz selb]
ain iegleich b.
16. hie] an den sterne b.
17. des himels fehlt b.
19. hinter himels:
*
warumb ain dink grozzer scheint durch dunste vnd warumb ain ding chlainer scheint in die
uerre dann in die nahen (rot) C.
21. wirt 6.
22. vnder A, desgl. 25. 29. des schein
vns grdzzer dunkt denne C.
chugel C.
30 /. sei bis gesiht fehlt b.
31. wanne fehlt b.
32. ainer
11
aug riirt, undldez grunt rfirt [5**] an daz dinch* daz wir sehen. 1st nu daz dinch
nahen, s^jaijueu spitz des kegels in dem augen stumpf undjsch eint da z dinch
gr&zzer. 1st aber daz dinch verre ,\go
ist deu spitz dez kegels in dem augen
scharpf undjgc^int daz dinch klainer.
z mfthte auch daz dinch von dem
augen so verre ko men [daz die zwu
ausern lengen dez kegels ain lenge
wurden und ze sammen vielen ; und
Figur 6.
so daz geschiht, teo mage man dez dinges niht mer gesehen.
jDaz aber daz ertreich sinbel sei als ain kugel,|daz vinde wir also: Die zwelf
himelzaichen und auch die stern gent niht geleich auf noch, valient geleich nider
alien leuten auf erden. IDaz sehe wir an der stern schein geprechen ; jv^anne
unter vil danne uns . /Und daz hat kain ander sach wann jiaz daz ertreich kuglot
und haubot ist von dem aufgang der stern piz zu irm undervalle. SJDaz auch
daz ertreich zeabzzen sei und kuglot von mittemtag piz an die selben Amb
lauffent stern (die man den wagen haizzet,\dez zaichen habe wir dar an: [wanne
fdie leut die _da wonend gegen dem himelwagen, die gesehen etleich stern nimmer
\ m m m mm m <a ft -m m . W m m m m m mm m mm y Tl Ti •
5
10
der selb mongeprech J der uns scheint^in der ersten stund der naht, der [6**
scheint den leuten gegen der sunnen aufgank limb die dritten stund dez nahtes. 15
Und daz ist da von I daz ez den leuten e naht waz und I daz in deu sunne e
***•»** M l ■■■!
20
die da sten pei der andern himelspitz,}die wir die widerperin haizzen ; /und die
selben leut sehend die stern ze aller zeit jder gemain wir die perinne haizzen bder
den himelwagen. j Wer nu Idaz ain mensch genge ^/jron dem himelwagen
gegen mittemtag, jez moht so verre gen Idaz die stern £die im vor ewicleich ver- 26
porgen waren, nu ansihtig wurden, und Idaz im die stern nu verporgen wern
| die im vor ansihtig waren. JDaz gescheh auch ainen menschen |daz von mittem-
tag gegen dem himelwagen ging. AJnd des sach ist alain deu geswulst und deu
sin be In der erden. Wer auch daz ertreich eben sleht von der sunnen aufgancb
piz zu irem nidervalle, fco wer ez den leuten gegen der sunnen undergank als 30
22. a. i?.: peryn. a. R. unten Figur: Kreis, in der Mitte Heiv.tr schwarzer Kreis,
oben drei Tiirmchen. Seeks Durchmesser, je zwei senkreckt aufeinander. Die Bezeichnungen
vom oberen Punkt des senkrechten Durchmessers rechts herum Iduten: Mittag. mit. nacht
vntterganch. nacht. nacht. mit. mitternacht. mit. tag. tag. tag (die drei letzten Worte
durch Klammer zusammengefaftt, daneben auffganch). mitt. 28. beidemal die uber deu.
2. der spitz der kugel in dem augen miner scharf C. stumpf] scharf 6. 3. grozzer]
grozz &. 3 — 5. Ist bis klainer fehlt C. 5. scharpf] stumpff b. 13 /. wanne bis mong.]
das sech wir an dem man 6. 15. umb] uber 6. 16. waz] wirt C. 18. und h. fehlt 6.
19. und k. fehlt b. selben] siben Cb. 22. abgekurzt wid* p'in A. 23. der gem. A,
die gem. C, die 6. 24. War nu (7. 26. waren die wurden im ansichtig vnd b. wurden]
waren wurden A. 28/. allain die sinewel des ertreichs b. 30 ff. als bis auf] vnd
gegen der sunnen aufgange. so wer ain iegleicher aufgangee vnd vndergang aller sterne
vnd alien lutten geleich in der werlte 6.
12
schir tak als den gegen irem aufgang, £ind geng ain ie geleich stern alien leuten
geleich auf
9
\
1
Abe
daz ist niht war
dem himelwagen. (Und daz ist aber falsch.
scheinet, jdaz macht neur sein uberigeu grfizze
escheh auch von mittemtag gegen
aber uns daz ertreich sleht
5
•a
16
ain zil an des
auch daz wazzer sinbel sei
in;
zaichen nem wir also : I Man setz
ufer oder an daz gestat ;wmd ge ain schif von dem zil
az
schif mag als verre in daz mere treten Sdaz aines menschen auge unden pei dem
mastpaum daz zil an dem ufer oder an dem gestat niht gesehen mag
augen oben in der hdhen des mastpaumes sehen daz selb zil wol;
10 doch daz unter aug daz zil paz sehen danne daz ober, dar limb Jdaz sein
kurtzer ist^ zu dem zil, jals uns of fenbar ist^ in diser gegenwertigen figur [6**>] ^qji
den lengen die von pai-
den augen gef Art werden
(^yon dem zil. |Dez mag
kain ander sach gesein
danne dez wazzers ge-
15
20
25
und
die
perg
gr6zz;
hindernusse ab
runden
wanneltu wir alle
von
die
augen
gehindert
werden mflhten, >als ne-
bel ist und^ander dilnst,
ist dem ding also,
ander sach nem wir
selben also : | Seit
mm
daz wazzer
formiger leichnam,
sint elleu sein stilke
ist ein
ain
Figur 7.
r\
selben
form
und
der
30 selben natur. [Und da von mug wir gesprechen von ainem iegleichem stukke
^ber daz mtig wir von alien dingen niht ge-
dez wazzers: daz ist wazzer.
sprechen; !wanne wir sprechen niht: |dez mensche n st ukke ist ain mensch,
des ohsen stukke ist ain ohs.
sint dez wazzers stiikke
sinbel, pis
i
/
a. R. unien Figur: Krtis. WagerecJUer Durchmesser, der die Basis bUdet zu einem Drei-
ecky dessen Spitze auf dem nicht angedeuieten senkrechten Durchmesser liegt. In der Mitte
zwischtn Mittelpunkt und Dreiecksspitze ein Punkt, um den ein braun gemalter Kreis be-
schrieben ist, dessen Peripherie durch die Dreiecksspitze geht. Durch den Punkt eine Par allele
zum Durchmesser bis zur Peripherie des grofien Kreises. Von den S chnittpunkten gehen Linien
zur Dreiecksspitze. Neben der Figur steht: halber hymel.
3. des ist nicht C, 3/. slecht tunkt wa man darauff wonet daz 6. 5. vor Daz]: we-
barug daz daz wazzer sinbel sey C, Von der sinewelln des wazzers merck b.
gestat fehlt C.
8. maustpaum A.
11. in bis figur fehlt C.
6. oder bis
27 /. ist ain formleicher
nam 6. Zu den Fischen in Figur 7 und 10 vergleiche Buch der Natur 254, 7 f.
wir sehen \^
13
•>
an den trftpflein >die daz tau in sumer/7 ra /zeiten sprengent jiuf daz craut und
auf daz gras. I Da von muz auch daz gantz wazzer sinbel sein.
J Daz auch daz ertreich ze mittel in dem fir-
mament ste, J daz vind wir also: |Wo ain mensch
ist^uf ertreich, jfeo scheinend im die stern in der
selben gr6zze,Isi sein ze mittelst an dem himel
oder in irem aufgange oder in irem undergange;
5
Aind daz ist da von {daz daz ertreich geleich abetet
• von alien enden dezTrimels. Wanne wer daz ert-
reich dem himel neher an ainem tail danne an \ \ / / 10
dem andern,Iso moht der mensch da selbenst dez
. himels^halbentails [7**] niht gesehen. JUnd daz
widerspricht Ptolomeus, /und alle sternseEer spre- Figw 8.
chent also: fwo der mensch wont^auf ertreich, (do gent im^sehs himelzaichen
* auf und j die andern sehs gen im unter. \Und daz mittel dez himels ist im an- 15
sihtig und i daz ander mittel ist im verporgen.' SjVon der worhait nem wir | daz
gantz daz ertreich niht anders sei^gegen dem himel danne als ain untailleich
punct gegen seiner grdzzen. Wanne het daz ertreich ein grdzzen gegen dem
himel,
i
wir daz halbtail dez himels niht gesehen, lals dir hie offenpar
■
ist. *I iWir sprechen auch mere : jvernem wir ain sleht prait auf den mittel- 20
punct der erden (die den himel und daz ertreich in zwai geleicheu stukke tail,
Iso seh ain aug auf der selben praiten dez himels halben tail, aber ander
ain aug auf der fiber praiten [7**] der erden seh des himels halben tail
der warhait nem wir j daz der erden gr6zz zwischen irre Aber praiten und
irm mittelpunct unmerkleidli ist uncLn icht ze prufen gegen der himel grdzzen.
jjEz spricht auch Alfraganu s de r maister^daz der minst stern an den himel ge-
stektjder mit gesiht prufleich ist, grozzer sei danne daz gantz~ ertreich . /Und
ist der selb klainst stern gegen dem firmament neur als ain punct ; iiocnvB
mer ist daz ertreich als ain punct, | seit ez klainer ist jyanne der tlainst
stern.
JDaz aber daz ertreich ze mittelst in den hi me In sitzjinwegleich , dar umb
Jdaz ez aller swerst ist, | daz nem wir also:] Ain iegleich swer dinch naigt sich
25
30
14. a. R.: get im 6 zaichen auff vnd 6 zaichen vnder. 16. a. B.: daz ertreich alB ein
punct. 27. a. R.: alfraganus der meister. 31. a. R.: vo ertrich. o. R. unten: Figur
wie die letzte, dock ohne den braunen Kreis und das zweite Dreieck. Da fur um den Mittel-
jmnkt kleiner Kreis: die Hdlfte unter dem Durchmesser braun. Durch die Spitze des Dreiecks
geht ein H alb kreis um den Mittelpunkt bis zum Durchmesser . Das Stuck zwischen diesem und
• dem Jdeinen Kreis braun gemalt. Von den Endpunkten des Durchmessers sind zur Spitze des
Jdeinen Kreises im Punkte des senkrechten Durchmessers Linien gezogen.
3. vor Daz: das das ertreich zw mittist in dem firmament ste (rot) 6. 4. vind] be-
war C. 11. da selbenst fehlt b. 13. Bartholomeus b. 14. funff 6, desgl. 15.
19. h6her tail C, tail 6. 27. mit der gesiht C. 31. tor Daz: das das ertreich ze
mittelst in dem himele sitz vnwegleichenn (rot) b. 32. swerst] s war cist 6.
14
von sainer natur gegen dem mittelnpunct dter himel;! der mittelpunct ist ain
untaillich mark, [daz man ze mit/>*/telst in den himeln pruft. [J5eit nu daz
ertreich aller swerst ist, iso naigt ez sich von seiner natur zu der himel mittel-
puncte. Auch mer: \waz sich von der himel mittelpunct naigt gegen der himel
6 umb kraizze, Jdaz wegt sich fiber sich.
Naigt sich nu daz ertreich von dez himel mittelpunct, fso naigt ez sich fiber
sich ; jdaz ist ainem sweren ding unmugleich^on natur.
^paz aber pei weilen ain ertpidm geschiht,jdaz ist an ainem stukke der
erden ;4ind kumt da von Jdaz ain dunst beslozzen wirt in der erden, jder mit
10 seiner ungestilm daz tail der erden erschutte ; fund der dunst f ilrt pei weilen vil
erden auz mit im^ als an der Lemburg geschachpei Nurenberg.
Ist aber daz ertreich sweflik, als {do die haizzen pad enspringent, |so flirt
der dunst mit im aschen und feur und^erprent d6rfer und stetjals dikke ge-
schen ist.
15 /£ ro /|Des gantzen ertreichs umbkraiz hat zwai tausent und funfzig tausent
und zwai hundert tausent rest, als Ambrosius und Theodosius und Herasco
hundert und sehzig grad oder klain stukke; /und der iclichem gebent si siben-
-woo' hundert rest.SQnd daz vind alsoilftim ain astrolabium, ! dez haizt ze deutsch ain
20 sternlebs : wanne lals der munt und die lebsen sagen twaz in dem hertzen ver-
porgen ist,glso saget die sternlebs der stern haimleichait .(Wanne du nu hast daz
astrolabium,$so bruf ain zeitiso des nahtes der himel lauter sei, also [daz du die
stern wol gesehen mugst, und|iBihe den himelwagen an durch deu zwai venster-
lein der lengen Jdeu auf dem astrolabium umblauf . | Deu [&*] leng haizt ze latin
25 medichnium und£iaizt ze deutsch ain mittelnaigerin, dar umb/ daz sich die lengen
ze mittelst auf dem astrolabium limb naigt^ze alien enden. jWenne daz geschiht,
|so prMe die zal der grad;da die mittelnaigerin auf bestet. JDar nach ge der erden-
mezzer gerihts von mittemtag gegen dem himelwagen also lang toiz daz er an
der andern nahte sein mark an dem himel an sehe noch der verreidung der mittel-
30 naigerin fiber den ainen grad. [Dar nach mezze er seinen wek, Men er Aber gangen
hat, (so vindet er si ben hundert rest, jdie ai2 dem ertreich antwurten ainem grad
an dem himel. (Und der grad sint drei hundert und sehzig; I der gib ich ieg
leichem siben hundert rest, lals vor gesprochen ist. I So vindestu die vorgenanten
8. a. R.: er piden. 12. a. R.: feuer. 15. a. R.: vo umb krayfs dz erderich 252000.
16. a. R.: 1 / 6 emd ( ?) meill. 17. a. R.: 360 grad. 18. a. R.: 700 rest 27. a. R.:
oder weyssett. 29. a. R.: vmbwandung. 32. a. R.: disser.
10. furt oft vil erttreichs b. 11. als bis Nurenberg C, feMt A, als bis geschach die
bey Nurmberg leyt b. 12. als bis enspringent feMt C. 15. vor Des: uieuil die erde
meil babe an de czirkel vnd an der dichke {rot) C, Vonn des erttreichs vmbkraifs b. 16. He-
rastodmes C, Herastodi 6. 18. si tchwarz durchstrichen A, feMt 6. 22. zwischen lauter und
sei rot durchstrichen ist A . 23/. zway claine lochlin der b. 30. de den ainen A. 32. Vnd
an der. schwarz durchstrichen an der; es sollte aber nur an durchstrichen werden A. 33. ich
vor gesprochen han C.
I
$e grozzen sternseher sprechent. (Wanne # an dez himels umbkraizz sint drei- <
r
15
zal. Wild aber du [$•*] wizzen jwaz ain rast sei , j}so wizze J£az ffinf fuzze ainen
schrit machen ; fund hundert und funf und zwainzig schrit machent ain raste;
fund aht reste machent ain welhisch meil ze reht in Frankreich ; ^aber sehzehen
rest machent ze reht ain deutsch meil. ffdoch s o waiz ich nihtlob man daz moz
uber al in Romischen reich heldet. Nimst du nu ain meil von vier tausent elen- 6
pogen,feo sint an dem umbkraizz dez ertreiches zwaintzig tausend und virhundert
meil. lAEer deu diken dez ertreichs hat sehs tausent und vier hundert und neunzig
meil; jwann einem iegleichem grad an dem himel antwurten sehs und funfzig
meil uhd zwai drittail ainer meil. |Auz diser warhait neme wir der erden dik,
i
jals ob man ainen vadem ze mittelst durch daz ertrich zug J^^jsPtl ainem 10
end an daz ander, <wie lank der vadem were . jfVVanne qg ist ain kunst in der lere
Jdie man geometriam oder erdenmezzerinne haizzet, Jdeu sprichet also: 'wildu
wizzen $ge lank ainer gr6zzen diken sei ideu sinbel ist ? fWanne du ainer runden
grozze umbkraiz waistjn seiner lengenYso tail die lengen dez umbkraizzes in
>wv
zwai und zwainzig stuk und|sneid der stake aines ab.\|Dar nach nim dez ain 15
und zwaintzigsten stukkes drittail, J daz ist deu dik dez umbkraizzes; nimst du
nu nach der lere der erden dikken,jso vindest du ainz und ahtzig rast und hun-
dert reste und ahzig tausent rest und ain klaines stukke und ain drittail ains
rastes. JDaz ist der erden dikken.'
• i
»
V
Daz ander capitel.
er ringe oder der kraizze Jiar auz man disen gegenwertigen speram macht,
[&<*] sint etleich grozzer und ethch klainer /als uns ansihtig ist. ;Der kraiz
haizzet der grflzzer kraiz /der di speram oder die runden gr6zzen in ir praiten
in zwai geleich stukke tailt. [Aber der klainer kraiz ist I der speram niht tailt
in ir praiten in zwai geleicheu stfik, sunder in ungeleicheu tail.
[Under den grozzern tyrzirkelen wfille wir von ersten sagen^von dem eben-
nehter. per ebennehter ist ain zirkel oder ain kraiz, (der speram in zwai geleicheu
tail stukt, also daz er gleich abstet^von paiden himel spitzen. VlJnd haizzet da
20
25
1. a. R.: 5 schuh. 2. a. R.: 125 schritt ein rast. 3. a. R.: 8 reste 1 meill.
16 reste. 1 steche (?) meill. 5. a. R.: 1 meil vo 4000 elpogen. 6. a. U.:-f-20 400 meil;
4200 uber zwaintzig. 7. a. R.: 6490 meil tut. die uber deu. 8. a. R. 1 grad = 56
meill 8 / 3 . 12. a. R.: geometriam. 15. a. R.: 22 stiik. 17. a. JR.: 80 181 reste.
27. a. R.: Equinoctialis. 28. a. R.: polen.
1. wizze] mizze b. 3. vnd der rest b. 4. moz] mal C. 8 /. wann bis funfzig m.
fehlt C. 9. meil vor Auz feUt b. 11. in der lere fehlt b. 13. wizzen ain dick ainer
grozz die b. 16. drittail daz] die taille in driu tail der ains 6. 17. erdert: rot durchstrichen
rt A. 20. Also endet sich daz erste haubtstuk dises puches von der gestalt der werld.
Nu sagt er uon dem andern stuck sam uo den chraizzen dar auz man die materieleiche sper
machet die ein exepel ist der himelischen C. 21. vor Der: Vonn des erttreichs Ring oder
krayfs b. man die speram b. 25. geleicheu fehlt b. sunder bis tail aus C; vgl. lat.:
sed in portiones inequales.
16
^- A. .
von der ebennehter : wanpe bo in deu sunne begreif t, — jdaz geschiht zwir in dem
jare: an dem anvange des nimelzaichens tiaz der wider haizzet, imb sand Ge
druden tag in dem vorlenzen, und an dem anvang dez himelzaichens < daz deu *
wag haizzt, umb sant Ma/P^ythes tag in dem herbst — /so sint ebenneht auf
5 erdenjlda von haizt ez auch der ebennehter der naht una des tages. |Er haizt *
* ■■■■ ■
auch dez obersten waltzhimels giirtel, dar timb 4 az er dez selben hi me Is lauf < • r
ze mittelst umbgreif t . (Und da yon scholt du wizzen klaz der selb lauf des ersten ,
himels haizzet jler vernilnftig lauf, darfimb/daz er dem vernunftigen bekant-
niisse der klainen werlt geleich ist. pie klain werlt ist der mensch, dar iimb
10 Idaz er aller ding aigenhait an im hat j^ie in der grozzen werlt sein ; jwanne ain
mensch hat gemain mit den engeln ze bekennen vernunfticleichen, mit den
ungeselten leichenam an wesen, mit den wahsenten dingen an wahsen, mit den
unvernunftigen tyren an bekennen und an gen von ainer stat ze der an/0»°/
dern. [Wanne^jiu der mensch Got tekennet, jseinen schepfer , $pnd da von get
15 in sich selber $ind bekent sich selber $nd get aber an sinen schepfer jmd bekent
sein adel und seinen gotlichen gewalt,|so haizzet daz bekennen daz vernunftig
bekantndsse, da von /daz ez von dem ^erk get an die sache und da beleibt.
Also tut der erst himellauf : per get von der sunnen aufgank an der sunnen
undergank And kert wider an der sunnen aufgank. par i*imb haizt er der ver
20 nunftig lauf. <Ez ist auch ain ander bekantnusse in dein menschen,Maz get von
dem schepfer an die creatur und beleibt da. ; Und daz haizzet daz unvernunftig
bekantnusse, dar timbldaz ez auz Got rftr und sitzt;[und dem geleichet der
ander lauf der undern nimeln : f der ist von /0»*/ der sunnen undergank zu der
sunnen aufgank.
25 J\Vir haben auch gesprochen [daz der kraiz geleich abste von den zwain
\ himelspitzen; [dar limb scholt du wizzen |waz die himelspitzen sein: (die ain
himelspitz ist pei dem grozzen wagen gegen dem klainen himelwagen;^und ist
niht anders denne ain geprilfter punct gegen dem tail des himels. Und die *
himelspitze ist uns alle zeit ansihtig ; [ wanne wir wonen gegen dem himelwagen.
30 1 Deu himelspitz haizzet die perinne, dar umb :^az si ist zwischen den zwain
sibenstern (li man die perinne haizzt; wanne si reiden sich in kraizzen weiz und
kument nimmer ab der selben stat, reCt als ain per^der umb sich izzet^n win-
ders zeiten. ?Deu himelspitz haizzet auch die siben ohsin, [10**] /wanne die
2. a. R.: Y©. 3. a. JR.: £:. die iiber deu. 5. o. R.: equinoctialis. 26. a. R.:
polus. 30. die iiber Deu. 33. a. R.: 7 stiren.
2. Gregorien b. 4. Matheus C, Eufemia 6. 5 ff. ion da bis fimbgreift fthlt b.
12. leichenam] dingen C. mit] vnd beidemal C. 13. tiern von ainer stat zu der andern C.
17. dem fehlt C, und bis beleibt] warcken b. 18. aufgank] undergang 6. 18/. an bis
undergank fehlt 6. an d. s. u. bis aufgank fehlt C. 19/. vnuernufftig b. 22. an gott
siczt vnd ruowett. 24. h inter aufgank: vnd kerett aber zu der sunnen vndergang 6.
27. grozzen] clainen b. klainen] grozzen b. zwischen klainen und h. rot durchstrichen
wage A. 29. zeit] tag C. 30/. dar iimb bis haizzt fehlt b.
•
17
siben stern walzen da pei tregleichen, reht als die ohsen. <Oder haizzt die siben
treterinne, dar fimb ^Jaz die siben sterne nach ainem kraizz tretei^^n den
stake n des himels. JDeu himelspitz nimt auch dikke ir namen von dem wind *
fder do her fleugt. I Der haizzt ze deutsch raubfruht, dar fimb'daz er kalt is
, — — — ~ 4 _- , ^ . -^^
an seiner kraft und dem leben widerkrigend und alien frilhten ;<aind haizt ze 5
latein boreas oder aquilo. *Deu ander himlspitz haizzet deu widerperinne ,
dar ilmb !jiaz si geleich uber ist gegen der vorgenanten himel perinne an dem
versten stukke des himels. JSi haizzet auch die mittentagerinn, dar flmb^daz /r
si an dem tail dez himels ist J da der mittag ist. #Und haizzt auch die fruFt-
winderin, dar umb jdaz der fruht wint [l^J von dem tail der werlde fleugt; 10 *
x
iwanne der wint ist warm und feuht und alien fruhten minnesam^ind haizzt
ze~latein auster. |Der zwaier himelspitzzen, {die des himels ahsen enden, xiar
iimb der werlde lauf ist, sei wir ain alle zeit ansehend, fund deu ander ist uns
alle zeit verporgen ; kind da von sprach Virgilius der maister : | 'Der werbel ist
uns alle zeit hoh. und deu swartz helle und die armen tiffen sel haben den 15
>
i
andern werbel alle zeit unter iren fiizzen.'
J Ain ander kraiz ist an dem himel J tier fiber schrenkt den mittelnehter und
von im liber schrenkt in zwai geleicheu stukke ; iund ein sein mittel naigt
sich gegen mittemtag und daz ander tail gegen denT himelwagen. (Und der
haizzet der lebenkraiz, dar umb [daz die si flO**] ben planeten under dem kraizze 20
lauffent ;|und geben kraft und leben alien dingenldie auz den vir elementen wer-
den. jjOder haizzet der tyrkraiz, dar umb (daz er zwelf geleicheu stiikke hat.
Und der zehen haben tyrnamen ; | und deu zwelf stukke haizzen deu zwelf himel
zaichen. <l|Der kraiz haizzt auch Her zaichentrager, da vonjdaz er die zwelf stiik
oder die zwelf zaichen tregt. (Und haizzt in Aristotiles den krummen oder den 25
schilchenden kraiz in dem andern puch von der gepurt, so er sprichet (daz die
sunne in irem zugang und in irem abgang in dem krummen kraizze ain s^ich sei
der gepurt und dez todes aller dinge^die in den elementen und auz den elemen-
ten werden . *I Die namen und die ordnung und die zal der himelzaichen die
3. die uber Deu. 6. beidemal die uber deu, desgl. beidemcU 23. 17. a. R.: d* ander
kraiz. 20. cirkel unter -kraiz. 21. vier uber vir. 23. thyer uber tyr-.
1. tregleichen] taglich 6. 4. ze tutsch der beraubt frucht b. 7. uber fehlt C.
8. versten] ersten C. 13. sei bis ansehend] das wir die ainn . . ansehen C, seyd wir ir
ainen . . ansechen b. 15/ die arm sel vnd tufel solt haben b. 17. vor Ain: Von dem
Tierkrais, von den 12 zaichen des tierkraizzes vnd iren graden C, Vonn dem tier krayfsee 6.
19. gegen m.] gegen dem himelwagen 6. und bis himelw. fehU b. 20. siben] selben (7.
23. der zehen fehlt 6. 25/. in bis kraiz] signifer der krumb oder der schilchend krais
von Aristotile C. 27. dem selben krummen 6. 28. vnd des da des aller der ding die 6.
28/. und a. d. elementen fehlt C. 29. namen vnd die h. A, namen der h. C; vgl. lot.:
nomina autem signorum ordinatio et numerus.
Deutsche Text* dee Mittelalters. XXIII
2
t
/
18
Bint also: wider, ohs, zwinlein, krebs, leo, juncfreu/10*tylein, wag, schorp,
schutzlein, stainpok, krug, vischlein. |Daz erst zaichen haizzet der wider,
dar limb/als der wider an dem aftern tail krank ist jind an dem vodern stark,
also : (yenne die sunne ze niderst in daz zaichen tritte^so ist ir kraft und ir schein
5 pei uns krank; aberfwenne si oben in daz zaichen kumet,lso ist ir schein mer stark.
{J Oder haizzet dar umb der wider, £laz di stern in dem himelzaichen also geschikt
sint. ^IJDaz ander zaichen haizzt der ohs, dar fimblso deu sunne in ez tritet,
fso ist ir kraft gar stark, rehtjals ain vierschr6tig ohse ist. S| Daz dritte zaichen
haizzt die zwinlein, fwanne der sunnen schein ist danne zwivaltig. <l(Daz virde
10 zaichen haizzet der krebs, Iwanne deu sunne get danne hinder sich, als ain krebs.
[U ra J ) < 1 Daz funft haizzet der leb; Iwanne der sunne kraft ist danne gremsig,
als ain leb. [Und ist ain sterne an dem haubt dez zaichens,)der haizzet der hunt;
und [so deu sunne da hin kflmt,lso koment die hundestag M und/so ist lozzen ver-
poten, dar limbljvyanne deu iibng hitz versert gnunk die feuhten und den gaist
15 in dem menschen. <IJDaz sehste zaichen haizzt deu juncfraue, dar umb /daz
deu sunne ist danne unperhaf t . jUnd daz sint deu sehs sumer zaichen, (dar nine
deu sunne in dem sumer leuffet. SJDaz sibent zaichen haizzt deu wag; wanne
jbo deu sunne dar inne leuft, feo ist ain ebennaht und wigt tag und naht geleich. *I
iDaz aht zaichen haizzt der schorp; wanne I als der schorp mit der zungen lekt
20 und mit dem zagel hekt und sticht, [11**] a!so[wenne deu sunne in daz zaichen
tritte, Iso ist si dez ersten senft und ze letzest scharpf . Sj Daz neunt zaichen
haizzet der schutz, dar umbfawanne deu kelden durch scheuzzet danne die men-
schen und ander creatur. *l|Daz zehende zaichen haizzt der stainpok, dar limb
az deu sunne danne ze perg steigt, als ain stainpok. SjDaz ainleft zaichen
25 haizzet der kruk; 'wanne deu zeit geuzet denne regenwazzer, reht als ain kruk.
^JDaz zwelft zaichen haizt die visch; [wanne deu zeit ist naz und kalt, reht als
ain visch in dem wage ist. [Oder deu zaichen habent ir namen von der stern
gestalt dar innen. JEin iegleich zaichen wirt getailt in dreizig stukke jind I die
haizzen grad. JUnd da von sint in dem tyrkraizze drei hundert und sehtzig grad,
30 [als die lll* a J sternseher sprechent. I Und ain iegleich grad tailt sich in sehtzig
2. a. B.: V. 7. a. R.: tf . 8. a. R.: U 9. a. R.: 2c- 10. die uber deu,
desgl. 14. 16 ( beidemal ) . 17 (beidemal) . 18. 20. 22. 24. 11. a. R.: Q. 15. a. R.: Tjp.
17. a. R.: £:. 19. a. R.: m. 21. a. i?.: ^. 22. gatt uber scheuzzet. 23. a. R.: %.
24. a. R.: Z?. 25. disse fiber deu, desgl 26. 27. 26. a. R.: J. 27. wazzer uber wage.
tig
1 /. beil der* Aufz&Mung Punkte hinter jedem Namen A. leu, stainbok, krug, vischlein,
a be d
iunckfrawlein, wag, schorp, schutzlein C. Die Buchsiaben sind rot darubergeschrieben und
sollen die riehtige Reihtnfolge her st ell en. 2. stainpok fehlt b. 5. schein stark bey vns 6.
16. sehs] funff b. 20. vnd hekt mit d. z. und C. 23/. daz zehende zaichen bis als
ain stainpok fehlt C, doch unten a. R. nachgetragen: Daz czehende czaichen h. d. s. dar vrab
wann sam der stainpok gehurnt scharph ist, also ist die czeit scharphhurnik mit chelten,
so die sunne vnter dem selben czaichen lauffet. 27 /. stern kraft gestalt C.
-. 1 - .rf«M
b •
19
minut ; j ain iegleich minut tailt sich in sehtzig andertail ; / ain iegleich andertail
stukt sich in sehtzig drittail ; (und also gent die stemseher piz an die sehsten
L
/
i
stapfeln. *I Und; als der stemseher den tyrkraiz tailt,! also tailet er ainen ieg-
leichen kraizjfer sei klain oder groz, in so vil stukke. < T|Du scholt auch wizzen
Iwie daz seildaz ain iegleich kraiz an dem himel gepruft werd als ain smaleu leng, 5
die kain praiten hat, [so wirt der tyrkraiz alain gepruft nach ainer praiten ; | un d
deu praiten hat der selben grad zwelf,[der deu leng dez kraizzes drei hundert •
und sehzig hat, als vor gesprochen ist. jUnd da von ligent etleich in der stern- .
seher kunst, jdie da sprechent /daz die himel /i /*&/ zaichen eben gevirt sein. I Daz
mag niht gesein. jWanne ain iegleich zaichen hat dreizzig grad an der lengen 10
und hat derselben neur zwelf an der praiten. fDa von ist ez niht eben gevirt;
jaber ez ist ge virekt , i als du sihst in der figur.
Deu lengen Heu ze mittelst ist gef fir^.
x durch den umbkraiz dez tyrkraizzes, deu
haizzet deu scheinprecherinne. Und deu
letst ze itweder seiten sehs grad an dem
tyrkraiz nach sainer praiten. '^Und haiz-
zet dar umb die 8chein/72 ro /precherinne,
wanne, )so deu sunne und der mon in
selber begegent under der lengen, so kumt
i
15
20
25
\ ain scheinprechen der sunnen und des mo-
nen. /Deu sunne leuft alle zeit under der
scheinprecherinne. Aber die andern pla-
neten die abnaigen sich gegen dem himel-
wagen und gegen mittemtag ; $ und sein
auch pei weiln under der schein preche - Figur 9.
rinne. Aber daz strike dez tyrkraizzes -das sich abnaiget von dem ebennehter
( gegen dem himelwagen, daz hat die namen die deu selb himelspitzze hat
» idie vor genant sein. ?Und deu sehs stukke (die sich anvahen von dem wider
uncrenden sich mit der juncfraun, die haizzen die siben ohsischen oder die 30
4. a. R.: 12 grad preitt. 13. disse uber Deu. die uber deu, desgl. 19. 28. 14. der
uber deu, desgl. beidemal 15. 16. auf uber ze. 22. die uber Deu. 29. disse Uber
deu. a. R. unten zwei Figuren: tin Quadrat und tin Rechteck; hineingeschrieben: Quadratt,
Quadrangel; links daneben: Quadratt gleichseyttig vnd winckelhackeneckig. Quadrangell
rechtwinckelhackeneckig vnd nit gleich seyttig.
1. sehtzig minut] s. andriu stuck 6. iegleich minut] i. ander taillstuck b. sehtzig
andertail] s. drittail b. if. von dem zweiten ain bis drittail feMt b. 6/. die bis zwelf]
an als vil der tyrkrais der zodiakus haist. der hat an der weit zwelf grad C. 1. kraizzes]
wazzers 6. 9. eben fehlt C. 11. daruon nicht obnan geuierdt b. 13. vor Deu: Vonn
dem mittelnn krayfs in dem tierkraifs merkee (rot) b. 15. Rasur in scheinpr.: ein r
zwischen sch und ei A. 15/. Und deu letst fehlt b. 16. lazt C. 21/. gen der
sunnen vnd dem m. C. 23 ff. Aber bis scheinprecherinne feMt C. Doch ist die Stelle unten
am Rande hinzugefugt. 29. stucke oder himellczaichen b. 30. siben] «6« b.
%
2
*
20
si ben sternigen zaichen, dar umb/daz si sich gegen den siben stern naigen,
'die der wagen haizzen o/72r&/der die ohsen; ^oder haizzen die sumerleichen
X zaichen , \ dar under deu sunne in dem Burner leufet. Daz ander stuk dez tyr-
kraizzes, Jdaz sich abnaiget von dem ebennehter gegen mittemtag, daz haizzet
I 5 daz mittentegleich stukke; und deu andern sehs himlzaichen,jdie sich anvahent
1 an der wag undfijenden sich mit den vischen, die haizzen die mittemtegleichen
zaichen oder die winder zaichen ;' wanne deu sunne leuft in dem winder in den
selben sehs zaichen. ^'Du scholt auch wizzen, jwenne wir sprechenjdaz deu sunne
in dem wider sei gder in ainem andern zaichen, [so ist es als vil gesprochen:
'10 1 deu sunne ist under dem zaichen in der weis (und wir vor daz himelzaichen haben
i
t
$
*
genomen. *l jAber in ainer andern weis nem wir daz himelzaichen fur ainen
112*«] virekten kegel;|dez kegels grunt ist die vorgenant praiten dez tyrkraizzes,
die wir ain zaichen hizzen, I und sein spitz ist in der erden mittelpunct. ^(Und
in der weis mug wir aigenleich gesprechen [ daz die plane ten in den zaichen sein.
15 SJ In der dritten weiz mug wir ain zaichen nemen, also daz wir prufen sehs kraizz
auf geajiurch dez tyrkraizzes spitzen und auch gen diirch die anvenge der zwelf
himelzaichen. • Und die sehs kraizze tailent gelich die runden grfizze in zwelf
sttikke,jdi ze mittelst prait sint £und gegen der himelspitze enge. |Die zwelf
stukke miig wir himelzaichen haizen, und daz stuk hat seinen namen von dem
20 himelzaichen Idaz begriffen wirt in zwain lengen. lUnd in der weis sint auch
die stern pei den himel [12**>] spitzzen in den himlzaichen. *I |ln der virden weis
mug wir ain himlzaichen nemen, idaz wir prufen ^flin leipheftig gr6zzen. Der
grunt sei daz himelzaichen,! als wir ez nemen in der dritten weis, und dez spitz
. sei auf dez tyrkraizzes ahsefi"; fund die grfizzen haizze wir ain himelzaichen. Und
25 in der weis sint alleu dink in der werlde in himelzaichen. 5 Die weis maht du
prufen in ainem zesniten apfel. < I. .
I Zwen ander grozze kraizz sint an der himel runden gr6zze gepruft, | die
haizzen die waltohsen zegel ; !und der amment ist (daz sie unterschaident' die
sunwenten und die ebenneht. | Die haizzen dar umb die waltohsen zegel, jwanne.
3. a. R.: die and 5 6 stuck mittetegleich ^ $ od c winder. 5. die uber deu,
dtsgl. 7. 8. 10. 28. ampt uber amment. a. R. unten /12 9U J Figur: Kreis; urn den Mittd-
punkt (Spitze Conus) Heiner Kreis (erdtreich); vom Mittelpunkt zwei Radien nach oben; an
das abgeschnittene Stuck Peripherie ist geschrieben: zeichen grunth basis. a. R. unten
[12 9b ] Figur: Kreis mit 2 senkrecht aufeinander stehenden Durchmessern. Zum wagerechten
Durchmesser sind 2 Parallelen ober- und unterhalb gezogen. An den Enden des senkrechten
Durchmessers stent geschrieben: polus zodiacus. Von dem einen Ende zum andern sind nach
der rechten und linken Hal fie des Kreises je 2 Bogen geschlagen, die die Fldchen zwischen
den 3 wagerechten Parallelen in 12 Teile teilen ; in die einzelnen Abschnitte sind die 12 Zeichen
der Tierhreise eing ezeichnet .
1. siben] »6* b. 6. wagen: en rot durchstrichen A. 9. wider] winter C. 10. und]
als C. 11. vor Aber: Ander weis wie etswaz sei in ainem zaichen (rot) C. 16. In auf
gen fehlt gen C. 24. zirkraizzes C. 27. vor Zwen: Vonn zwain kraizzen merck (rot) b.
21
<
•
als der waltohs seinen zagel sterzt, {so macht er ainen halben [12r*] kraiz ; [also
ist uns der himel kraiz alle zeit neur halber ansihtig. J Der erst ohsen zagel,; der
sunnen , daz
uns die sunwenden under sch ait, dgr get durch die himel spitzzen und durch
des tyrkraizzes spitzen und durch die aller grfisten abnai
ist durch den ersten
okes.
des krebs und durch den ersten punct
stain
6
[Und da von haizzt der erst punct
, }, da der ohsen zagel den
x x
tyr kraiz uber schrenke t , der
sunne ist^an dem punct, f so
sunne sich niht mer genaigen gegen unserm haubtpunct an dem himel.
haubtpunct ist ain punct geleich ob unsern haubten an dem himel gepri/15'V 10
unct der sumerlichen sunwenden : wannei so deu
sumerlichen sunwenden ; Junde mag auch die
Ein
fet.
Und der
ohisenzagels |der beslozzen wirt_zwischen dem punct der
x
s umerlichen sunwende n und zwischen dem ebennehter, der haizzet der sunnen
6steuderh6hung. I Und deu der h&hung hat nach Ptolomei sin drei und zwain
zig grad und ains iffid funfzig minut;/aber nach Almeon sin hat sie drei und
zwainzig grad und drei und dreizzig minut. ]Nu gelaub ich Ptolomeo pas,>wenne 15
ich daz stukke eben mizze. Auch der erste Dunct des stainpoks haizzt der puncte
der winder sunwenden ; I un
der
selben punct und dem ebennehter. haizzet
beslozzen zwischen dem
sunnen
er_ gr fateu
/ und ist geleich lank der sunnen grfisten h6hen . Der ander ohsen zagel get durch
widers und auch durch 20
die himel /73*"/ spitzen und durch den ersten puncte
den ersten puncte der wag, da die zwu ebenneht sein;(und
von haizzet er
reimen :
jjDer krebs die sunwenden geit
Umb dez
Veits zeit.
*•
i
Der stainpok ain ander trag
Umb sant Lucien tag.
Der wider geit ain ebennaht
Umb sand Gedruden praht..
Der swester geit uns deu wag
Umb sand Matheen tag.
30
5. o. R.: Siimer.
hawbtpunct. Cenith.
nung. 32 grad 51 minut.
veitz.
a. R.: eg).
a. JR.! % .
7. die itoer deu, <Ze0?/. 33.
13. disse uber deu der, <Ja« ro/ dur chstr iclien ist.
14. a. 2*..
-5 winder.
20. a. 22. ; V
.n-
29. a. #.: 3 lucientag.
30. a. #.: V gedrude.
33.
a.
i?.:
.n.
9. a. jR.:
a. J?.: may-
27. o. 12. : 55
matheen tag.
7. vmbschrenkt C der p. bis sunwenden fehlt b. 13. Bartholomeus b. 15. Winter
Ptolomeo rot durchstricken pto ^4.
27 #. geit 6w Matheen tag] Unde versus hec duo
solsticia faciunt cancor Gapricornus <? Sed noctes equantt aries et libera diebus {rot unter-
strichen). die erst sunwend gratt geit vmb santt Veitts tag der krebs vrab sant Lucien tag.
derr stainbock vnd vmb sant Gregorien tag. Der wider ebennechter vnd vmb sant Ewfemien
tag die waug ebennechter b.
29. der st. get in am ain ander tag C.
•
X
t
X
der ohsen zagel f der die ebenneht schaidet. (Die zwen ohsen zegel iberschren-
kent sich auf den himelspitzen, also jdaz von dem schrenken kome n aufg erehteu
winkellein, Jdie auch runden grozzig "Sein. € 1.
I Die stet und die zeit der sunwende n u nd der ebenneht hast du in disen 25 *x
i
%
22
INoch sint zwen ander grozz kraizze geprufet an der werld runden [13*t>/
grozzen: der mittemtager und der augenender. ^JDer mittemtager ist ain kraiz
durch die hymelspitzen und durch unsern haubtpunct. ((Und haizzt dar
Amb der mittemtager, ^wanne,jwo der mensch istjn welher zeit des j ares, [so deu
5 sunne dez tages kumt an seine ni mittemtager, po ist ez dem menschen mittag ;
I und dar umb haizzet"er dez mittentags kraiz. uTUnd du scholt brflfen|daz deu
statjdeu mer nahend^der sunnen aufgank, hat ainen andern mittentager wann
ideu mer abstetjron der sunnen aufgank. jlJnd der pog dez ebennehtersfder be-
slozzen wirt zwischen den zwain mittentagern , haizzet der stet lengen. Ist
10 aber fa az zwu"stet den selben mittentager haben, Iso sint si geleich abstend mit
ain [14'a] ander von der sunnen aufgang und von der sunnen undergang. SijAber
der augenender ist ain kraiz {der unserm gesiht gleich tailtjden obern halpEImel
von dem undern halphimel. [Und da von haizzt er der augenender Sund haizzet
auch der kraiz dez halphimels oder der halpwerld. fl Der augenender ist zwaier-
16 lai: der schilhende und der auf gereht.JDie leut haben den auf gerehten augen-
ender! der haubtpunct ist in dem ebennehter. iXJnd der selben leut augenender
get durch die himelspitzzen£und tailt den ebennehter in auf gerehteu runden
grdzzigeu winkelein; -und dar umb haizzet er der auf gereht augenender.] Den
schilhenden oder den genaigten augenender haben die leutj den ain himelspiFzze
20 erh6ht ist^ber iren augenender und /i^yjpeu ander ist in verporgen. / Und
der leut augenender fiber schrenkt den ebennehter also jdaz von dem schrfeltten
komen ungeleicheu und schilhendeu winkelein oder eklein ; fund da von haizzet
er der schilhend oder der genaigt augenender. |Du scholt auch wizzen- daz unser
haubtpunct alle zeit is^jfcz augenenders spitzzen. (Und da von ist dir offenpar
v
nem wir daz viertail des selben ohsen zagels|daz get von dem haubtpunct an
den augenender. (Seit nu deu selben zwai viertail dez selben kraizzes viertail
A
*
4
<
25 daz die der hfthung der himelspitzzen uber den schilhenden augenender als yc
groz ist ials groz die lengen unsers haubtpunct ist von dem ebennehter. (Daz
vind wir also: |seit an iegleichem tag paid ohsen zegel sich gesellei^jjLem mit-
tager zwir^ind wir reden von dem naturleichem tag, Ider gesament ist von tag
und von naht,\waz wir denne beweren^yon ainem,Jdaz '[14*<*] ist auch bewert von
30 dem andern. |Dar umb neme wir daz viertail dez ohsen zagels | der <|a schaitte
die sunwenden7[daz viertail get von dem ebennehter an die himelspitzze ; |und
y
§
2. a. R.: Mittentager oder meridianus.
4. die uber deu, desgl. 7. 8. 33.
6. disse
uber deu.
12. a. JR.: Augennenner oder Orizon.
1. vor Noch: Von anderp zwain kraizzen dem mittager vnd ec. C, Aber zwenn ander
krayzz (rot) b.
5.
dez tages fehlt C.
6. haizzet fehlt b.
wifsen vnd pruefen b.
7. zun8chen deu und mer rot durchstrichen stat A. If. wann bis aufgank] denne die statt
die gen der sunnen vndergang staund 6.
fehlt Cb; vgl. lat.: ab oriente et occidente.
das h zwischen p und w rot durchstrichen A.
strichen warn A.
10. selben fehlt C.
11. und bis undergang
12. haupthimel 6, desgl. 13.
14. halphw*ld:
29. zwischen naht und waz rot durch-
r
sint, ida von sint sie geleich lank. JNu ist ain kunst in der lore geometria,\ die
haizzt die erdenmezzerinne,Jdeu spricht also: 'Nimst du von geleichen grdzzen
geleich gr6zze oder geleicheu stflkke, J die be lei bend grozzen sint geleich.' [Nu
nem wir den pogenjder den zwain viertailn gemain ist,fder ist zwischen unserm
haubtpuncte und der hymelspitzzen, Jso sint die beleibenden stukke geleich. 5
JDer aines ist die derhfi [14* b ] hung der himelspitzzen Aber den augenender ' und
daz ander ist die verren dez haubtpunctes von dem ebennehter.
I Seit nu gesait ist^yon den sehs grozzen kraizzen,|nu w611e wir sagen von
>
denTier klainen. JNu scholt du prifen: Iwann deu sunne istjn dem ersten punct
des krebs oder in dem puncte der sumerleichen sunwenden,/ so beschreibt si 10 /X
mit dem zuken dez sternhimels ainen kraiz J und der wirt zeletst beschriben
von der sunnen gegen dem himelwagen odergegen der himelspitzzen \ die wir
perinne haizzen;(und da von haizzet er der kraiz der sumerleichen sunwenden X
4oder haizzet der sumerleich widerkerer. (Wanne die sunne begint sich danne
wider keren zu der undern halpwerld iund begint [IS**] fliehen von uns. /So 15
auch deu sunne ist in dem ersten puncte dez stainpoks oder in dem ersten puncte
der winder sunwenden, Iso schreibet si von dem zuken des sternhimels ainen * *
kraiz, (und der wirt ze Veist beschriben von der sunnen gegen mittemtag oder
gegen der himelspitzzen ] die deu widerperinne haizzet. jUnd j ft von haizzet
er der kraiz der winder sunwenden oder der winterisch widerkerer ; \ wanne 20 *
deu sunne kert sich danne wider zu uns. ^(Seit aber der tyrkraiz sich abnaiget
yon dem ebennehter, |so naigent sich auch des tyrkraizzes spitzzen von den
himelspitzzen. jSeit nu3er aht himel umb weltzt, [so weltzet auch der tyrkraiz
limb, (der ain stJRe des ahten himels ist, umb der werld ahs; {und da von waltzen
t
auch dez [15^] tyrkraizzes spitzzen limb die himelspitzzen. (Un# der kraiz 25
\ den des tyrkraizzes spitzzen beschreibt umb die himelspitzzen pei dem hymel-
•
t
wagen, der haizzt der pernkraiz. S! Aber der ander kraiz, {den deu ander tyr
kraizzes spitzzen beschreibet fimb die andern himlspitzzen,[die deu widerperinne
haizzet, der haizzt der widerpernkraiz . ^ Und dar umb,Jals lang deu aller gr6st
abnaigung der sunnen iBt.lals lang ist deu verren des tyrkraizzes spitzzen von 30
V x
der himelspitzzen. /Daz vmde wir also: l^Nem wir den ohsen zagel ider under-
schaitjjie zwu sunwenden, (der get durch des himels spitzzen und durch des
tyrkraizzes spitzzen. (Seit nu alleu viertail ains und dez selben kraizzes geleich
x
lang sint,/so ist daz viertail dez ohsen zagels von dem [15**] ebennehter an die
himelspitzzen geleich dem virtail dez ohsen zagels \daz ist von dem ersten puncte 35
4
1. a. R.: geometria messung. 2. die fiber deu, desgl. 9. 30. 9. a. R.: sumer 05.
16. a. R.: v. 21. a. R.: tyrkraifs. 27. a. R.: himelwage.
1. ain lere in der kunst b. 7. daz ist denn verre 6. 8. vor Seit: Von den vier
minnern kraizzen C, Vonn vier clainenn kraifsenn merk also (rot) b. 10. oder bis sun-
wenden fehlt C. 11. zuken] zirken C, stucken b. 16. das zveite ersten fehlt C b.
v
v
17. zuken] stucken b. 20. er 6, fehlt AC. 25. der b f den AC. 30. ist des ver-
risten t. C. 35. daz da ist C.
24
dez krebs an des tyrkraizzes spitzzen ; Jund da von beneme wir den zwain vier-
tailn ir gemain pogenj&der ist von dem ersten puncte dez krebs piz an die himel-
spitzzen, Iso beleibent die andern stukke geleich ;)der ains ist daz grfiste abnaigen
5 spitzzen. Beit aber der pernkraiz geleich abstet^yon der him el spitzzen,; ale offen-
bar ist,jso ist daz tail dez ohsen zagels Idaz zwischen dem ersten puncte dez krebs
ist und zwischen dem pernkraizze, vil nach zwivaldig gegen dem grfisten ab
wirt_zwischen dem pernkraizz [15**>] und der himel&pitzze, |der pog geleich ist
10 der sunnen gr6stem abnaigen. ISeit aber der ohsen zagel als auch ain ander
kraiz getailt wirtjn drei hundert und sehtzig grad,/ so hat ain viertail neunzig
t
20 mit den vier klainen kraizzen haizzeq, die f unf ebenverrer, niht dar umb /daz
ainer als verre von dem andern sei als der ander (fvanne daz ist f alsch , £als ^or
gesaget ist); [sunder dar umb haizzent sie die ebenverrer | daz zwen gegen ain
ander genomen geleich abstend von ain ander an alien iren sfiikken. |Und haizzt
.der ain ebenverrer der ebennehtig ebenverrer, j der ander haizzet der sumer
25 lichen sunwenden ebenverrer, f der dritte der winderisch sunwenden eben
verrer, der virde der pern ebenverrer, der funft der widerpern ebenverrer.
Du scholt auch brilfen Jdaz die vir klainen ebenverrer und der [16*b] ebennehter
underschaident an dem ETmel Mnf praiten oder funf reich. IXJnd da von sprach
*
Virgilius: j 'funf snur haldent den himel. '{IfEz sint auch funf den sniiren an dem
30 himel Mnf praiten antwiirtend auf der erden. /Und da von sprach Ovidius der
maister: rals vil praiten werdent in dem ertreicli gedrukt' ; Mind maint als vil
j als Virgilius het himelsnur gesetzet. /Deu snurldie ist zwischen "den zwain wider-
^erern, ist unwonhaft durch die grozzen hitzz*die da ist von der sunnen, 1 deu
'f-
a
1. a. R.: 05 V« D- 10. a. R.: 360 grad. a. R.: l / t 90 grad. 12. abnaigu
d c © 23 grad 51 minut. die uber deu. 15. a. R.: 48 grad. disse iiber deu. 16. a. R.:
90 grad. a. R.: peleibtt 42 grad vo ochsen zagell vo 05 vnd dem perenkraifs.
24. a. R.: 1 eben ferrer. a. R.: sumerliche sunwenden. 25. a. R.: winderisch.
26. a. R.: pernebenverrer. a. R.: widerpern. 32. die iiber Deu.
1. und so nem wir C. wir von den 6. 4/. von der h. fehlt C. 7. grozzer C.
12. das erste grad abgekiirzi: gd A. 13. Bartholomeus b. 21. geschrieben der andern.
das letzte n rot durchsirichen A. 23. von den andern b. 27. klainen fehlt C. 29. hal-
dent] habent C. 32. die ist feUt C.
der sunnen [ und daz ander ist deu verren des tyrkraizzes spizzen von der himel- x
x >
'—^^ — — — — j. —
naigen der sunnen oder gegen dem pogen dez selben ohsen zagels ider beslozzen X >
grad. ^jSeit danne deu grost abnaigung der sunnen nat i dr ei und zwainzig grad x
und ains~und funfzig minut und ain nu,(als Ptolomeus spricht,/so hat der pog
beslozzen zwischen dem pernkraizz und der pernhimelspitzzen auch als vil
15 grad. iNu geselle wir deu zwai,!so machent si vil nach aht und virzig grad;lund
benem wir die zal neunzig graden, [so beleibent zwen und virzig grad. (Als lank
ist der pog des ohsen zagels ( der beslozzen ist zwischen dem ersten puncte des > %
krebzs und dem pernkraizz; fund da von ist der [16ra] gelb pog vil nach zwivaldig
gegen dem gr6sten sunnen abnaigen. }Du scholt auch priifenfdaz der ebennehter • '
^
25
da leuft;lund daz tail der erden(daz geleichs dar unden ist, mag auch niht won- *
haft gesein dutch der grozzen hitz not. (Und die zwu snur oder die zwu gurteln
die umbslozzen werden von dem pernkraizze und von dem wider pernkraizz
pei den himelspitzzen, die sint /76»°7unwonhaft durch der grozzen kelden kraft,
i
deu da ist ; {wanne deu sunne ist von den z wain aller maist abstend . {Daz selb 5
scholt du aucli versten von den praiten der erden* die dar under stend. STAber A
die zwu sniirjder aineu ist u nder dem sumerlichen widerkerer und dempBtn-
kraizz,fund deu ander zwischen dem winderischem widerkerer und dem wider
pernkraiz, die sint wonhaf t ; (wg©ne si sint gemischet von kelden und von hitzze,
| die si habent ze paiden seiten ; rwanne si habent hitzz von dem tailj daz gegen 10
den widerkerern ist^und habentlEelden von dem tail gegen den hymelspitzzen .
selb schol man auch versten von den praiten der erden geleichs dar under. *
Daz drit capitel.
Wir nemen der himelzaichen aufgank und iren underval in zwa /70»V ier
hand weiz: wann nach der poeten und nach der sitenstraffer weiz, und nach 15
der 8ternseher weis. |Der aufgank und der underval der himelzaichen nach der * *
sitenstraffer weis ist drivaldig: der werltleich, der zeitleich, der siinnenleich .
•
Der wertleich aufgank der himelzaichen ist Jso ain himelzaichen oder ain
stern des tages auf get uber den augenender von der sunnen aufgank. H. Und
/wie daz sei/daz alle tag sehs himelzaichen aufgen,Jidoch mit ainer fiber tref fen- 20
•
den sprache haiz wir daz himelzaichen wertleich aufgen jin dem und mit dem
+
deu sunne dez morgens aufget ; !und der aufgank haizzet der aigen und der vor
derst und der tegleich aufgank. jVon dem auf gang hab wir ain ebenpild in dem
puch [I7ra] Virgily Jdaz er macht^on dem erden paue, jdo er lert seen pon und A
hirs und ander gelraid in dem lentzen, so deu sunneTin dem"olisen ist; /da 25
spricht er also : [ 'Der leuhtend ohs entsleuzzet uns daz jar mit seinen guldeinen
hftrnern;und der hunt get hinder sichjind under velt dem mi t tentager . ' [Der
hunt ist lun stern in ainem andern zaichen |iaz gegen dem ohsen uber stet.
/Aber der werleich undergank ist wider krigend dem werlthchem auf gang; wanne
rso die sunne werltleich aufget mit ainem zaicfien,7so get ain ander zaichen under 30
lHaz geleich gegen dem stet. TijVon dem undervalle sagt uns Virgilius in dem
Vorgenanten puch,*so er die kornsat lert in dem ende dez herbs tes , ^ so deu sunne
5. bei dental die uber deu, desgl. 8. 22. 25. 17. poeten uber sitenstraffer. 18. o. R.:
wertlich Cosmicus.
1. 1 auf ft in dem tail C. 1/. mag bis not feMt C. 3. wider p.] winter p. b. 8/. wider
pernkraiz] winter p. Cb; vgl. lat.: et circulum antarcticum. 12. dar vmb C. 14. vor Wir:
Vo de aufgank vn vnterual der zaichen (rot) C, Von der zaichen aufgang vnd vndergang
(rot) b. 26. entsl. sich uns A, e. u. b. 29^. wanne bis stet] Thaurus Scorpius (rot
unier stricken) wider kriegentt dem weltleichen aufgang. Aber der weltlich aufgang der
himelzaichen ist so die sunne aufgatt mit ainem czaichen oder inn ainem czaichen oder
vnderr ainem czaichen des himels so gautt ain ander zaichens des himels an vnder das da
geleich vber statt gein dem daz da aufgautt b.
r
26
zimleich somen den ffirhen bevelhest'.
V—
JDer
zeitleich aufgank der himlzaichen ist iso ain zaichen oder ain stern auf
X
daz si zeitleich auf gingen ; i und deu bestend wol mit ain ander an dem selben
natirleichen tag, [der auz tag und auz naht gesament ist. Jldoch ist daz unter-
20 schaiden: I wanne der werltleich underval ist gegen dem mbrgenJso deu sunne
auf get; aber der zeitleich aufgank ist nach vesper zeit , ? so deu sunne ist under-
gangen. |Der zeitleich underval ist widerkngend^em zeitleichen auf gang, reht
!als von den vordern gesagt ist. lUnd da von sprach Lucanus: j'Deu klain naht
twang di Snellen geschoz' ; und inainet den himelschutzzen, (der im zeitleichen
25 underginge
J Der sunnenleich aufgank ist iso ain himelzaichen oder ain stern mac, ge
sehen werden, dar umb /daz deu [TT* b ] sunne verre von im ist, ;und daz vor niht
fill jii * ■ ^ r- ..— ...
moht gesehen werden von der sunne n peiwesen. JDez aufganges ebenpild setzt
Ovidius in Fastis, so er spricht : rDer wazzerer under saz mit dem schilhendem
30 aimer' ; hind maint daz himelzaichen (daz der kruk haizzet. Und VirgiUus in
Georicis sprichet also: j Der stern der prinnenden kron ist undergangen oder
abgangen' ; ^und maint die kron | die pei dem schorpen stet, Jdie moht er niht
gesehen? do deu sunne in dem schorpen wazJDer sunnenleich undergank istfco
deu sunne nahent_ ainem stern oder ainem himelzaichen, also rdaz ez niht ge-
35 sehen wirt vor der sunnen schein und von irem glast. !Und dez "ebenpild setzt
4. a. R.: defs athlafs dochter. 7. a. R.: zeytiicher Cronicus. 10. die uber deu,
dtsgl. 18. 20. 21. 23. 27. 33. 26. a. JR.: Sunnenleich Elyacus.
6. fiirhen] fruchten C. 8/. zwischen undervalle und daz rot durchstrichen gegen .4.
17. sie giengen in dem herbst C. aufgingen] vnder gent 6. 18. vnd das mag wol ge-
schehen mit 6. 24. der feUt C. 27. verre hin von im ist und daz das vor C. ist.
Und der vor nicht mocht gesehen werden darumb das die sunne verre von im ist. vnd
der vor 6. 31/. oder abgangen fehlt Cb. 34. nahent] machet C. ainem h.] am h. C.
in dem schorpen ist; wajyiefso der schorpe mit der sunnen auf get, ? so vellt
der ohs under, jder geleichs gegen dem schorpen Aber stet. Jin dem ohsen stent
die pleyades oder [I7 rh ] daz siben gestirn ; fund die selben stern haizzent die
attlanten. |Nu spricht Virgilius also: ( 'die~ attlanten die schiilen dir e ver-
5 porgen werden', — >daz ist: ider ohs schol dir e under vallen — ;'e daz du den *
swimtjiber den augenender von der sunnen aufgank nach der sunnen under
valle,|daz ist gegen der naht und in der naht. >Und haizzet dar umb der zeit-
10 leich aufgank,lwanne deu selb zeit istjier sternprufer, j die des tages der stern %
niht geprufen miigen. [Von dem aufgang schreibt Ovidius in dem puch|daz
haizzet de Ponto, (da er klagt die langen zeit seines ellendes, fdo in die R6mer ,x
ein heteiLgesantjida sprichet er also ^ daz die pleyaden in irem aufgang machent
vier herbst, (und<maint mit den vier herbsten daz er vier jar in dem ellend sei
15 gewesen. 1\ Aber [17**] Virgilius wolt daz die pleyaden in dem herbst undervilen,
Iso spricht frvidiusdaz si in dem herbst auf gen. j Dar umb ^cholt du prufen daz
VirgiUus wolt ;daz sie werltleich aufgingeiujui dem her best jLaber Ovidius wolt
I
27
t
Virgilius an der vorgenanten stat,jso er sprichet:j'der hunt get hinder sich/und
undervelt dem mittemtager.' jEr get hinder sicn da vonjdaz er dem suhnen
glast stat lezt, lund da von veil er under, fdaz /18r*] er niht gesehen wirt. 3- Aber
ain ander puch hat:- 'und under velt dem* stern \der im wider ist, | daz ist der
sunnen stern; der benimt im mit seinem schein seinen anplik. 5 Ildoch ist daz 5
vorder auch gut;wanne deu sunne ist aller clerst in mittemtage.
|Nu sage wir von dem aufgang und von dem undervalle der himelzaichen
nachcier sternseher weis ; und von ersten an der auf gerehten runden grozze .
Idoch scholt du wizzenfdaz gem ain leut dem maister niht haldent^in diser lere.
Du scholt auch prufenjHaz der aufgank oder der underval aines himelzaichens 10
in der weis niht anders ist danne ain stuk des ebennehters aufgen oder under-
vallen mit dem himelzaichen! daz liber den augenender auf get oder under sinen
Ambkraiz velt. I Und daz zaichen haizzet gereht aufgen jmit dem ain gr6zzer
stukke dez ebennehters auf get. I Der aufgank und der under [18*J val der himel- / *
zaichen ist zwaierlay , Sals nu gesprochen ist ; hind zu geleicher weiz schol man 15
priifen von dem undervalle. ?Du scholt aucfT pruf en j daz vier viertail in der
auf gerehten runden gr6zzen sich eben geleichen an ir£n auf gengen ; £ind main
die viertail des tyrkraizzes* die sich anheben an den vier puncten: an den zwain
ebennehtigen und an den zwain sunwendigen puncten. [Und daz ist als vil ge-
sprochen: /wie grozze zeit verzert daz viertail des tyrkraizzes in seinem auf- 20
gange, in als grozzer zeit get daz viertail des ebennehters auf jdaz dem zuseitig v
ist. S! i Aber die stukke der viertail die verandern sich also (daz si niht geleich x
v
4*
aufgeng haben, >als zehant offenbar wirt. J/Ez ist auch ain lere spruch? daz ieg
leich zwen pogen dez tyrkraizzes f die geleich sint -und geleich abstend, von X
ainem der vorgenanten vier puncte geleich aufgenge habent;Amd dar nach 25 /
volget \daz die wider sehenden [18**] oder die wider krigenden himelzaichen
auch geTeich aufgeng und nidervelle haben. (Und daz spricht Lucanus, Jso er
sagt won dem ausgang Kathonis dez R6mers in daz lant Libiam gegen dem
ebennehter ; und sprichet also : 'Deu himelzaichen gent niht schelch, pioch der
<
schorp get gerehter dem ohsen! |Der wider gibt sein zeit niht der wag,moch 30 J
deu junkfrau haizzet die tregen visch abgen. J Und der schutz ist geleich den
zwinleinn ; | der feuht holtzpok ist geleich denTliaizzen krebs ; | noch der leb
wirt erh6ht uber den aimer.' J Da wil Lucanus der poet sprechen^daz den leuten
unter dem ebennehter oder nanen da pei die wider krigenden fe&ichen geleich
6. die uber deu.
3. lezt] setzt C. 4. hat daz er vnder velt G. 5. im seinen schein vnd seinen
anplick C. 6. gut fehlt 6. 7. vor Nu: Von dem aufgang vnd vnterual der czaichn
nach der sternseher weise (rot) C y Vonn dem vffgang vnd vndergang (rot) b. 14. aufget.
Aber das haifst schilhent aufgaun das mit dem ainen klainen stuck des ebennechters auf-
gautt. Der b. und der underval fehlt b. 17. eben] oben b. 21. das daz dem C. 23. lere
feUt C. 28. libia C, libatina b. 30. gerechter dann der achs 6. wider] winder C.
28
)( auf geng und geleich undervelle haben . j Die veintschaf t der zaichen ist beslozzen
id disen sprilchen:
Wag, wider, schorp, ohs, schutz, zwinlein
(Die nehsten zwai veint sein.
5 .- Pok, krebs, leb, kruk, visch, junkfrau
j Die nehsten flS^j zwai veint schau.
JUnde brufjdaz der redenstrik niht kreft hat | der also spricht: I'Die zwen
pogen sint geleich und auf gent mit ain ander (und alle zeit aufget ain grizzer
stukke dez ainen pogen wanne dez andern. par limbe aufget der pog sneller y
10J£lez grflzzer stukke ze aller zeit aufging.' jWanne dez striks an vehten ist offen- •
bar an den stfikken der vorgenanten viertail ; (wanne nem wir daz viertail des x x
tyrkraizzes f<Jaz ist von dez widern anvang piz an daz ende der zwinlein, lso • *
get alle zeit ain grfizzer stukke dez tyrkraizzes auf danne von dem viertail des * >
ebennehters Jdaz im zuwendig ist ; {und vol gent doch deu zwai virtail mit ain-
15 ander. ^Daz selb prufe auch von dem viertail dez tyrkraizzes ?daz is t y on dem *
anvang der wag piz an daz ende dez schutzzen. Wirt auch daz viertail dez
I
viertail des tyrkraizzes tdaz is t yo n dem punct dez stainpoks piz an daz ende
m mm ,— I *v mm m * m m ■ fc m m mm m mm m
der visch. ^[jldoch sprechent ander maister/daz daz niht mug eesein daz zwai
geleicheu virtail mit ain ander vol gen, JuncT daz alle zeit ain grfizzer stukke
ains vol ge danne dez andern . | (Sunder ez^ist alle zeit ain gr6zzer stukke des
25 halptails an dem viertail ob dem augenender ; |dar nach get dez andern halp-
tails an dem viertail alle zeit ain klainer stuTT uber den augenender wanne
des andern.
J In der schilhenden oder in der genaigten runden grfizze sint die zwu mittel
> * /
tyrkraizzes genomen jdaz ist von dem anvang (19?* / dez krebs piz an daz ende *
der juncfraun, [so aufget alle zeit ain grozzer stukke von dem viertail des >
ebennehters damie von dem virtail des tyrkraizzes • daz im zuendig ist; fund »
20 vol gent doch deu zwai viertail mit ain ander NfDaz selb prufe auch von 3em
*
i
*
t
X
des tyrkraizzes geleich iren aufgengen ; gxmd mai [19**1 ne die zwu mittel jdie >
30 genomen werden^von den zwain ebennehtigen puncten. JWanne deu mittel des v
tyrkraizzes fdeu ist^yon des widern anvang piz an daz ende der juncfraun, get i . *
auf mit der mittel des ebennehters Vler im zuendig ist ; J ze geleicher weiz deu , *
1. a. R.: gegen vber (im Text veintschaf t der diinn rot durchstrichen). 7. a. R.:
bewerung. 10. a. R.: disse bewerung. 20. die uber deu. 30. das uber deu, desgl.
31. 32. 32. dem uber dem ersten der.
7. der red stuck C f der erden s trick b. 10. aufging fehlt C. zwischen aufging und
Wanne rot unter stricken : Stancia (= instancia) b. striks] krebsen C, krebs b; vgl. lot.:
instancia huius argumentationis. 20. selb das prufe C. 28. vor In: Von dem auf-
gang vnd vnterual der himelzaichen in der schelchen runden grozz (rot) C, Vonn der rotundenn
grozz (rot) b. 30. e* hinter puncten A
29
«
ander mittel oder daz ander halptail dez tyrkraizzes hat geleich aufgeng mit dem
andern tail des ebennehters. T'Aber deu stukke der zwaier halptail verandern
sich in iren auf gengen ; Jwanne in dem halptail dez tyrkraizzes |daz ist^von dem x
x y
x v
anvang dez widern piz an daz ende der junkfraun, aufget alle zeit ain grdzzer
stukke des tyrkraizzes wanne dez ebennehters und vol gent doch paideu halp- 5 *
tail mit ain ander. J Widerwertiges geschiht an dem andern halptail dez tyr- /
kraizzesidaz ist von dem anvang der wag piz an daz end der visch;/wann alle x ?
\
zeit aufget daz gr&zzer tail des ebennehters wanne des tyrkraizzes juna vol [19
gent doch deu zwai halptail mit ain ander. [Und da von sint hi onenpar wider-
streit dem vorgenanten redenstrikke . ^TjAber der pog jder von ^dem widern 10
get^piz an daz ende der juncfraun in cfer~ scbilhenden runden gr6zze, klaint
sein aufgeng fiber die aufgeng der selben pogen in der gerehten runden grfizze. x
Aber die pogen J die von der wag gent piz an daz end der visch, merent ir auf- x
genge in der schilhenden runden grSzze Aber die aufgenge der selben pogen x
in der gerehten runden gr&zze. |si merent,|sprich ich, nach der selben grfizzen 15
und die pogen nach dem wider klainent. JNach dem hrolgt [daz ie zwen geleich
pogen gegen ain ander sehent in der schilhenden runden grozze habentir ge-
selten aufgenge geleich den gesamten aufgengen der selben pogen in der ge- x
rehten runden grftzzen. Wanne lals vil abwahsens ist an ainem stukke, mis vil ist
Y * .
zuwahsens an dem [19**>] andern stukke. ^JAin lere spruch ist! daz iegleiche zwen 20
geleich pogen j die geleich abstend von aintwederm der ebennehtigen puncte, >
habent ungeleich aufgenge. [Von dem alien volgtjdaz die naturleichen tag un
!
geleich sint; wanne der naturleich tag ist ain Amblauf dez ebennehters mit j x
ainem als grozzen stukke des tyrkraizzes ]wie groz ain stukke deu sunne in dez 1 x
*
Aberweltztjn irem aigenn lauf wider den sternhimel. jSeit nu die aufgeng der 25 >
pogen ungeleich sint, als of fenbar istJ n der gerehten runden gr6zze und in der
schilhenden runden grfizze, jtind die natArleichen tag gepruft werde n na ch den
zu setzen der aufgenge,! so r^ftzzent sie von not ungeleich sein; und daz geschiht *
an der gerehten runden gr6zze Amb ain sach : !daz ist deu schelchait des tyr- *
kraizzes. S! Aber in der schilhenden runden grdzze geschiht ez von zwain [20**] 30
y
\
i
sachen: deu w erst sach ist deu schelchhait des tvrkraizzes, deu ander sach ist daz *
schilhen des schilhenden augenenders. J Die dritten sach pfligt man dar zu ze ton
und deu ist der auzsatz der sunnen oder ir auzp uncte . \ Wie man daz vernem,
daz wirt her nach kunt. ^T.
/
* 2. die uber deu, desgl. dreimal 31. 19. a. R.: abnemens. a. R.: zunemens. 24. der
uber deu. 33. das Uber deu.
♦
1. aufgeng vnd vndergeng mit b. 2. andern halben t. 6. 8. wanne des t. fehlt b
10. rotunden strick 6. 13. zwischen pogen und die rot durchstrichen gen A. 15. ge
rehten fehlt C. 16. der pog nach dem pogen klained sich 0. klainende A, klainet b
17/. habent selten ir aufg, 6. 24. stuk ist da di s. C. 31. tyrkr. Aber in der schil
chenden rottunden grozz. die ander 6. 32. sach ist der phligt C.
30
Du scholt auch pruf en, [wenne deu sunne get yo n dem ersten puncte dez *j
stainpoks durch den wider piz in den ersten punct dez krebs, Up beschreibt >
si mit dem fimbrukke n des sternhimels hundert und zwen und ahtzig eben- <
verrer zwiveldig,Jon daz dar zu gevellt_von ainem tage und ainem viertail ainee >
6 tags; undtob die ebenverrer niht gantze kraizz sint,|seit si doch umbslingen
sint, [so haizze wir si doch kraizze. Sjln der ebenverrer zal sint di zwen wider- •
kerer und der ebennehter. (Und die kraizze beschreibet die sunne mit des stern-
himels limbrukjso si nu abstaigeWon 120**] dem ersten puncte dez krebs durch * *
die wag piz an den ersten punct dez stainpoks. !Und die kraizze haizzent der x
10 natiirleichen tag kraizz, da von | daz si beschriben werdenj^jji der selben zeit. •
Auch der selben kraizze pogenjdie ob dem augenender sint, haizzent der kun- »
stigen tag pogen. J Die kiinstigen tag beginnent sich an der sunnen aufgank fiber • *
den augenender [ und enden sich an der sunnen underval unter den augen- *
ender. <I!Aber die pogen der selben kraizze) die sint^unter dem augenender, dje X
16 haizzent der neht pogen. ^fa^ar umb in der aufgerehten runden gr6zzelseit ir
augenender get durch die himelspitzzen, fso tailt er alle die vorgenanten Eraizze
in geleicheu stukke, also (daz der tag pogen als lank sint»als der neht pogen den • .
leuten[die unter dem ebennehter sein,[ob ieman da gewonen mag,; und da yon
+
sint den selben leuten alle zeit eben [20*<*l neht J wa deu sunne untefclem himel-
20 zaichen leuft. *I fAber in der genaigten runden grozze so tailt der schilhend
augenender den ebennehter in zwai geleicheu stukke alain und niht mer. (Und
da von, | wenne deu sunne ist in aintwederm der ebennehtigen puncte, so ist x
der pog dez tages geleich dem pogen der naht, fund so ist auch ebennaht liber x y
al daz ertreich. S^^Aber der schilhend augenender tailt all die andern kraizze
25 in ungeleicheu stukke, also \ daz von alien den kraizzenjdie sint von dem eben-
r*
nehter piz an den widerkerer des krebs und auch in dem selben widerkerer, *
der pog des tages gr6zzer ist wann der pog der naht;lund der pog ob dem augen-
ender ist gr6zzer denne der pog unter dem augenender. Sj. Und da von in aller
1. die uber deu, desgl. 22. a. R. unten Figur: Kreis mit senk- und wagerechUm Durch-
messer; obtr- und unterhcUb zum wagerechten je 4 Parallden bis zur Peripherie, Vom Schnitt-
punkt der unteraten Parallele (winterliche Sunnewende) mit der Peripherie links bis zum
Schnittpunkt der obersten Parallele (sumerliche Sunnewende) mit der Peripherie rechts sind
eine Linie und ober- und unterhalb zu ihr 2 Parallelen gezogen, in die die 12 Tierhreiszeichen
geschrieben sind (vgl. Figur auf $. 20, Anm.). An dem wager echten Durchmesser ist links
Ebennechter, rechts Equinoctialis, an dem senkr echten oben polus mundi, etwas links davon
polus zodiaci, unten polus mundi, etwas rechts davon polus zodiaci geschrieben.
1. vor Du: Vonn der sunnen merck (rot) b. 1/. zwischen dez und st. rot
durchstrichen krebs A. 2. krebs vmb rucken so b. 3. vimbrukken] vber pruch 6.
4. on] in Cb. das daz dar C. 5. a. R. vom Schreiber der Hs.: nmbsling, darunter eine
Spirale gezeichnet, beides mit roter Tints. 6. ebenverrer] ebennahter C. 6/. zwen
vnder widerkerrer b. widerk. bis ebenn.] vnderkeret vnd den ebennachter C. 10/. da
bis Auch] So beschreibt si mit dem vber pruch b. 24. al der werlt b. 25. den stucken
oder kraizzen b.
i v
c
\
31
der zeit , ! so die sunne weltzet_von dem anvang dee widern durch den krebs X
piz an daz ende der juncfraun, so lengent sich die tag liber di neht [20**>]fund x
lengen sich ale vil mer; als vil deu sunne mer nahent zu dem krebs. ^TjAber in
alien den andern kraizzen di sint neben dem ebennehter und dem wicterkerer
des stainpoks, ist der kraiz under dem augenender lenger danne ob im und 5 *
klainer oben danne unden. [Dar limb ist der pog der neht lenger danne der pog x
9 U
des tags ; (und nach der pogen gestalt kurtzent sich die tag fiber die neht. Und * *
als vil die" kraizze neher sint^dem winderischem widerkerer , J als vil kfirtzzent
sich die windertag 4md lengent sich die neht. S^Dar fimbe prSfejob du nimst
zwen kraizze geleich abstend von dem ebennehter ze paiden seiten der runden 10 x
gr6zze, [als groz der pog dez tags ist Jn ainem kraizze, lale groz ist der pog der x /*
naht in dem andern. Dar nachivolgt,(ob wir nemen zwen naturleich tag in dem
i *I Aberso deu sunne ist in den winderzaichen,iso sint die neht lenger und die
H
geng lenger und gr6zzer den gesamten aufgengen der andern sets himlzaichen,
die sint von dem anvang des stainpoks durch den wider piz an daz end der X a
zwinlein. [Dar umb haizzent die vorgenanten sehs himelzaichen reht aufgende,
-und die ari3ern schilhend oder [21rbj schelch. ; Und da von sprichet Lucanus:
i'Deu zaichen gend reht 1 und vallend schelch von dem gestirn des krebs, als 26 v
lange piz daz der schfitzze gent wirt.' S^Aber deu andern zaichen werden schelch
gepornCurid absteigent an einem auf gerehten steigOUnd prfife auch mer: |so
' uns der aller lengst tak ist in dem su mer, I daz ist so deu sunne istm dem ersten
i puncte des krebs, {_so auf gend uns deu sehs himelzaichen ( deu gereht auf gend; *
und dez nahtes gend uns sehs himelzaichen schelch auf. JNu brfife auch wider- 30
wertig : so uns der klainst tag ist in dem winter, ] daz ist iso deu sunne istjn dem
ersten puncte dez stainpoks,) so auf gend uns des tags sehs zaichen deu schelch
auf gend, und des nahtes hab wir sehs zaichen reht auf gent. SL Aber'so deu sunne
/
17. die uber deu, desgl. 19. 26. 28. 29 (beidemal) . 31. 32. 33.
2. zwischen fiber und di rot durchstrichen de A. 6. oben] neben C; vgl. lat.: supra.
6. der n. lenger] des tages kurczer 6. 7. des tags] der nacht 6. 9 /. ob die minsten
zwenn 6. 11. tags bis kr.] kunstigen tags ist aines naturleichen tages b. 15. naht dez
andern fehlt b. 19. sumerz.] himelzaichen 6. 20. geselten] gesampten Cb. 21. grdzzer
denn die gesambten b. 24. oder schelch fehlt C. 25. schelch] schlecht b. 27. steig
aller lengest tag in dem sumer. Und b. 27 /. so Aller lengest tag sind in C. 28/. so auch
die sunne statt in dem ersten p. d. k. so aufg. b. 32. ersten puncte dez feMt Cb; vgl.
lat.: in principio capricorni. 8 tain bock Cb.
t
jare, geleich verre von ietwederm ebennehtigem [21**] puncte in paiden seiten
« *
der runden grozze,ials groz der kunstig tag ains naturleichen tags ist, [als groz X X
ist deu naht dez andern. jUnd daz ist nach der leut angesiht in dem satzze dez 15 * • *
augenenders; wannefals viTdeu himelspitzze mer derh6het wirt uber den augen-
I \ ender, jals vil gr6zzef~sint die sumertag,(so deu sunn istjn den sumerzaichen.
tage kfirtzer. S^IDu scholt auch prfifen/daz deu sehs sumerzaichen von dez krebz
anvang durch die wage piz an daz encle des schiitzzen habent ir geselten auf- 20 * f
♦
32
ist_in aintwederm der ebennehtigen puncte, too sint uns des tages dreu zaichen
^reht aufgend und dreu schelch. ^Ze geleicher weiz [2l*«] geschiht dez nahtes;
>Jwanne ez ist ain lere spruch in der sternBeher kunstj^der sprichet also: (*wie
lank oder wie kurtz der tag oder die naht sei,lso aufgen sehs zaichen dez tages
5 und sehs des nahtes. jDoch weder mer noch weder minner zaichen aufgend durch
die lengen oder durch die kurtzzen des tags oder der neht.' ^TJVon der worhait >
nem wir: .-spit ain stund niht anders ist danne ain grozzen der zeit'dar inne >
ain halbs himelzaichen vol get oder gantz aufget, [so sint in ietleichem kiin-
stigen tag zwelf naturleich stund und in der naht als vil, fund da yon sint
10 in dem natiirleichen tag vier und zwainzig stund. S^lAber in alien den kraizzen
(die sint^von der seiten dez ebennehters gegen dem mittemtag oder gegen
dem himelwagen, merent sick' und klainent sich die tag und die nehtjals
vil mer oder minner der reht aufgenden himelzaichen oder der schelch auf-
genden des tags aufgen oder 121**] dez nahtes.
16 j Du scholt auch prufeni daz den leuten \ der haubtpunct ist in dem eben-
nehter, deu sunne zwir in dem jar get durch iren haubtpuncte, jdaz ist iso deu
sunne ist^in dem anvang des widers und in dem anvang der wag, /und in den
zwain puncten sint den leuten zwu hoh sunwenden, so deu sunne gerihtes get
auf iren haubten/und niht neher zu in mag komen. [Dannoch sint den leuten
20 zwu sunwenden , | daz geschiht Iso deu sunne ist in den ersten puncten des stain -
poks und des krebs,Qund haizzent ir nider sunwenden/fwanne so ist deu sunne
aller verrest von irem haubtpunct ; \md da von ist uns kunt, j seit die leut alle
zeit ebenneht ha ben, Idaz si in dem jare vier sunwenden haben, zwu hoh und
zwu nider M Uns ist auch kunt.'daz sie zwen sumer haben, I daz ist (so deu sunne
1 *^-
26 ist in aintwederm der ebennehtigen [22r«] puncte. Si habeht auch zwen winter,
daz ist I so deu sunne ist in den ersten puncten des krebs und des stainpoks.
« .
t
\ X
■*
Und da von sprichet Alfraganus der maister daz den leuten der sumer und der
winder ainer schikunge sein;-wanne die zwu zeit i die uns sumer und winter sein,
+
v die sint den leuten zwen sumer"und zwen winter. 'Und da von sprichet Lucanus :
30 j'Ez ist f unden ' daz ain stat sei do der kraiz der hoten sunwenden sleh t de n ge- \
helbten umbkraiz der zaichen.' Da haizzet Lucanus den ebennehter den kraiz v
der hohen sunwenden, do die zwu hoh sunwenden an geschehen ; ^und spricht *
daz er slahe den gehelbten umbkraiz, daz ist 'daz er tailt den tyrkraiz in zwai
stukke. |Die leut habent auch in dem jare vier schaten , Ijyanne ' so deu sunne ist
36 in aintwederm der ebennehtigen puncte, so wirt ir schat des morgens geworfen^
\
18. die iiber deu, desgl. 20. 21. 24. 26. 34.
3. ain spruch b. 5. Doch] Noch C. 7. stund oder ain weil niht b. 14. nahtes mer
oder minder wirt 6. 15. wr Du: Daz dem ebennachter den lauten vnter die sunne zwir
im iar get durch iren haubtpunct vnd haben zwen sumer ec. {rot) C f Vonn dem haubt punckt
(rot) b. 15. der h. ist fehlt C. 19. haubt punckt 6. 24. Uns] Und C. 27. der
maister fehlt C. 31. Da] die C.
33
gegen der sunnen undergank und dez aben [22^] tes gegen der sunnen aufgank.
JDes mittemtags ist deu sunne geleichs under iren fuzzen,[j*o deu sunn geleichs
ob iren haubten ist. Aber/so deu sunne ist in den zaichen gegen der hi melperinne ,
{so wirf t sich ir schat gegen mittemtag ; ( und so deu sunne istjn den zaichen gegen
#
der widerperinne , Jso wirft sich ir schat gegen dem himelwagen. jDu scholt auch 5
prufen !daz den leuten die stern pei den himelspitzzen aufgend und nidervallen.
als etleichen andern leuten 'die pei dem ebennehter wonent. J Und da von spricht
<
Lucanus: j'daz klain wagen knehtlein scheint en klain,;daz"ez snel in der naht
ist' ; ? und maint daz ez snel ist in der naht under ze tauken; /und da von under-
taukt ez den leulen j>und scheint wenik. j Daz selb sternleiifhaizzet auch daz 10
ohsentreiberlein und daz wagenminnerlein, da von /daz ez den wagen Up hat
und in flirt; fund von dem selben undervalle des seTben sterns den vorge [22**] *
nanten leuten spricht Ovidius der maister: {'Der huter der perinne wirt under
2. die uber deu in ist deu. 3. die vber deu, desgl. 4. 21. 24. 29. 20. die uber
deu in deu unv. der uber deu in deu aller.
8. en A, ain Cb. 8/. daz ez bis naht] da es snel ist nach C. 9. tauken]
lauffen 6. 9/. undert.] vnderlaufft b. 11. ochsen treterlein C. 15. leuten fehlt 0.
20. vnueltig oder vngeleich ahs b. clerst] lest b. 21. erdenpau] ersten pau Cb; i
lot.: in Georgicis. fiirhtent] suchent C. 22. Si sullent furchten b. 23. vor Aber: Ain
haubtpunckt merck (rot) 6. 23//. Es folgen seeks Abschnitte, die bis auf i 34, 17//. mU
Aber den leuten beginnen. A und C haben die richtige Reihenfolge, b folgende UmsteUung:
2. 4. 5. 1. 3. 6. 24. daz] da C. 28. absten] stent C. 33. peronpeyen b.
Deutsche Texte des Mittelalters. XXIII.
3
getaukt in daz mer ; : und der selb pernhuter rflrt deu merwazzer mit seinem
gestirn.' -Par limb undervallent die stern gegen den himelspitzzen den leuten 15
e wonent unter dem ebennehter oind ain aufgereht runden grozze haben. \ Aber
in unserm wesen,;da wir wonen,/so sint uns die stern alle zeit ansihtiglund wir
verhsen sie nimmer, also daz si uns undervallen . [Und da von sprichet Virgilius:
j'der werbel ist uns alle zeit hoh' ; £md mainet den wagen. ifUnd Lucanus sprichet :
'deu unvelleich ahs deu aller clerst perinne . ' *I Und Virgffius in dem puch von 20
dem erdenpau sprichet also: I' Si f urhtent /daz deu perinne wer^jgetaukt in daz
merwazzej' ; tals er scholde sprechen : iSi scKuln des niht ffirhten.
(Aber daz geschiht den leuten jder haubtpunct ist zwischen dem ebennehter
und 3ez krebs widerkerer, [22**] 'daz deu sunne zwir get in dem jare durch iren
haubtpunct ; !und der selb kraiz liber schrenket den tyrEraiz zwer. *l|Daz vind 25
wir alsor^Brfif wir ainen kraiz jder gleich abste^yon dem selben ebennehter' und
ge__durch der selben leut hauotpuncte, jder kraiz uber schrenket den tyrkraiz
an zwain steten (die geleich absten_von dem anvang dez krebs. Und dar umb,
jso deu sunn istjn den zwain puncten,lso get si durch iren haubtpunct ; fund dar
umb habent die leut zwen winter und zwen sumer und vir sunwenden und vir 30
schaten, reht als die leutjjdie under dem ebennehter wonend. [Nu sprechent
etleich meister^daz Arabia daz lant da selbenst lige.fUnd da von sprach Lucanus
von den leuteiTVon ArabyTdie Pompeyo ze hilf konTen ze Rom: (' Ir seit komen
l
34
in ainen kraizjder eu unkunt ist;£ind wundert euch/'daz die linken schaten der *
werlde niht gend.' /Wanne in 123" j iren landen waren den leuten in etleichem
stilk des jares und an etleichem tag gereht schaten, und etswenne link, und v
etewenne aufgereht, etwenne gegen mittemtag, etwenn gegen dem himelwagen.
5/Aber do si komen ze Rom neben den widerkerer des krebs ,1 do heten si alle zeit >
♦-t-
schaten gegen dem himelwagen.
/Aber den leutenlder haubetpunct ist in dem widerkerer dez krebs, den >
get aeu sunne ze ainem mol in dem jare durch iren haubtpuncte, |daz ist teo deu
sunne ist in dem ersten punct des krebs ;|nnd so ist auch den leuten aniline m x
10 tag des jares ain aufgerehter schat. ?Und 3a ist Cyene deu stat und daz lant. x
| So nu die poeten sprechenldaz Cyen sein schaten niht pige,^daz verste~von ainem
mittemtage ains tages in dem jare;|wanne in dem andern tail des gantzzen jares
wirft sich ir schat gegen dem himelwagen. /Aber den leutenlder haubtpunct/23r*7
ist zwischen des krebs widerkerer und dem pernkraizze, den kfimt deu sunne
15 ewikleich nimmer durch iren haubtpunct ; (und der leut schat wirft sich alle zeit
gegen dem himelwagen. [Und also ist unser wonung.
JDu scholt auch j>TMen\da,z , nach etlicher meister sin, der morn lant,\daz
in late in Ethyopia haizzet, oder ein sein tail gelegen ist pei dem krebs. /Und
da von spricht Lucanus: J 'Daz ertreich der morn wfirde von kainem reich ge
20 drfiket de s zaic hentragers jfez ffirging denne deu letst clo des gekrfimten ohsen
mit seiner gepogenn knischeiben.' *I /Dar limb sprechen die maister I daz daz
himelzaichen hie unaigentleich werd genomen fur ain gestalt oder fur aSi forme
t
(
1. a. R.: euch (im Text eu tot durchstrichen) 8. beidemal die uber deu.
4/. aufgereht. Ettwenn gegen der sunnen aufgeng. Etwenn gegen derr sunnen
vndergang. Etw. g. mit. 6. 10. Cyene] tynn C. 17. vor Du: Von dem moren lande
ec (rot) C. 24. zirkrais C. 27. fuhz: h schxrarz durchstrichen A. 33. vernunft] kunst C
> v
»
v
'die nach irem grflsten tail seijn dem himlzaichenfdaz der ohs haizzet; und da
von, fseit der ohs nach seinem grozzen tail istjn dem tyrkraizze^idoch strekt
25 er seinen fuz fiber den widerke [23**] rer des krebs, fund also drfikt er mornlant, X
wie daz s&i/daz kain stukke des tyrkraizzes daz selb mornlant drfik; wanne *
strekt sich der fuz des ohsen, Ida von Lucanus spricht, gegen dem ebennehter, y
I &o wer ez gerihtes fiber gegen dem wider oder gegen ainem andern zaichen.
TJnd so wfird auch Ethyopia gedrukket von dem wider oder von der junc-
30 frauen oder von andern, ale uns kunt ist an den kraizzenldie ebenverrer haizzen,
die limb gefurt sein_dem ebennehter auf den haubtpuncte der morn durch den >
wider und durch die junkfrauen und durch die andern himelzaichen. [Aber
diser meister sinne widerspricht die natfirleich vernunft; und wfirden die morn *
geporne in dem gemischtem reich, |daz von kelden und von hitzze gemischet
35 ist^so wern si so swartz niht. CFnd da von spreche wir/daz daz stukke morlandes
da *von Lucanus sprichet, istjjpder dem ebennehter, ,'uhd daz der fuz des [23**] X
ohsen, ; da von der meister sprichet, wirt gestrekket gegen* 3eni "ebennehter. *Und
t
35
§0 underschaid wir danne die himelzaichen und deu reich £ind sprechen [ daz
der vordersten himelzaichen zwai sint^dar inne die zwu sunwenden geschehen,
und zwaijdar inne die zwu ebenneht geschehen; und die haizzen auch die angel-
zaichen, dar umb wanne, yals deu tilr in dem angel aufget und zuget, /also ver
andert sich deu sunne und daz jar vorderleich in den vier zaichen. (Aber deu 5
reich haizzent die himelzaichen* die zwischen den vim sint^fund da von ist uns
kunt, .seit daz mornlant ist under dem ebennehter,i daz es von kainem reich
gedrukt wirt; aber ez wirt gedrukt von den zwain aiigelzaichen , von dem wider
und von der wage
^lAber den leutenjder haubetpunct ist in dem pernkraizze, den geschiht an 10
iegleiehem tag in dem jare/daz ir haubtpuncte [24r<>] ain dink wirdet mit dez
tyrkraizzes spitzzen ; rund so habent sie den tyrkraiz oder di scheinprecherinne #
zu ainem augenender. ! Also sprichet Alfraganus fdaz da selbenst der tyrkraiz
sich naige ajif den kraiz der halpwerlde. /Seit nu der sternhimel on underloz x
umbweltzet, f so fiber schrenket der augenencier den tyrkraiz in ainer nu,! daz 15
ist in ainer untailleichen mozzej'und seit die zwen kraizze sint der gr6zzern
kraizze zwen, /so uber schrenkent si sich in zwai geleicheu tail;jund ain halp-
tail des tyrkraizzes swimt fiber den augenender (und daz ander halbtail wirt *
under gejirflkt. Und daz sprichet Alfraganus | daz da sehs zaichen snelle auf-
gen und/ deu andern sehs werdent unter ge tan mit dem ebennehter. ^'Und seit 20
in der scheinprecherinne etswenne ist^ir augenender, jdaz ist (so deu sunne ist^
in dem ersten punct des krebs,/ so wirt den leuten ain tak von vier und [24r*>] >
zwainzig stunden; und reht als'ain nu ist in naht. /Wanne deu sunne rurt irn
U-«f*
augenender, reht als in ainer nu, und swimt zehanfuber sich; 'und daz kurtz
ruren ist ir naht. 1 \Widerwartigs geschiht -so deu sunne ist in dem ersten puncte 25
dez stainpoks^so ist ir naht von vier und zwainzig stunden, jund reht als ein *
nu i$t in tag.
f
^Aber den leuten I der haubtpunct ist zwischen dem pernkraizze und der
pernhimelspitzze , geschiht I daz ir augenender uberschrenket den tyrkraiz an
zwain puncten |die geleich absten von dem ersten puncte des krebs, £und an 30 A
dem limblauf des sternhimels geschiht? daz daz tail des tyrkraizzes jdaz zwischen
gevangen ist, alle zeit beleibet ob dem augenender. ; Und da von ist uns kunt,
\ als lang deu sunne ist in dem selben tail,/ so ist ain tak on afle neht ; 'und ob daz
selb tail ist als groz als ain zaichen,/ so ist in ain [24**] tak als lank als ain moned
5. beidemal die uber deu. 15. um begat uber umbweltzet. a. R.: in aynem augen-
plick (im Text in ainer nu rot dunn durchstrichen) . 23. a. R.: augenplick, desgl. 24. 27.
23. die uber deu, desgl. 25. 33.
3/. augen zaichen C, desgl. 8. 4. angel] augen C. 5. vorderleich fehlt Cb. 9. hinter
wage: den vmblauf des sternhimels geschicht bis in ainer rehten ordenunge b. Die Partie
steht 35, 31 — 36, 13, wo sie sich bei b noch einmal findet. 13. alfogranus C. 14. halpw.]
halben kraifse der weldt b. 15. ainer] ainem C 9 desgl. 24. 19. Alphagranus C. 20. Und]
Dann C. 23. in] ain 6. 27. in] im C, ain b. 28. haubt fehlt C. 32. uns feUt C.
3*
v >
36
oder als vier wochen;\md also prfif ;ob ez lenger oder ktirtzzer ist. S£Ze geleicher
weiz geschiht den selben leuten fdaz daz tail; daz zwischen gevangen ist von den
zwain punctenidie geleich abstend von dem anvang dez stainpoks, alle zeit >
beleibet unter dem augenender; und dar umb, /so deu sunne ist an dem selben
5 tail dez"tyrkraizzes,/so ist ain naht als lank;-als vil deu sunne an dem tail be- x
leibt. ^[Aber deu andern zaichen {die in aufgend und unter valient, di haldent
sich also/daz daz hinder e aufget danne daz vorder, als der ohs vor dem wider,
und der wider vor den vischen, und die visch vor dem wazzerer. /Und die
zaichen Idie widerwarts gegen den sten, die aufgend in nach ainer renfen orde
10 nungund nidervallen in rukh'ngen, [als cler schorp undervellet vor der wag
deu wag vor der juncfrauen, deu juncfrau vor dem lewen. jldoch deu zaichen
| die wider [24**>] warts stend gegen den , deu under valient in ainer rehten orde
nunge.
Aber den leutenjder haubetpunct ist in der pernspitzzen, den geschiht/ daz
15 ir augenender ain dink istjnit dem ebenRehter. /Seit nu der augenender uber-
schrenket den tyrkraiz in geleicheu tail, /so lezt IF augenender ain halptail des
tyrkraiz8 ob im und daz ander halptail under im ; und da von,^so die sunne leuft
durch daz halptail (daz ist von dem anvang dez w r iders piz an daz ende der junc-
frauen, 'so ist ain tag on underloz; und /so die sunne leufet an dem andern halp
20 tailjdaz ist jron dem anvang der wag piz an daz ende der visch, /so ist ain naht
on tak. ^.'Dar flmb ist den leuten ain halpjar tak und daz anderTialp j ar naht;
/und also isF daz gantz jar ain naturleich tak. *I! Seit aber deu sunne den leuten
nimmer wirt gedrukt unter iren [25r<>] augenender mer denne drei und zwainzig
v gracffso dunket diclTTHaz ez in ewicleich tag sei und nimmer naht; wanne wir
25 sprecKen des morgens^so ez liht,jez sei tak,!wie daz sei daz deu sunne dannoch
under dem augenender sei. Dar zu spreche wir/daz kain Eunstiger tak ist e deu
sunne fiber den augenender kumtVwie daz sei /3az die gemain der leute e tage
4. die aber deu, desgl. 5. 6. 11 (in deu j.). 12. 22. 25. 28 beidemcd. 29. 21. tag
iiber dem zireiten tak; a. E. tag. 26. tag uber tak.
14/. daz bis mit fehlt b. 23. augenender denne AC. mer denne fehlt b. 27. zwischen
daz und die rot durchstrichen sei A. 32/. dar bis niht fehlt C.
X
+
N *
#
haizzen;/ wanne deu naturleich vernunft hebt den kunstigen tak an so deu sunne
aufget jiber den augenender, und endet in;so deu sunne under den augenender
30 get. Daz aber dich bedunket daz da ewigs liht sei, /dar zu spreche wir/daz der
luft neblik ist und dikke oder gar tunkel und der sunnen schein gar krank, /un d
da von hebt die sunne mer dunst auf/ danne si verzern mug; dar umb derleuht
si den luft niht. ]Du scholt auch unser puch niht straff en /daz es widerspruchig
sei an im selber, dar limbe/daz wir vor gesprochen [25rt>] haBen/daz niman mug
35 gewonen under der pernspitzzen oder an etleichen andern steten, und daz wir
nu haben gesprochen von den nehten und von den tagen der leutjdie an den x
selben steten wonent; wanne wir haben nu gesprochen mit s61hem gedinge:
I
%
37
bb daz were daz leut da wonten und,ob niht leut da wonten,/so wonten doch
ander creatur an den selben steten, als die element luft, wazzer und erd und
ander dinkjlund die haben die neht und die tag,(als wir gesprochen haben.
Nu w611e wir sagen von der anderung der wonung auf erden. AJnd der sint X
si ben wonhaft, als die meister sagen; /was aber dar fiber leut wonentAdie wonung 5
9& M
haizzen die maister inseln, dar timb/daz sie p6s und niht wol fruhtper sint.^Nu
brufe wir ainen kraiz auf der erden per gerihtes underligjlem ebennehter, Jund
va
der in seiner praiten umbslizzejdaz ertreich ;}und prufe wir auch ainen an/25
dern kraiz in der praiten des ertreichs,jder ge durch der sunnen aufgank und x '
durch der sunnen undergank und durch die himelspitzzen. / U nd di zwen kraizze 10 '
fiberschrenkent sich zu gerehten sinbeln ekleinen oder winkeleinn£und tailent
daz gantz ertreich in vier geleicheu stukke. J Und der selben viertail aines ist ■
wonhaft, (daz istfdaz beslozzen ist zwischen dem halben kraizz\der gefiirt ist
von der sunnen aufgank in der sunnen undergank in der praiten dez ebennehters, • * *
und zwischen dem kraizze (der gefiirt ist^yon der sunnen aufgank in der sunnen 15 •
undergank durch die pernspitzzen . /Idoch ist daz viertail ze mal niht wonhaft, '
/wanne dez selben viertails stiikke} die dem ebennehter nahent sint, deu sint • •
un wonhaft von der grozzen hitzze. (Auch dez selben viertails stiikej die nahent
sint der pernspitzze, sint unwonhaft durch die grozzen kelden, j die da sint.
•
^Dar limb prufe wir ain lengen (die geleich [25**] abste von dem ebennehter, [und 20
die tail deu stukke des viertails jdeu unwonhaft sint von der grozzen hitzzen, x
von den stiikken *die wonhaft sein gegen dem himelwagen.^Und priife wir auch
ain lengen [die geleich abste von der pernspitzze, /und die tail deu stukkel die
unwonhaft sint_yon grozzen kelden \ und nahent sint der pernspitzzen, von den
wonhaften stiikken gegen dem ebennehter. £Und zwischen den zwain lengen 25
verste wir sehs lengen ebenverrerinne dem ebennehter [und die mit den zwain
vorgenanten lengen tailent daz gantz wonhaft viertail in siben stiikke ; /und
die siben stiikke haizzent IHe siben wonung ^und haizzen ze latein clymata.
Daz zemal sihstu in disem ebenpild oder in diser figur.
/26>«/|Daz mittel der ersten wonung ist kia die lengen des gr6sten tages 30 * a
hat^dreizehen stund; /und wirt die himelspitzze derh6ht uber der halpwerlde
kraiz sehzehen grad. Sr/Und haizzet die wonung Dyameros von der stat Meroe
! die da gelegen ist. T Aber der [26n>j wonung anvank ist da die lengen des tages # v
hat^zwelf stund und ain halb und ain viertail ainer stund ;/uftd strekt sich der >
wonung praiten piz an die stat xia die lengen des tages hat dreizehen stund und 35
ain virtail ainer stund. /Und wirt deu himelspitzze erh6het~uber [26** J den augen- \
1. und bis da wonten feMt C. 4. tor Nu: Von der andrug der wonog auf erden
(rat) C. 5. wonhaft fehlt C. 5/. siben namhaft als die maister Innseln. Darumb
daz si nichtt wol b. 7. wir feMt C. 16. viertail nit gancz wonhaft C. 17. sint
fehlt O. 22. gegen dem h. feMt C. 30. vor Daz: Das erst mittel der wonung C, Die
erst wonung (rot) 6. 32. Dyomors b. meroes C.
38
Figur 10.
ender zwainzig grad und ainen halben grad;! und daz ist auf der lengen dez ert
reichs vier hundert und vierzig meil.
X
Daz mittel der andern wonung ist /da der grfiste tak hat dreizehen stunde k
und ain halb;!und deu himelspitzze wirTderh6ht uber den augenender vier und
6 zwainzig grad und ain viertail aines grades. (Und haizzet deu wonung Dyazenos .
von der stat Cyene die da ligt. 5 Aber der wonung praiten ist von dem ende
1
der ersten wonung piz an die stat da der gr&st tak hat dreizehen stund und ain
halb und ain viertail ainer stunde. /Und wirt deu himelspitzze erhflhet uber
den augenender siben und zwainzig grad und ainen halben grad; und daz ist
10 auf dem ertreich vier hundert meil.
x
\
Daz mittel der dritten wonung ist da der gr&st tag hat vierzehen stunde;
4. die uber deu, desgl. 5. 8.
3. vor Daz: Die ander wonung (rot) b.
6. Dy
6, dyameros A, dyamero C
11. vor Daz: Die dritt wonung (rot) 6. Figur 10 steht in A hinter 37
29
*
39
jund ist deu himelspitzze erh6het Aber den augenender [26**>] dreizzig grad und
ainen halben grad und ain viertail aines grades. /Und haizzet die wonung Dia- x
lexandros von der stat Alexandria i die da ligt. ^Aber der wonung praiten ist '
von dem ende der andern wonung piz an die stat \ da der gr6st tak hat y
vierzehen stund und ain viertail ainer stund. Und die hdhen der himelspitzze 5 A *
hat drei und dreizzig grad und zwai drittail ; , daz ist auf der erden drei-
huncTert und funfzig meil.
\Daz mittel der vierden wonung ist /da der gr6st tage hat vierzehen stund *
/
und ain halb; fund die h&hen der himelahs hat sehs und dreizzig grad und zwai *
finf tail;) daz ist auf der erden dreuhundert meil. /Und di wonung haizzet Dyarody 10
von der inseln Rodos. ^Der wonung praiten isF von dem end der dritten wo- • *
nung piz an die stat da der lengst tag hat vierzehen stund und ain halb und
ain vir /27ra/ tail ainef 'stund. ^/Und deu hfihen der himelspitzz hat vier und
dreizzig grad.
Daz mittel der funften wonung ist f da der gr6st tag hat funfzehen stund; 15
x *
und deu h6hen der himelspitzze hat ainen und vierzig grad und ain drittail > /
ains grades. AUnd haizzet deu wonung Diaromes von der stat Rom!die da liget.
*IjAber der selben wonung praiten ist von dem ende der virden wonung piz
an "die stat f da die lengen dez lengsten tags hat fiinfzehen stund und ain vier-
tail ainer stunde. (Und die h6hen der ahsen hat drei und vierzig grad und 20 / X
ainen halben grad; fund daz ist auf der erden zwu hundert meil und fflnf und
fftnfzig meil.
|Daz mittel der sehsten wonung ist f da der lengst tag hat_fjinfzehen stund X
und ain halb ;> und deu himelspitzz wirt erhflhet uber den augenender fAnf und
vierzig grad und zwai finftail aines [27rb] grads. £Und haizzet die wonung 25 x
Dyaboristines von der stat Oristen jdie da ligt. ^ *Und der wonung praiten ist
von dem ende der funften wonung piz an die stat ida der lengst tage hat funf- *
zehen stunde und ain halb und ain ffinftail ainer stunde. JJnd die himelahs \
ist derhfihet siben und vierzig grad und ain viertail aines grades ; (daz ist auf
der erden zwu hundert und funfzehen meil.
v
30
jDaz mittel der sibenden wonung ist /da deu lengen dez gr&sten tags hat
sehzehen stund; und deu h6hen der hinielspitzzen hat aht und vierzig grad
und zwai drittail? /Und haizzet die wonung Dyarifios von den pergen Rifei,
Ida sich Lamparten von deutschen landen tailt. (Also etleich sprechent ; Jund ist
y
1. die uber deu, desgl. 13. 16. 24. 31. 17. der uber deu.
2 /. Dyalexandrios 6. 8. vor Daz: .Die vierd wonung (rot) b. 9. zwischen die und
hdhen rot durchstrichtn h&hung A, 10. dyorody C, Dyarrody b. 11. Rodes 6. 15. vor
Daz: Die funft wonunge (rot) b. 16. ztoischen und und deu rot durchstrichen ain halb A.
17. Dyarames b. die da liget fehlt C. 23. vor Daz: Die sechst wonung (rot) 6.
29. abgekurzt gd A. 30. dritthalb hundert meil C, «250» meil b. 31. vor Daz: Die
sibenndt wonung merk (rot) b. 33. dyarifus C, Dyaripheos 6. riffey O. 34. etleich] geleich 6.
40
auch war, /als du ez vinden maht an den lengsten tagen,job du der selben tag
stund bruiest in dem horalogi o "nach der zallund wir gesprochen haben.
Aber der wonung /27»«/ praiten ist von dem ende der sehsten wonung piz an
"Hie stat/da der gr6ste tag hatjjehzehen stund und ain viertail ainer stund. I Und
5 deu himelspitzze wirt erhflht uber den augenender funfzig grad und ainen
10 zalt mit den wonung
jDu scholt auch prMen/daz die gantz anderung der wonung von irm auf
gang piz an ir ende hat_drei stund und ain halbe;/und die h6hen der himel
pitzzen uber den augenender verandert sich nacn aht und dreizzig graden
ar iimb ist uns nu kunt die praiten ainer iegleichen wonung von irm anvang
15 gegen dem ebennehter piz an ir end gegen [27** ] der pernspitzzen, und daz die
ist danne die praiten der andern wonung
y
20
praiten der ersten wonung grflzzer ___ r „__
und der andern grftzzer danne der dritten ; wpd also ist auch den andern
(Aber deu lengen ainer igleichen wonung
mag haizzen die lengen (deu gefurt ist \tqji
der sunnen aufgank in der sunnen under-
25
30
gank
deu geleich abstet von dem eben
nehter. /Und da von ist deu lengen der
ersten wonung gr6
denne deu lengen
der andern wonung; /und also haben sich
auch die andern in irre ordnung.
Nu w611e wir sagen von den kraizzen
der si ben planeten und von irn schein-
geprechen.JNu br fife /daz deu sunne ainen
kraiz hat. \
Figur 11.
inne si weltzet under der
*
scheinprecherinne,; und der kraiz ist auz-
punctig. ^TlAin iglelch kraiz ist auzpunctig,
der selbider daz ertreich
und
auch
ain
t
tailt in zwai geleicheu stukke und doch
[28ro] seinen mittelpunct niht hat mit dein mittelpunct der erden, j sunder er
35 hat in auz der erden. <T ; Aber der punct in dem auzpunctigen kraizze'der aller
18. die uber deu, desgl. 19. 22. 23.
21. der uber deu.
1. lengsten] letzsten C. 2. zal fehlt b. 11. vor Du: Vonn der endrung der wonungee
(rot) 6.
fehlt b.
14. zwischen von und irm rot durchsirichen ainer A. 18 //. Aber bis ordenung
26. vor Nu: Vo den kraizzen d c siben planeten ec (rot) C, Vonn
pi. merck
(rot) b. Mit Z. 26 beginrU das 4. Kapitel.
31. Das lat. Original liest hier: Eccentricus
circulus dicitur non omnis circulus, sed solum talis qui dividens terrain
Ist danach
zu andern ?
32. und bis selb rot durchstrichen C. der selb fehlt 6.
35. auz] in b.
•
X
x
halben grad und ain virtail aines grads; daz ist auf dem ertreich hundert und K
fflnf und ahtzig meil.
£Wie daz sei/daz uber die siben wonung mer inseln seinlda die leut wonen
idoch waz der sintj die sein poser wonung. I Und dar umb werdent sie niht ge
K
V
>
y v
X
»
V
i
«
\
41
i
•
maist nahent zu dem sternhimel, der haizzt die aufhdhen und haizzet ze latein
aux. Und defpunct |der im geleichs widersehend ist ,^ij^aller verst von dem
sternhimel ist, der haizzet deu widerlag der aufh6hen.
*
scholt auch prufen/daz der sunnen zwen leuf sint von dem undervalle
an den aufgank. jDer erst ist ir aigen lauf an irem [28rb] auzpunctigem kraizze; 5
Alar inne leuft sie in tag und in naht vil nach sehtzig minut. J Der ander
sunnen lauf ist ir runden grdzze lauf auf der ahs und auf der spitzzen dez tyr- • X
kraizze und ist geleich dem laufe dez sternhimels ; Wanne es weltzzet auch der * •
+
i
sunnen himel in hundert jaren neur ainen grad, reht als der sternhimel. StfAuz
den zwain leuffen der sunnen neme wir iren lauf in dem zaichentrager vonSem 10
undervalle in den aufgank, [mit dem lauffe sie absneit den tyrkraizz in drein
hunderten und in funf und sehzig tagen und in ainem viertail aines tages, on /
ain klains stflkke, ?daz kaum prufleich ist nach dem zwelften tail ainer stund. >
Und daz klain stukke macht uns a lieu deu irrsalldie wir haben in der zal der *
zeit. *I J Ain igleich planet on die sunnen hat drei kraizz: den geleicher, den 15
furer und den uberkraiz. fDer geleicher des monen ist ain [28*«J zupunctiger x
i
sint doch die zwene kraizze in der selben praiten. °[)Nu priife mer/daz igleich 30
planet on die sunnen seinen uberkraiz hat. J Der uberkraiz ist ain klainer kraiz
\durch des limbvart der planet weltzzet, /und dez selben uberkraizzs mittelpunct %
weltzzet alle zeit in der limbvart des furers. S!/Ob man nu furet zwu lengen x
t
3. a. R.: gegen vber. der uber deu. 16. a. B.: Epiciclus. 21. die vber deu
26. a. R.: messen
3. wider lang Cb. 5 /. aufgank vnd von dem aufgang an den vnterual. Vo zwain
# lauf fen der sunnen ec (rot). Der erst C. 8. es 6, er AC. 9. zvnschen himel und in
rot durchstrichen ne, desgl. 11 den zwischen in und drein A. 14. zal] zalenden C. 14/. die
wir in der czeitt haben mit dem schaltt b. 19. himelwagen] mittentag C, mittag 6;
vgl. lot.: versus septentrionem. 19/. von und bis mittemtag fehlt C. 20. mittemtag;
himelwagen b. 26 /. aines bis geleicher feMt C. 28. dez Streitgotes fehlt b. 30 /. daz
geleich plane ten in die sunnen vberkraiz ist ain klainer chrais C.
kraiz dem ertreich und is£ in der praiten der scheinprecherinne. ^(Aber dez ,x »
monen furer ist ain auzpiinctiger kraiz und ist niht in der praiten der schein- x
precherinne , * sunder sein halptail naigt sich gegen dem himelwagen und daz
+ 4
ander halptail naigt sich gegen mittemtag. \ Und der furer uberschrenkt den 20
gleicher an zwain steten, und deu gestalt des liberschrenkens haizzt der trakk, a
wanne si ist prait ze mittelst und enge gegen den enden;.und deu uberschren-
kungl durch die der mon weltzzet von mittemtag gegen der pernspitzzen, haizzet
dez drakken haubt. Aber deu ander iberschrenkung \ durch die der mon •
weltzzet von der pernspitzzen gegen mittemtag, haizzet des drakken zagel. 25 •
Du scholt auch priifen/daz der fdrer und der geleicher aines iegleichen plane ten *
geleich groz sint. <Und scholt mer prufen daz der furer und der geleicher des
Sat [28*t>] jars, dez Helfvaters, dez Streitgotes, dez Sprechherren , dez Morgen- * yx
sterns auzpAnctig sein; und sint auz der praiten der scheinprecherinne /und a
?. />
42
i
von der erden mittelpunct, also /daz sie beslizzen den umbkraiz aines plane ten,
16
20
26
f
tail ist, haizzet der hindergeer.
Aber wir geben dem monen niht
setzze noch aufvert
genge
noch
hinder-
[Der mon haizzet auch niht
der sitzzer noch der aufverter noch
der
hindergeer in der weis,
dar
limb /daz sein lauf so snel ist in
dem ffberkraizze. / \Daz alles briife
in dem ebenpilde.
[29rb] Seit aber deu sunne grdz-
zer ist dem ertreich Aind hat dez
- x ^— -
ertreichs gr6zzen hundert und sehs
und
sehtzig,
als
Alfraganus
der
Figur 12.
maister sprichet^so ist daz notdurft
[daz daz halptail dez ertreichs alle
zeit derleuht werde von der sunnen,
nnd daz der schat von dem ertreich
gestrekt in den luft, !der in aines
30 horns gestalt ist, sich minner^in seiner sinbeln als lang piz?daz er ain end habe
jnnd geprech in der praiten dez zaichentragers . Und der schat ist unabschaid-
leich von der sunnen gegenpuncte ; /wanne er vellt alle zeit geleichs an der
sunnen gegenpunct. (Der gegenpunct ist niht anders danne ain punct an dem
zaichentrager geleichs uber gegen der sunnen oder gegen ainem andern pla-
35 neten. / Und haizzen in die sternseher nadyr. Und dar flmb, [so in dem vollen
2. der uber deu in deu ain.
4. a. R.: Stacio.
12. a. i?.: retrogradus.
13. a. R.:
mond
21. die uber deu. 30. a. J?.: myndert (im Text minner dunn rot durchstrichen) .
2 /. deu ander bis aufgank fehlt b
4. stant] stat C
5. lengen gen dem vnderuall
der sunnen haizzet b
6 /. haizzet der planet sacienari9 oder der siczer b
8. das zweite
zwain fehlt b. haizzet Drieo das ist die auff. 6. 10. under pog oder der vnderkrais der C
22. dem] denn das Cb
24 /. der maister fehlt C
•
•
deu ain lengen gegen der sunnen aufgank, deu ander gegen der sunnen under
gank: /der punct dez zu vails gegen der sunnen aufgank haizzet der ersten *
planeten stant oder ir satz. /Und der punct des andern zu vails oder des an- x
5 dern rurens oder der andern lengen haizzet der andern planeten stant. £j?nd
so der planet ist_in [29raj aintwederm der zwaier setz,£so haizzet er der steer
oder der sitzzer. *L Aber der ober pog des uberkraizs,J der beslozzen istjn den y
• m m '•• m • mm « • « •« m « « ^
zwain setzzen oder in den zwain stenden, haizzet deu aufvart oder deu auf
rihtung. {Und §p der planet an der selben stat ist, /so haizzet er der aufvarer
10 oder der aufrihter. S!/Aber der under pog dez uberkraizzs ? der beslozzen ist K
zwischen zwain setzzen, haizzet der hindergank. /Und der planet | der an dem
v
t
X
4
43
*
monen der mon ist in dem haubt oder in dem zagel dez drakken under [29**J
der sunnen gegenpunct, so wirt daz ertreioh gesatzt zwischen den mon und
x
der sunnen ;Aind so velt deu spitz dez erdenschaten auf den monn. jSeit nu
der mone kain aigen lieht hat \ und alien seinen schein nimet von der sunnen,
gepricht dem monen sein lieht ; fund ist ain gemain scheingeprech uberal daz 5
ertreich ! ob daz ist /daz der mon indez drakken haubt ist oder in seinem zagel.
JAbev ez ist ain sunder schein geprech des monen auf ainem stflkke dez ert-
reichs/ob der mon nahent den selben steten und doch niht dar inne ist. /Und
der s die in geprech ist alle zeit in dem vollen monen oder nahen da pei. HftJnd
A
X V
dar fimbjseit in etleichem widersatz , J daz ist in igleichem voile monen,/ so der 10
mon geleichs gegen der sunnen sitzt,j>o
der mon niht ist in dez drakken haubt
oder in des draEk
en
zagel
noch ge-
leich under dem widerpuncte der sun-
nen, so ist niht not /20*&/ durf t / daz in
igleichem vollen monen der mon seinen
schein verlise, also Alaz er scheinge-
prechen hab, als wir nu da von reden.
*f}Daz alles prftfe in disem ebenpild.
Et cetera lator.
u m6htestu
sprechen: iseit
deu
sunne vil grozzer ist danne daz ertreich,
derleuht sie daz ertreich gantz£und
wirft iren schein verre dar fiber an die
andern praiten dez himels; /und dar
umb mag der mon
mer beraubt werden. ;Dar zu antwurt
sprech/«30r«/eri7daz deu grozze
seines scheins nim-
x
15
20
25
>
Figur 13.
wir
t ■_
verren der sunnen von dem ertreich und von uns daz benimet ;/wanne die leng
x
dez
unnen scheins spitzzen sich von der grozzen verren also/daz si neur daz 30 y
halptail dez ertreichs erleuhtet, ials vor gesprochen ist.||Ez machet auch vil deu
verren von unserm gesiht.
* ^^^^i p^^
i
21. die vber deu, deagl. 28.
o. R. unten Figur: Grofier und Heiner Kreis neben
einander, mit senkrechten Durchmessern. Die beiden oberen und die beiden unteren Schnitt-
punkte mit der Peripherie sind durch Lin ten miteinander verbunden, die sich rechts von den
beiden Kreisen schneiden.
9 /. Und bis voile monen fehlt b.
13 /. zunschen geleich und under rot durchstrichen
in A. 13//. geleich wider den widerpunct der sunnen vnd under dem widerpunct der
sunnen. so verlufst der maun seinen schein nicht in ainem ieccleichem volmaun. daz pruff
in dem ebenpilde oder in der figur b.
20. lator A. Das Wort ist mir unverstdndlich.
Et
cetera lator fehlt Cb. 23. gantz] halben 6.
29. sunnen den schatten mindertt gen dem
ertr. 6.
daz benimet fehlt C.
32. geschrieben geschiht; ch rot durchstrichen A.
&e-
sicht daz der schatt sich spicztt vnd verschwemt b.
44
/So aber der mon latin dem haubt oder dem zagel des draken oder nahent
da pei, lund daz geschiht in der samenung des monen mit der suimenJso mag
geschehen >daz der mon ku mt zw ischen unser gesiht und zwischen die sunnen.
nd seit der mon an im selber ist dikke und tunkel &ind ist niht durch schei-
5 nig,is<nt)edekt er uns die clarheit der sunnen. /Und so hab wir der sunnen
schemgeprechen niht also ze versten/daz deu sunne an ir selber kain lieht hab,
/sunder ims gepricht der sunnen lieht von dem zwischensatzze des monen. ^Da
ypn ist uns kunt [30rt>]ida,z der sunnen scheingeprechen alle zeit schol^seinf so
der mon neu ist ^ode r in der samenung des monen mit der sunnen. SIDu scholt
10 auch priifen, /wenne dez monen scheingeprech ist, /daz der geprech mag ge-
schehen uberaPdaz ertreich, fals wir vor gesprochen haben. 1 *"*'*"
• x
/Aber so der sunnen scheingeprech ist,£so ist er neur in ainer Wonung oder
in eHeicher wonung auf erden.
JDaz geschiht von der anderung
15 der angesihte Jdie die leut ha-
bent an die planeten ;*wanne in
etleicher wonung haben die leut
ain schelch angesiht an die
planeten in der selben zeit lund
20 in ainer andern wonung habent
si ain reht angesiht an die pla-
neten. £Dar limb verlisen etleich
leut der sunnen schein und die •
andern niht. /Und da begraif
25 Virgilius Mbscnleichen und be-
hendicleichen peider scheinge-
prechen natur in ainer kilrzzen
Jund sprach also: 'Des monen
vil geiprech[30**]en und der sun-
30 nen arbait.' ) Daz allez prufe
in disem ebenpild oder in diser
figur.
jAuz diser warhait maht du nemen drei schaten: den sauler, den k6rbler
und den kegler. ^I|Der sauler ist ain schat^der geleich groz und prait ist von
35 ainem end an daz ander; Hind kimt da von /daz daz scheind leibik dink und
/Und haizzet der sauler da von /daz
Figur 14.
daz dunkel leibig dink geleich groz sint.
6. die uber deu.
3/. kumt zwischen der sunne und seit C. 12 /. wonung etzwa auf erden G. 28//. Des
bis arbait] des monn vnd der sunnen arbait (7, des maunen vil geprechen b. 31 /. oder
bis figur feMt G. 33. vor Auz: Von dien schattenn merck (rot) 6. 35/. und daz bis dink
feMt C.
45
!
»
i
I
er geleich ist ainer saul. SJDer k6rbler ist ain [30**] schatjder unden grfizzer
istjlanne oben ; £ind kiimt da von /daz daz tunkel dink gr6zzer ist^danne daz
leuhtend. <JJnd haizzet der K6rbler dar fimb/daz er geleich ainem korb ist, unden
weit und oTJen enge. ^[{Der kegler ist ain schatjder oben grfizzer ist danne un-
den ;toid kumt da von#daz daz
leuhtend dink grflzzer fel danne
daz dunkel. (jUnd haizzet der
kegler dar limb /daz er geleich
ainem kegel ist, *ot>en prait und
unden spitzzig. *l)Der aller eben- §
pi Id nim hie gemachet. Et ce-
tera. fT-* r
der vorgenanten
warhait ist uns kunt und offen-
bar : /Seit der sunnen scheinge- #
precnRler waz an dem marter-
tag unsers herren Jhesu Oisti, x
J waz! do der mon vol was, I der
scheingeprech waz niht natur-
leich, /sunder er waz von Gotes*
5
10
15
wundeF und iiber naturleich von
Gotes kraft/jund waz widerwartig
der natur; ;wanne der sunnen
scheingeprech schol von natur ,„______
sein fso der mon neu ist oder W^mmw^^^^^yAv?/^^ brrY^y/s/ . x-im w wm 25
nahen da pei. {Und da list man
/daz Dyonisius der Tugentstrazzer,
Jaaz krichischen spricht Ariopa- ,
gita, sprech an dem martertag unser herren Jhesu Oisti: TAintweder Got »
der maister der nature leitt, ioder daz gantz werk der werlt entsleuzzet sich 30
< und wil vallen.' 5
T Herre vater Jesu Criste durch den selben unschuldigen tod erl6s uns vor
afiem libel }jind beschirm uns vor dem ewigen tod! Amen.
Qui me scribebat, Chftnradus nomen habebat.
Figur 15.
X
15. a. R.: fiensternufs, desgl. fiber scheingeprech 19. 24.
1. vor Der: der anderr schatt {rot) b. 4. vor Der: dei dritt schatt (rot) b.
10. spitzzig. amen {rot) C. Hiermit scUiefit C. 11. gemachet] waur b. 18. was] wechs 6.
27. taugen straifer b. 28. krichischen] cristenleichen b. 29. Cristi abgekurzt xpi,
deagl. 32 A. 31. vallen fehlt b. 32. Jesu abgekurzt ih'u A. 33. das n in Amen lang
gezogen mit roter Wellenlinie daruber A. 34. Qui bis habebat feMt b. Es folgen in 6 noch
einige Tabellen und Berechnungen von Entfernungen der Planeten untereinander, Angaben uber
den Umfang der Erde t*. a., alles jedoch ohne Zusammenhang mit der Deutschen Sphaera.
Namenverzeichnis.
Die Namen sind in der Orthographie der Handschrift gegeben. K steht unlet O.
Adam nom. 9 19.
Alexandria dat. 39 3.
Alfraganus arabischer Astro-
nomy nom.
10 7.
13 26
32 27. 35 13. 19. 42 24.
Almeon (?) Astronom, gen
2114.
Ambrosius nom. 14 16.
Arabia nom. 33 32;
Araby 33 33.
Ariopagita nom. 45 28.
Aristo teles nom. 17 26.
dat.
Katho: gen. Kathonis 27 28.
Chunrat: 1. der grozz Chun-
rat, vielleiclU Konrad von
Ottingen ?, nom. 3 27.
2. K. v. Megenberg, nom.
4 2 ; Chunradus nom. 45 34.
Cyene Assuan, nom. 34 10,
Cyen
38 6.
34 n ; dat.
Cyene
J>ialexandros nom. 39 2.
Diaromes nom. 39 17.
Dyaboris tines nom. 39 26.
Dyameros nom. 37 82.
Dyarifios nom. 39 33.
Dyarody nom. 39 10.
Dyazenos nom. 385.
Dyonisius Ariopagita, nom
45 27.
Ethyopia nom. 34 18. 29.
Euclydes nom. 4 16.
Fasti: in Fastis 26 29
Frankreich dat. 15 3.
Gedrud: gen. sand Gedruden
16 2. 21 32.
Georgica: in Georicis 26 31.
Got nom.
2 23.
3
* «
5 13.
7 22. 9 13. 45 29; gen. Gotes
2 37. 2 6. 45 20. 22; dat. Got
9i9. I622; ace. Got 16 14.
Helfvater Vbersetzung von
Jupiter, nom. 5 19. 24. 8 26 ;
gen. Helfvaters 41 28; dat.
Helfvater 5 26.
Eratosthenes)
des
Herasco
Astronom 9 nom. 14 16.
Hunger jar Benennung
Saturn, nom. 5 23.
Hylarius lat. Kirchenvater,
nom. 3 37.
Jesu Criste voc. 45 32 ; gen.
Jhesu Cristi 45 17. 29.
Johannes J. von Sacro-Bosco t
nom. 3 69. 5 13. 9 18, Jo-
hans 4 1 .
Jupiter Planet, nom.
23.
5 19
Iiamparten nom. 39 34.
Lemburg Ort bei Nurnberg,
dat. 14 11.
Libia: ace. Libiara 27 28.
Lucanus nom. 26 28. 27 «7.
33. 31 24. 32 29. 81. 33 8. 19.
32. 34 19. 27. 86.
Lucie : gen. sant Lucien 21 so.
Ludweig Kaiser Ludwig der
Bayer , nom. 3 28.
Maria voc. 3 68 ; gen. Marien
3 63.
Mars Planet, nom. 5 26.
Mathes: gen. sant Mathes
16 4, sand Matheen 2134.
Mercurius Planet, nom. 5 si.
Me roe Stadt und Ins el im
Nily dat. 37 32.
Morgenstern nom. 5 so. 8 27 ;
gen. Morgensterns 41 28.
Iflurenberg dat. 14 11.
Oristen wohl Oristano auf
Sardinien, dat. 39 26.
Ovidius nom. 24 so. 26 11.
16. 17. 29. 33 13.
Pompeius : dat. Pompey o
33 33.
Pontus: de Ponto 26 12.
Ptolomeus nom. 13 is. 24 13;
Ptolomei 21 13 ; dat.
gen.
Ptolomeo 21 15.
Raubvater Benennung des
Jupiter 5 26.
Rifei
xd 'Pmata
opr)
dot.
39 88.
N amenverzeichn%8
47
Rodos dat. 39 u.
Rom dat. 39 17 ; ace. 33 83.
34 5.
R6mer: gen. R6mers 27 88;
nom. pi. Rtfmer 26 12.
S aero -Bos co Astronom, nom.
4 l, Sacro-Busto 3 69.
Sat jar Vbersetzung von Sa-
turn,
nom.
5 17.
81.
88
8 24; gen. Satjars 4128;
dat. Sat jar 5 26; ace. Sat-
jar 5 19.
Saturn us Planet, nom. 5 17.
81.
Sprechherre Vbersetzung von j Veit: gen. Veits 21 88.
Merkur, nom. 5 88. 8 87 ; gen.
Sprechherren 41 88.
Streitgot
Vber8eizung
von
Mar 8, nom. 5 26. 8 86 ; gen
Streitgotes 41 88 ;
Streitgot 5 so.
dat.
Venus Planet, nom. 5 80.
Virgilius nom. 17 14. 24 89
88. 25 31. 26 4. 15. 17. 80
27 l. 33 18. 20. 44 25; gen
Virgily 25 24.
Theodosius Astronom, nom.
4 21. 14 16.
Tugentstrazzer (?) Vbersetz-
ung von Ariopagita, nom.
45 27.
Ziplinger Heinrich von Zipp-
lingen
(bet
E Hwang en) ,
zu
Deutschordenscomtur
Vim und Donauworth (vgl.
Stalin,
W urtembergische
Oeschichte III, 204), nom.
3 29.
♦
Wort verzeic finis.
Die Anordnung erfolgi nach der Orthographie Lexers. Wichtigere Abweichungen sind in Klam-
mern gesetzt.
Ein
*
vor dem Wort zeigt an, da/3 es bei Lexer fehlt. Wo Vbersetzung vor
liegt, ist das lateinische Wort hinzugefugt.
abe] -g§n afv.abscondere 26
descendere 27
*.
neigen
swv
declinare 19
27. 20 4. 23 21; -sntden stv.
abscindere 15 15.
41 n;
-st§n stv. distare 13 8. 15
28. 16 25. 22 10. 24 5. 23.
25 5.
27 24. 29 21.
31 10;
-stlgen stv. descendere 30 8.
31 27.
abeganc stm. recessus 1 7 27.
abeneigen subst. Inf. decli-
natio 24 3. 7. 10. 19.
abeneigunge stf. declinatio,
*
*
nur in deu
abnaigung
aller
der
grost
sunnen
21 4. 18. 23 30. 24 12.
abent:
dez
abentes
adv.
*
vespere 33 1.
abewahsen subst. Inf. di-
minutio 29 19.
adel stm. adlige Oesinnung
2 30, V ollkommenheit 16 16.
adelar stm. 1 19.
after adj. 18 3.
ahse stf. axis 4 6. 5 4. 5. 8 9.
15. 17 12. 20 24. 23 24. 33 20.
39 20. 41 7.
ahte num. card. 8 13. 18. 28;
ord. 8 21. 18 19.
ambahte (amment) stn. offi-
cium 20 28.
ameize (omaizz) stf. 8 20.
amen 45 33.
anblic stm. 27 5.
anbrunst stf. das Auf flam-
men 5 29.
ander num. ord. secundus
18 7. 38 3.
anderteil stn. secundum 19 1.
anderunge stf. diversitas
4 12.
13. 37 4. 40 11. 44 14.
ane] -heben stv. 2 45. 36 28,
refl. inchoari 27 18; -rtieren
swv. attingere 7 20 ; -sehende
sin: apparerel7i3; -vahen
stv. refl. esse a principio
19 29. 20 5.
ane (on) prdp. praeter 41 12. 31.
angel stm. Turangel 35 4.
*
stn.
signum
angelzeichen
cardinale 35 3. 8.
angesiht stn. aspectus 44 15.
18. 21, sensibilitas 31 15.
ansihtic adj.: a. stn: ap-
parere 11 27. 13 15. 15 22.
I629. 21 2. 33 17; im . . a.
werden: videre posse 11 26.
antwurten swv. entsprechen
14 31. 15 8. 24 so.
anvanc stm. principium, ini-
tium 4 19. 9 15. 17. 16 2. 3.
20 16. 28 12. 16. 17. 31. 29 4.
7. 31 1. 20. 22. 32 17. 33 28.
36 3. 18. 20. 37 33. 40 14.
1
♦anvehten
subst
Inf. in-
stancia 28 10.
apfel stm. 20 26.
apostel stm. 2 26.
aquilo Nordwind 17 6.
arbeit stf. labores 44 30.
asche swf. 2 33. 14 13.
astrolabium Instrument zur
Beobachtung
und
Breite
der
der
Ldnge
Sterne
14 19. 21. 24. 26.
♦attlanten Sternbild der Pie-
jaden 26 4.
auster Sudwind 17 12.
aux der dem Sternhimmel am
nachsten liegende Punkt in
einem exzentrischen Kreise
412.
bat (pad) stn. 14 12.
bedecken swv. obumbrare
44 5.
bedunken suv. dunk en 10 12
(bedeuht), refl. videri3630.
begegenenawv.: so., inselber
begegent under der lengen :
sunt linealiter 19 20.
begrlfen stv. applicare 5 3,
comprehendere 10 26, trans-
ire per 16 1, intercipere
20 20; begraif . . in ainer
kurzzen : sub compendio
tetigit 44 24.
*
Wortverzeichnis.
49
i
\
behalten stv. refl. sich vor-
behalien 2 23.
behende adj. schnell 5 as.
behendeclich
adj.
treffend
44 25.
bekantnisse (bekantnftsse)
Erhenntnis 3 38. 46 ;
stn.
daz vernunftig b
16 8. 17. 20. 22.
ratio
bekennen stv. erkennen 16 n.
14. 15.
bekennen subst.
Inf
Er-
henntnis 16 is. 16.
beltben stv. sistere 16 17. 21,
residuum esse 24 3. 16, re-
linqui 35 32. 36 4. 5.
adj.
residuum
beltbende
23 3. 5.
benemen stv. demere 24 1,
subtrahere 24 16,
lich machen 43 29.
unmog-
ber swm. 16 32.
berc stm. 10 2. 18 24. 39 33.
♦bernhimelspitze stf. polus
mundi arcticus 24 u. 35 29.
♦bemhuter Bootes 33 14.
♦bernkreiz stm. circulus arc-
ticus 23 28. 24 5. 7. 9. 14. 18.
25 3. 7. 34 14. 35 10. 28.
♦bernspitze stf. polus arcti-
cus 36 14. 35. 37 16. 19. 23. 24.
40 15. 41 23. 25.
berouben swv. 5 20 ; seines
scheins . . beraubt werden
eclipsim pati 43 27.
beschirmen swv. 45 33.
beschrtben
stv.
describere
4 16. 21. 23 10. 11. is. 30 2. 7.
besliezen
stv.
umschliePen
beziugen swv. 3 37. 10 7.
biegen stv. flectere 34 11 ;
ob ich den Aug leicht peug
nicht? Sinn: Wennichauch
nicht so hoch f liege 229.
bilde stn. 3 34.
binden stv. refl. sich anver-
trauen 3 50. 60, verpflichten
3 73.
birin (perin) stf. ursa, Arctos
11
16 30
23
24
33 13. 20. 21 ; der b. himel-
pitz
polus arcticus 8 10
pro-
bis conj. quousque 4
blwesen (peiwesen) si
pinquitas 26 28.
bluot stn. 5 29.
*boc stm. caper, Sternbild2S
boge
stvm. arcus 4
17. 22
23
24
k 21 11
8. 9. 13
17. 18. 27 24. 28 8. 9. 29 10.
12. 13. 14. 16. 17. 18. 21. 26.
30 11. 12. 14. 16. 17. 23. 27.
28. 31 6. 7. 11. 42 7. 10.
bdne (pon) stf. faba 25 24.
boreas Nordwind 17 6.
boese adj. pravus 37 6. 40 9
(poser).
bourn stm. 7 29.
brechen stv. zerbrechen 9 81.
brehen stv. funkeln 5 12.
breit adj. 20 18.
breite stf. superficies, lati-
tudo 4 22. 13 20. 22. 15 23.
25. 19 6. 7. 11. 17. 20 12.
24 28. 30. 31 (zona).
12. 37 8. 9. 37 14. 35
25 6
38 6
8 6.7, continere 9 26, ein-
schliepen 14 9, includere
42 1, intercipere 21 11. 17.
22 8. 24 8. 14. 17. 37 is. 42 7.
10.
besntden stv. 3 58.
besten stv. stare 14 27, con-
tingere 26 18.
bevelhen stv. committere
26 6.
bewaeren swv. probare 22 29.
Deutsche Texte des Mittclalters XX in.
39 3. 11. 18. 26. 40 3. 14. 16.
41 17. 18. 29. 30. 42 31. 43 26.
brinnen st\ ardere 26 31.
brunst stf. Glut 2 2.
buoch stn. 3 70. 4 1. 25 24. 32.
26 11. 27 4. 33 20. 36 33; daz
kurtz puch : tractatus 4 4.
bftrde stf. schwerer Oedanke
2 18, ponderositas 8 1.
da adv.: da von: unde 17 u.
24 28. so. 26 23. 33 7.
. 34 19.
18
dicke adj. s piss us 36 si. 44 4.
dicke adv. 3 43. 10 1. 14 is.
17 3.
dicke swf. Umfang 15 9. is.
16. 17. 19.
dine stn. Korper 4 19. 7 29.
10 30. 11 1. 2. 3. 5. 6. 9.
12 23. 31. 13 32. 14 7. 36 8.
45 2. 6; ain d. (werden) sein
mit: idem esse 35 11. 36 16.
distel stf. 1 9.
diutsch (deutsch) adj. 3 a.
15 4. 39 34; ze diutsch 3 72.
4 s. 14 19. 25. 17 4.
d6 adv. dort wo 14 12.
dorf stn. 14 is.
drache (trakk) swm. draco
41 21; des drakken haubt:
caput draconis 41 24. 43 1.
6. 12. 44 1 ; des drakken za-
gel: cauda draconis 41 26.
43 1. 6. is. 44 1.
drfekeht adj. trilaterus 9 28.
dritte num. ord. 18 8. 20 23.
38 11. 39 11. 40 17.
dritteil stn. tertium 19 2;
ain dr. 15 18. 39 is; zwei dr.
15 9. 39 6. 33.
drlvaltec adj. triplex 25 17.
drtzec num. card. 8 24. 18 28.
19 10. 39 1 ; drei und dr.
21 15. 39 6; vier und dr.
39 is; sehs und dr. 39 9;
aht und dr. 40 13.
drizehen num. card. 37 31.
35. 38 3. 7.
drucken swv. premere,
primere 24 si. 34 19. 25. 26.
29. 35 8. 36 23.
dunkel adj. 5 17. 36 si. 44 4.
36. 45 2. 7.
dunken swv.: so dunket dich:
videtur 36 24.
dunst stm. vapor 10 21. 24.
12 22. 14 9. 10. 13. 36 32.
de-
durch ]
-boln
swv. durch-
schiefien 3 68 ; -born swv
ganz und gar erzdhlen 2 16
3 48;
•gen
stv.
trans ire
32 16. 33 84. 27. 29. 34 8.
4
V. I
50
Wortv erzeic hnis.
37 9; *-kifen swv. durch-
nag en
durchbohren
3 48;
-kumen stv. transire 34 u;
-schiezen swv. gam durch-
dringen 18 22.
durchschlnec adj. diaphanum
10 24. 44 4.
durchsihtec
10 24. 29.
adj.
limpidus
£ conj. 36 26. 27 ; conj
mit
kotnpar. Sinn: e" . . § 9 31.
10 2. 26 4. 5; § . . danne 11
16. 36 7.
eben adj. gerade 4 i? ; e. sleht:
planus 11 29.
ebenbilde
stn.
Figur
6 2.
37 29. 42 20. 43 19 (figura).
44 si. 45 10, exemplum
25 23. 26 28. 35, Abbild (ra-
dios visuales) 10 26, simili-
tude) 9 13. 14; deu ain e.
ist : quae repraesentatur
4 9.
ebennaht stf. aequinoctium
16 4. 18 18. 20 29. 21 21. 22.
25. 31. 30 19. 33. 32 23. 35 8.
ebennehtec
adj.
aequinoc-
tialis 24 24. 27 19. 28 so
29 21. 30 22. 31 13.
25. 35.
32 1
♦ebennehter stm. aequinoc-
tialis 7 2. 6. 8. 12. 15 26. 27.
161. 5. 19 27. 20 4. 21 12. 18.
22 8. 16. 17. 21. 26. 81. 23 7.
22. 34. 24 19. 27. 27 11. 14. 21.
29. 34. 28 14. 19. 32. 29 2. 6.
8. 23. 30 7. 18. 21. 25. 31 4. 10.
32 11. 15. 31. 33 7. 16. 23. 26.
31. 34 27. 31. 36. 37. 35 7. 20.
36 15. 37 7. 14. 17. 20. 25. 26.
4016. 21.
♦ebenverrer stm. paralleli,
quasi aequidistantes 24 20.
22. 24. 25. 26. 27. 30 8. 6. 6.
34 30.
♦ebenverrerinne adj. paral-
lelus 1 8 16.
ecke stf. angulus 10 5.
eckeltn stn. angulus 22 22.
37ii.
ecken swv. eckig machen 9 26.
eigen adj. proprius 25 22. 41 5.
eigenheit stf. Eigenschaft 16
10.
eigenlich adv. proprie 20 u.
eigenloufec adj.: der aigen-
leuffig stern : plane ta 4 u.
eimer stm. urna 26 30. 27 33.
einander: zu e.: ad invicem
9 4; mit e.: simul 28 14. 20.
23. 29 6. 9.
einleft num. ord. 18 24.
eintweder
♦
pron
alteruter
oc
♦:«
29 21. 30 22. 32 1. 25.
426; e. -oder: aut-aut45 29.
einvalt stf. Einheit 2 7.
einvaltec adj. simplex 7 26.
einformec adj. homogeneum
12 26.
element stn. 7 22. 24. 26. 28. 29.
8 4. 6. 17 21. 28 (in rebus
inferioribus). 37 2.
♦elementisch adj. elementa-
ris 7 15. 17. 8 1.
ellenboge swm. 15 s.
ellende stn. exilium 26 12. 14.
en proklitisch = ein 33 8.
enbloBzen swv. 7 30.
ende stn. finis, extremitas,
terminus 5 3. 8 9. 16. 9 15.
17. 13 9. 14 26. 15 11. 25 32.
28 12. 16. 17. 21. 31. 29 7. 11.
13. 31 2. 20. 36 18. 20. 39 4.
11. 18. 27. 40 8. 12. 16. 41 22.
42 30. 44 36.
enden swv. terminare 5 5.
17 12. 19 30. 20 6. 36 29, fi-
nire 31 26.
enge adj. 20 is.
engel stm. 2 25. 16 11.
entsliezen stv. aperire 25 26,
dissolvere 45 so.
entspringen stv. entstehen 7 7,
entspringen 14 12.
erde stswf. terra 4 12. 62. 7.
23. 27. 32. 11 18. 29. 13 21. 23.
24. 14 9. 10. 11. 15 9. 17. 19.
16 6. 2013. 24 30. 25 1. 6.
stm.
cosmo-
12. 37 2. 4. 7. 39 6. 10. 21. 30
40 84. 36. 42 1. 44 13.
♦erdenbu (erdenpau) stm.
daz puch . . von dem e.
georgica 25 24. 33 21.
♦erdenmezzer
metra 14 27.
♦erdenmezzerinne swf. geo-
metria 15 12. 23 2.
♦erdenschate swm. umbra
terrae 43 3.
ere stf. Preis 3 63.
erheben (derheben) stv. refL
elevare 9 2.
erhoehen (oft derh.) swv. ele-
vare 7 4. 10. 22 20. 31 16.
37 81. 36. 38 4. 8. 39 1. 24. 29.
40 5; tollere 27 38.
erhoehunge (derh.) stf. ele-
vatio 21 13. 22 25. 23 6.
Grin adj. 10 1.
erkiesen stv. 2 11.
erliuhten (derl.) swv. sere-
nare, illuminare 3632. 4227.
43 23.
erlcesen swv. 45 32.
erschutten swv. erschutiern
14 10.
first num. ord. 4 5. 9 12. 18 12.
37 30; von ersten: primo
15 26.
ertbidem (ertpidm) stn. 14 8.
ertrlch stn. solum, terra 7 17.
30. 32. 8 18. 11 11. 17. 19.
29. 12 3. 13 3. 5. 8. 9. 14. 17.
18. 21. 27. 29. 81. 14 6. 12. 16.
15 6. 10. 24 31.
30 24
31.
34 19. 37 8. 9. 12. 38i.io
40 6. 32. 41 17. 42 22. 23. 26
28. 43 6. 7. 22. 29. 31. 44 11
esel stm. 1 9.
etelich pron.
adj.
qui dam
11 21. 33 7, quilibet 43 10;
in etleichem stuck: quan-
doque 34 2. 3.
eteswenne ode. quandoque
34 s. 4. 35 21.
§wic adj.
915,
perpetuus
36 80. 45 83.
ewiclich adv. in sempiternum
1
*
Wortverzeichnis.
51
»
34 15, continuum 36 24; e.
verporgen sein: sempiter-
nae occulta tionis esse 11 26.
ezzen stv.: ain per der umb
sich izzet der sich beim
Essen im Kreise herum-
dreht 16 82.
ganc stm. Bewegung 4
gans stf. 1 16.
2 42. 46. 47.
ganz adj. totalis 37
gebe
stv. ergeben 3 64; geit
gibet 21
wir g. dem
monen : lunae assignatur
42i3.
geberc stn. tumor 12 16.
geborn part. 5 32 ; g. werden :
nasci 31 27. 34 34.
gebreche swm. eclipsis 44i0;
vil
Inf.
das
geprechen: defectus
varios 44 29.
gebreche n subst.
Aufplatzen 10 1.
gebrechen stv. deficere 42 si.
43 5. 44 7.
gebu (gepeu) stn. 3 39, ma-
china 7 14.
geburt stf. genera tio 17 26. 28.
gedinge stn. Absicht 36 37.
gegen prdp. respectu 13 is.
28; iiber g.: oppositum
42 34.
gegenpunct stm. nadir 42 82.
33. 43 2.
gegen wer tec adj. materialis
4 9. 15 21, hier sichtbar 6 6.
12ii.
gehelbet adj. medius 32 80.
38.
geist stm. Geist 18 u; der
heilec g. 2 17. 19.
gekriimbet (gekrumt) part.
curvatus 34 20.
geleben swv. 7 31.
*
*
gellch
adj.
aequalis 13 21
15 24. 25. 27. 23 2. 3. 35 17.
3616. 37 12. 40 33. 41 8; g.
absten: parallel us, aequi-
distans 13 8. 15 28. 33 26.
28. 35 80. 36 8. 37 20. 28.
40 21; g. ob: directe supra
posit us 21 10; g. uber: con
trap os it us 17
aequalis 23 1.
g. lane
2.
gellchen swv.: eben g
ad
*
aequari 27 17.
gellcher stm. aequans 41 15.
16. 21. 26. 27.
geltches adv. 33 2. 42 34. 43 11.
gemachrtm.commoditas 9 22.
gemachsam
adv.
paulatim
9 2, commodum 9 27.
gemein adj. zugehdrig (eius)
4 6, gemeinsam 7 18, com-
munis 23 4, generalis 43 5.
gemein
stf.
Gemeinschaft,
Masse 36 27.
gemeiner stm.: der lengen
g
centrum 5 2.
gemischet part, temperatus
34 34.
gen: geng, genge Conj. Im-
perf. 10 2. 11 24; procedere
14 27; hinder sich g.: ad-
verso cedere 25 27. 27 1. 2.
ggn subst. Inf. das Gehen
♦
1613.
genade stf. 2 1. 3 54.
geneigen swv. accedere 21 9,
refl. sich versenken 3 56.
geneiget adj. declivis 22 19. 23.
28 28. 30 20.
genemen stv. annehmen 7 21.
gent: g.wird = geendetwird:
finitur 31 26.
genuoc (gnunk) adv. 18 n.
genze stf. Gesamtheit 7 32.
geometria 15 12. 23 1.
gereht adj. dexter 34 4, rec-
tus 29 12. 15. 18. 26. 29. 37 11;
adv. directe 27 is. 31 29.
gerihtes adv. directe 14 28.
32i8; g. uber: in directo
34 28.
geschaffen part, factus 9 16.
geschehen
stv.
contingere
10 16. 27. 11 9. 27. 12 2. 14 8.
11. 13. 26. 16 1. 33 23. 35 2.
8. 10. 25. 29. 36 2. 14. 44 2. 3.
geschicket adj. geeignei 7 21,
gestaltet 18 6.
geschoz stn.: di Snellen g.:
Thessalicas
26 24.
(V
sagittas
geschrift stf. hi. Schrift 3 44.
gesehen stv. 13 12. 14 28; die
bus .
nimmer: existenti-
sunt sempiternae
occultationis 11 21.
gesellen swv. iungere 22 27.
24 15. 29 17. 31 20, refl. zu-
sammenkommen, in Kon-
junktion treten 5 25.
gesiht stn. aspectus 10 22. 26.
31.
13 27
(visus).
2212
43 27. 44 3.
adj
gesitzen stv. ruhen 3 38.
gespraeche (gesprech)
gespr&chig 5 32.
gestalt stf. figura, forma 4 7.
6 3. 7 26. 9 17. 28. 18 28.
31 7 (proportio). 34 22. 41 21 ;
g. der werlt: sphaera 4 4.
gestalten swv. 2 37.
gestat stn. Ufer 12 6. 8.
gestecket part. : g. stern Fix-
stern 9 9.
gesternet adj. bestimt 5 15.
gestirne stn. sidus 3125. 33 15.
gestrecken swv. ausstrecken
10 4; gestrecket part, ex-
tensus 42 29.
geswulst stf. tumor 11 28.
getreide (getraid) stn. 25 25.
14.
gevallen stv. ge fallen 2 47,
dazukommen 30 4.
gevierecket: g. sein : quadran-
gulum esse 19 12.
gevieret: eben g. sein: qua-
dratum esse 19 9. 11.
gewalt stm. Macht 1 6 16.
gewonen swv. 30 18. 36 35.
giezen stv. 18 25.
glast stm. 1 19. 23, lumino-
sitas 26 35.
golt stn. 1 13.
gotlich adj. 2 8. 84. 3 57. 9 13.
14.
gras stn. 13 2.
4*
52
Wartverzeichnis.
gr at stm. Stufe 2 32, Schneide
3 42, gradus 8 16. ie. 21.
14 18. 27. 30. 31. 32. 15 8.
18 29. 30. 19 7. 10. 16. 21 14.
15. 24 11. 12. 15. 16. 36 24.
37 32. 38 1. 5. 9. 39 1. 2. 6.
9. 14. 16. 17. 20. 21. 25. 29. 32.
40 5. 6. 13. 41 9.
gremzic adj. ftindstlig 18 n.
4
6. 7. 10. 5
18 (quantitas). 24. 25
14. 20 24. 27. 23 2.
3
*
grceze
13 6.
1513.
29 15. 32 7 (spatium). 42 23.
grcezec adj.: run den gr.:
speralis 7 7.
grunt stm. 3 39. 57, fundus
10 28. Ill, basis 20 12. 23.
gruoz stm. Entgegenkommen,
Gnade 3 50.
guldtn (guldein) adj*. auratus
25 26.
gtirtel stm. zona 25 2; dez
obersten waltzhimels g.:
cingulus primi motus 16 6.
*
haberkorn stn. 1 16.
halden stv. vbtreinstimmen
27 9; di haldent sich also
haben ditse Stellung 36 6.
halp adj. dimidius 37 34. 38 1.
4. 8. 9. 39 2. 9. 12. 21. 24. 28.
40 6. 12, imperfectus 212;
ain halber kraiz: dimidius
circulus 4 17, semicirculus
4 20. 21 1. 37 is.
halphimel stm. : den oberen
h. : superius hemispherium
22 12; den underen h.: in-
ferius h. 22 13.
halpjar stn. medietas anni
36 21.
halpteil (Hs. ofter halben
teil) stn. medietas 13 12.
19. 22. 23. 28 25. 29 1. 3. 6.
6. 9. 35 17. 18. 36 16. 17. 18.
19. 41 19. 20. 42 26. 43 31.
halpwerlt stf. hemispherium
22i4. 23 15. 3514. 38 21.
*
*
hanf stm. 1 12.
hande weiz: dupliciter 5 6.
25 15.
haven stm. Topf 10 1.
hecken svov. zuricken 18 20.
heidenisch adj. 5 u. 8 23.
heimlich adj. 3 30.
heimlichkeit (haimleichait)
stf. Oeheimnis 14 21.
heiz adj. 5 27.
heizen stv. : hizzen Imperf.
2013.
helle stf. : deu swartz helle:
Styx atra 17 15.
her best stm. 16 4, autumn us
25 32. 26 14. 15. 17.
herre sirm. dominus 45 17.
29. 32.
herze sum. 5 29. 14 20.
hilfe stf.: ze h. komen:
in
auxilium venire 33 33.
hant stf.
104;
in zwaier
himel stm. sphaera, firma-
mentum, mundus 3 60. 4 6.
5 5. 10. 11. 16. 17. 33. 6 6.
8 6. 8. 13. 17. 18. 21. 29. 9 3.
9. 12. 22. 28. 10 2. 7. 8. 13. 17.
18. 19. 13 6. 9. 10. 12. 15. 17.
19. 21. 22. 23. 25. 26. 31. 14 1.
2. 3. 4. 6. 17. 22. 29. 32. 15 8.
16 6. 8. 23. 28. 17 3. 8. 9. 12.
17. 19 5. 20 27. 21 2. 9. 10.
23 23. 24. 32. 24 28. 29. 30.
41 9. 43 25.
♦himelahse stf. axis 39 9. 28.
23 5. 6. 12. 19. 23. 25. 26. 28.
31. 35. 24 2. 4. 5. 9. 25 4. 11.
30 16. 31 16. 33 6. 15. 37 io.
31. 36. 38 4. 8. 39 1. 5. 13. 16.
24. 32. 40 5. 12.
himelwagen stm. sep ten trio
11 21. 24. 28. 12 3. 14 23. 28.
16 29. 17 19. 19 24. 28. 23 12.
26. 32 12. 33 5. 34 4. 6. 13.
16. 37 22. 41 19; der kleine
h. 16 27.
himelzeichen
stn.
signum
4 n. 11 12. 13 14. 16 2. s.
17 23. 29. 18 6. 20 5. 10. 11. 17.
19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 25 14.
16. 18. 20. 21. 26 7. 26. 30.
84. 27 7. 10. 12. 14. 26. 29.
30 19. 31 21. 23. 29. 30. 32 8.
34 22. 23. 32. 35 1. 2. 6.
hinder adj. : h. sich gen rOck-
wdrts gehen 18 10; daz daz
h. e aufget: praepostere
oriuntur 36 7.
hinderganc stm. retrograda-
tio 42 n. 14.
♦hindergeer stm. retrogradus
42 12. 17.
hindern swv. 12 20.
hindernisse stn. impedimen-
tum 12 19.
hirs stm. milium 25 25.
hitze stf. calor 24 33. 25 2. 9.
10. 34 34. 37 18. 21.
♦himelbirin (himelperinne) , hitzen suw. heifi machen 7 21
stf. septentrio 17 7. 33 3.
himelisch adj. aetherea 4 10.
7 16. 8 2.
♦himellouf stm. motus 16 18.
himelporte swf. Bex name der
Maria 3 51.
♦himelschutze swm. Stern-
bild des Schtitzen 26 24.
stf.
plaga
♦himelsnuor
mundi 24 32.
himelspitze stm. polus mundi,
p. septentrionalis, arcticus,
borealis 4 6. 7 4. 9. 10. 9 6.
15 28. 16 26. 27. 29. 80. 33.
17 3. 6. 18. 19 28. 20 18. 21.
21 3. 20. 23. 22 3. 17. 19. 25. 81.
hdch adj. sublimis 1 7 15. 33 19.
hoehe stf. elevatio 21 19, alti-
tudo 39 5. 9. 13. 16. 20. 32.
40 12 ; oben in der h. : in
summitate 12 9.
hoi stn. Mund 1 1.
hoi adj. nichtig 2 48.
holzboc stm. aegoceros 2732.
horalogium 40 2.
horn stn. cornu 25 27 ; in
aines horns gestalt: tor-
natilis 42 30.
hort stm. 3 47.
houbet (haubt) stn. caput
10 io. 1812. 21io. 3219.
33 3.
Wortverzeichnis .
53
♦houbetpunct stm. zenith
21 9. 10. 22 3. 16. 24. 26. 32.
23 5. 7. 32 15. 16. 22. 33 23.
25. 27. 29. 34 7. 8. 13. 15. 31.
35 10. li. 28. 36 H.
houbetstucke stn. capitulum
4 4. 8. 10. 13.
♦hdveschllche (hubschleichen)
adv. elegantissime 44 25.
•huboht (haubot) adj. hau-
bcnformig, geschwollen (tu-
mor) 11 18.
hu
hu£hu
Inter j. 1 22; vgl.
Buck der Natur 224,15.
hueter stm. custos (gemeint
ist der Bootes) 33 13.
hullen swv. refl. sich ein-
hullen 3 65.
hundert num. card, centum
8 21. 41 9; h. und funf und
zweinzec 15 2; h. und sehs
und sehzec 42 23 ; h. und
zwen und ahzec 30 3 ; h.
und funf und ahzec 40 6;
zwu
h.
und
funfzehen
39 so; zwu h. und funf und
funfzec 39 2i; drthundert
39io; dri h. und funfzec
396; drl h. und sehzec 822.
14 17. 82. I829. 19 7. 24 11;
drl h. funf und sehzec 826.
41ii; vier h. 38io; vier
h. und vierzec 38 2; siben
h. 14 18. 31. 33.
hundetac stm. 18 is.
hunt stm. canis 18 12. 25 87.
28. 27 1.
iegelich pron. adj. quilibet
35 11. 41 15. 26. 30. 43 10. 16,
unusquique 40 14. 18.
ietweder
pron
adj.
5 20,
utrumque 9si; i. ende
ex utraque parte 5 3.
*inhitzen swv. erhitzen 5 28
insel stof. 37 6. 39 11. 40 8.
irren swv. 3 40.
irresal stf. Verwirrung 41 14
ltel adj. vacuus 9 29. 31.
iule (aule) swf. 1 21. 27.
jar stn. 2 39. 8 21. 23. 24. 25.
16 2. 22 4. 25 26. 26 14. 31 13.
32 16. 23. 34. 33 24. 34 3. 8.
10. 12. 35 5. 11. 36 22. 41 9.
jude swm. 5 11. 6 8.
juncfrouwe (juncfrau) swf.
virgo, Stembild 18i5. 19 so.
27 31. 28 5. 18. 31. 29n. 312.
34 29. 89. 36 11. 18.
juncfrouwelln (juncfreulein)
stn. virgo, Sternbild 18 1.
kalt adj. 5 21 . 1 8 26.
capitel stn. capitulum 15 20.
25 is.
kegel stm. 10 32. 11 2. 4. 8.
45 9; ain virekter k.: py-
ramis quadrilatera 20 12.
kegler
*
stm.
Oesialt tines
S chat tens 44 34. 45 48.
keiser stm. 3 28. si.
kelte stf. frigiditas 25 4. 9. 11.
34 34. 37 19. 24.
centrum 5 2.
k&ren swv. refl. se conver-
ter 23 16. 21.
cetera 43 20. 45 11.
kint stn. 5 32. 6 4.
kiusche adj. 3 51. 63.
kla (clo) stf. ungula 34 20.
klaffen swv. schwatzen 3 si.
klagen swv. conqueri 26 12.
clar adj. 27 6; aller clerst:
clarissima 33 20.
clarheit stf. claritas
4
4 5.
klein adj. exiguus 33 8.
kleinen swv. minuere 29 11.
16, refl. 32 12.
♦clima tin mehrere Breton-
grade umfassender Teil der
Erdoberfldche 37 28.
knieschtbe swf.: mit seiner
gepogenn knischeiben: po-
plite lapso 34 21.
♦korbler stm. Oestalt eines
Schattens 44 33. 45 1. 3.
kornsat stf. satio frumenti
25 32.
korp stm. 45 3.
koufliute stm. 5 31.
kraft *(/. 2 24. 5 19. 21. 24. 25.
32. 17 5. 45 22; k. haben:
valere 28 7.
krank adj. 18 3. 5, debilis
36 31.
creatiure 16 21. 18 23. 37 8.
krebez stm. cancer, Sternbild
18 1. 10. 21 6. 6. 27. 23 10.
24 1. 2. 6. 18. 27 32. 28 5. 17.
30 2. 8. 26. 31 1. 3. 19. 25. 29.
32 21. 26. 33 24. 28. 34 5. 7.
9. 14. 18. 25. 35 22. 80.
kreiz stm. 3 61, circulus 4 8.
14. 17. 21 . 7 1. 8 29. 31. 9 8.
15 21. 22. 23. 24. 27. 16 26. 81.
17 2. 17. 20. 24. 26. 27. 19 4.
5. 7. 20 15. 17. 27. 21 2. 22 1.
2. 12. 14. 33. 23 8. 11. 18.
20. 25. 27. 33. 24 11. 20. 30 5.
6. 7. 9. io (circulus dierum
naturalium).n. 14. 16. 24.
31 4. 5. 8. 10. 11. 32 10. 80. 31.
33 25. 27. 34 1 (orbis). so.
35 14. 16. 17. 37 7. 9. 10.
15. 32. 40 26. 29. 30. 31.
41 5. 15. 17. 18. 30. 81.
kriechen stv. : knich Gonj.
8 20.
kriechischen in griechischer
Sprache 45 28.
cristallisch adj. 5 10.
kristen swm. 5 n. 6 8.
krdne stf. 2 io, corona 26 3i.
32.
krump (krumm) adj. obli-
quus 6 io. 7 12. 17 25. 27.
kruoc stm. amphora, Stern-
bild 18 2. 25. 26 so. 28 5.
krut stn. herba 13 l.
kugel stf.: sinbel als ain k.:
tumorem habere 11 n.
♦kugeloht (kuglot) adj. kugel-
formig 11 17. 19.
kunst stf. Lehrsatz 15 n. 23 l,
Wissenschaft
32 2;
von
kunsten durch Erkenntnis
4 9.
kiinstec adj. artificialis 7 n.
30 n. 12. 31 u. 32 8. 36 26.
28.
54
Wortverzeichnis.
kunt adj.: k. sein: patere
32 28. 24. 34 30. 35 7. 32.
40 H. 44 8. 45 u.
kurzen swv. refl. minuere
31 7. 8.
kurzen swf. brevitas 32 6.
lane adj. : geleich 1. : aequalis
5 l ; also 1. biz: donee 14 28.
lant stn. 33 32. 34 2. 10 (civi-
tas). 39 34.
latin stf.i in 1. 3 71. 4 2. 34 18;
ze 1. 9 18. 14 24. 17 5. 12.
37 28. 41 1.
lazen (lozzen) subst. Inf.
Aderlafi 18 13.
lazen stv. relinquere 19 16.
36 16; stat 1. Platz machen
27 3.
leben stn. 5 22.
♦lebenkreiz stm. circulus zo-
diacus 17 20.
lecken swv. 2 42. 18 19.
lefse sic f. 14 20.
leie swm. 3 32. 9 6.
lenge stf. linea 4 18. 5 1. 2.
11 8.
12 10. 12. 14 24. 25
15 14. 19 5. 7. 10. 20 20.
lengen swf. linea, prolixitas,
longitudo 19i3. 22 26 (di-
stancia). 32 6. 37 20. 28. 25.
26. 27. 30. 33. 35. 38 1. 39 19.
81. 40 18. 19. 22. 23. 41 33.
42 2. 5. 43 29; der stet 1.:
longitudo ci vita turn 22 9.
lengen swv. refl. augeri 31 3. 9.
lenze swm. ver 25 25.
l§re sif. Wissenschaft 15 u.
17. 23 l. 27 9.
leren swv. docere 25 24. 32.
l&respruch stm. regula 27 23.
29 20. 32 3.
lesen stv. 45 26.
letzt adj. ultima 34 20.
lewe (meist leb) swm. leo,
Siernbild 18 1 (leo). 11. 12.
27 82. 28 5. 36n.
llbec adj.: ain 1. dinch: tale
4 19, quoddam 4 22, Kor-
*
Ucham Korper 10 2. 12 27.
16 12.
ltden stv. pati 45 30.
liebe stm. OeliebUr 5 13.
lieber comp. 1 Vberschrift.
liegen stv. 2 43, mentiri 19 8.
lieht stn. 36 30. 43 4. 5. 44 6. 7.
liehten swv. hell werden 36 25.
liep adj. 33 11.
ligen stv. 33 32; eitel lid leer
ist 9 31.
line adj. sinister 34 1.
♦linsenkorn stn. 10 1.
lip stm. corpus 9 23.
ltphaftec adj. 9 19; ain 1.
grozzen: corpus quoddam
20 22.
liuhtende part. adj. 5 12. 45 3.
6, lucidus 8 i, candidus
25 26.
liute stm. plur. 33 6. 7. 10. 13.
15. 23. 30. 31. 34 2. 7. 13. 35 10.
22. 28. 36 2. 14. 22. 36. 37 1.
5. 40 8. 44 15. 17. 23, VUlgUS
3115.
louf stm. 3 60, motus 4 15.
5 9. 13. 8 3. 8. 11. 12. 18. 22.
24. 26. 29. 16 6. 7. 8. 20. 23.
17 13. 29 25. 41 5. 7. 8. 10.
11. 42 18.
loufen stv. currere, decurrere
17 21. 18 17. 18. 19 22. 20 3.
25 l. 36 17. 19. 41 6 (mo-
ved).
luft stm. 6 1. 7 19. 24. 10 21.
36 3i (aer). 33. 37 2. 42 29
(aer).
luge stf. 2 44.
luter adj. 2 7. 5 10. 7 19. 14 22.
lachen swv.: man macht
componitur 4 9.
majestat stf. 2 5.
mal
(mol)
stm. :
ain
m
per 44
»*«
36.
semel 8 17. 23; ze ainem m.
semel 34 8.
malen swv. 3 44.
maler stm. 3 44.
mane swm. luna 5 33. 7 21
1919.21. 4116. 18.23.24. 42 13
*
15. 43 1. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 11.
12. 16. 44 1. 2. 3. 4. 7. 10. 28;
in dem vollen monen: in
plenilunio 42 35. 43 9. 10.
16. 45 18; so der m. neu
ist: in novilunio 44 9. 4525.
mangebreche swm. eclipsis
lunae 11 u.
mandt (moned) stm. Monat
35 34.
marc stn. Zeichen 14 29; ain
untaillich m. : punctus 14 2.
maere stn. 2 40.
martertac stm. passio 45 16.
29.
mastboum stm. mains 12 8. 9.
materjelich (matergleich)a€f;.
elementaris 7 15.
maze (moz) stf. Art 5 24,
Langenmap 15 4; in ainer
untailleichen m. : in ins tan ti -
35i6.
mediclinium 15 u.
meinen swv. dicere 28 29.
meister stm. 4 l. 2. 16. 21. 8 3
(philosophus). 23. 9 18. 10 7.
13 26. 17 14. 24 31.
27 9
28 22. 32 27. 33 13. 32. 34 17.
21. 33. 37. 37 5. 6. 42 25. 45 30.
meit stf. Maria 3 50. 63.
mensche swm. 2 16. 13 4. u.
16 9. 11. 14. 20.
mer stn. 12 6, ocean us 33 u.
m6r: auch mer: item 14 4.
meren swv. augere 29 13. 15,
refl. 32 12.
merwazzer
stn.
aequorea
aqua 33 u. 22.
mezzen stv. mensurare 14 30.
21 16; ze deutsch m. ins
Deutsche ubertragen 3 72.
4 3.
mezzer stn. 2 35.
mile stf. Meile 153. 4. 5. 7. 8. 9,
milliarium 38 2. 10. 39 7.
10. 21. 22. 30. 40 7.
minne swf. 2 2.
minnern swv. refl. minuere
42 30.
minnesam adj. guns tig 17 11.
*
Wortverzeichnis.
55
stf
commixtio
minst adj. sup. minima 13 86.
minute /. minutum 19 1. 24 s.
21 14. 15. 41 6.
mischen swv. refl. sich dazu
gesellen 1 17. si, temperare
25 9.
mischunge
7 28.
mittac stm. meridies 17 9.
226; dez mittentags kraiz:
circulus medii diei 22 6.
mitte stf. 8 30.
mittel stn. medietas, medium
4 28. 8i. 12. 9 3. 10 18. 19.
13 15. 16. 17 is (una eius
medietas). 28 28. 29. 30. 82.
29 1. 37 30. 38 3. 11. 39 8.
15. 23. 31; on m. 8 3 (con-
tinuum). 9 20.
mittelmaezecai;.: an irr mit-
telmezzigen lengen : dia-
metro 4 18.
♦mittelnehter stm. aequinoc-
tialis 8 12. 17 17.
*
mittelneigerin
stf.
medi-
*
clinium 14 25. 27. 29.
mittelpunct stm. centrum
4 6. 7 18. 13 20. 25. 14 1. 8.
4. 6. 20 13. 40 34. 41 32. 42 1.
i
mittelst adj. : ze m. : in medio
13 6. 31. 14 2. 26. 15io. 16 7.
19 is. 20 18. 41 22.
mittentac (mittemtac) stm.
austrum, meridies 11 19. 25.
27. 12 2. 14 28. 17 19. 19 25.
20 4.
2318.
27 6.
32 11
*
*
33 2. 4. 34 4. 12. 41 20. 23. 25.
mittentager stm. meridianus
22 2. 4. 5. 7. 9. 10. 27, aus-
trum 25 27. 27 2.
mittentagerin stf. [polus]
meridionalis 17 8.
mittenteglich adj. meridio-
nalis 20 5. 6.
mdr swm. Aethiops 34 19. si.
33; der mdrn lant: Aethio-
pia 34 17. 25. 26. 35. 35 7.
morgen: dez morgens adv.
Ausdruck mane 2522. 3235.
36 25; gegen dem m. 26 20.
mugeltche adv. 10 3.
mii gen v. an. : mage man Ind
Pros. 11 10.
mulrat stn. 8 19. 14 20.
munt stm. 3 58.
niderganc stm.: der sunnen
*
nach adv. : vil n. : fere 24 7.
15. 18. 41 6.
nadyr swm. 42 35.
nahe adv.: nastier comp. pro-
pinquior 10 8. 11; naehste
sup. 8 7.
neehe swf. propinquitas 94. 8.
nahen adv. 11 1; n. da pei:
circa 43 9. 45 26.
nahenen swv. accedere 22 7.
26 34. 31 3. 41 7.
nahent adv. prope, propin-
quum 10 14. 31. 37 17. 18. 84.
43 8. 441.
naht stf. nox 4 12. 8 17. 11 14.
15. 16. 14 22. 29. 16 5. 18 18.
22 9. 26 9. 19. 23 (nox
parva). 30 15. 17. 23. 27.
31 2. 6. 7. 9. 12. 15. 18. 33.
32 2. 4. 6. 9. 14. 33 8. 9. 35 23.
25. 26. 33. 36 5. 20. 21. 84.
37 3. 41 6.
name swm. 17 3. 29.
nature stf. 12 30. 14 3. 7. 4427.
45 23. 24. 30 ; von sainep n. :
naturaliter 14 1.
naturlich adj. natural is 22 28.
26 19. 29 22. 23. 27. 31 12. 14.
32 10. 36 22. 28. 45 19.
naz adj. 18 26.
nebel stm. nebula 12 21.
nebeleht (neblik) adj. nubi-
losus 36 31.
neben prap. citra 34 5.
neigen swv. refl. 2 2, tendere
13 32. 14 3. 4, moveri 14 6,
declinare 17 18. 20 1. 23 22.
41 19. 20, fiecti 35 14 ; naigt
ez sich fiber sich: ascen-
dit 14 6.
nemen
stv.
sumere
34 28
colligere 41 10.
n. : occidens 8 11.
niderval
stm.
27 27;
der
sunnen n.: occidens 9 11.
11 30.
♦nidervallen stv. 11 12. 33 6.
36io.
nimmer adv. 33 18.
niun num. card. 5 8. 8 6. 8.
niunde num. ord. 18 21.
niun zee num. card. 24 11. 16.
noch konj. nee 27 32 ; = n&ch
14 29.
nomen 45 34.
ndt stf. 25 2 ; so must von n.
sein daz: sequerentur duo
impossibilia 9 29 ; von n. :
de necessitate 29 28.
ndtdurf t stf. necessitas 9 27 ;
n. sein: necesse esse 42 25.
43i5.
nu stf. instans 24 is. 35 23. 27 ;
in ainer nu : in ins tan ti
35 15. 24.
nutze adj. utilis 9 27.
nider adv.: ze niderst 18 4
ob prap. supra 10 9. 33 3.
3617.
ob conj. si 9 28. 43 6. 8. u. 6.
ober adj. in summitate 12 10,
superior 42 7.
oberst adj. 10 4, ultimus 8 8;
der 0. Got: sublimis 7
offenbaere adj.: o. stn: patere
9 10. 105. 12 11. 13 19. 22 84.
24 5. 27 23. 28 10 (mani-
festum esse). 29 9. 45 u.
ohse swm. 1 10. 12 33; taurus,
Sternbild 17 1. 18 1. 7. 8.
20 2. 25 25. 26. 28. 26 2. 5.
27 so (gerehter dem onsen:
rectior tauro). 28 3. 34 20.
23. 24. 27. 37. 36 7, b0S 1638.
♦ohsenhouwe stn. 1 10.
♦ohsentrtberlln stn. Bootes
33i.
ohsenzagel stm. colurus 21 2.
6. 11. 17. 19. 22. 22 27. 30.
23 31. 34. 35. 24 6. 8. 10. 17.
ohsisch adj. : die siben ohsi-
*
*
^
56
Wortterzeichnis.
schen . . zaichen : signa bo-
re alia 19 so.
♦olmenstock f: olmen stock
aus hanf gespunnen 1 12.
Die Stelle ist mir unver stand-
Itch, olm ist nd. und be-
deutet faules Holz. In der
Wendung l Hanf spinnen y
liegt tin verdchtlicher Sinn.
ordenunge
stf.
A nordnung
6 7, ordinatio 17 29, ordo
36 9. 12. 40 25.
ouge sum. oculus 1 1. 2. 7. 12 7.
9. 10. 13. 20.
ougenender stm. horizon, id
est terminator visus 7 5.
10. 11. 22 2. 12. 13. 14. 16.
16. 18. 19. 20. 21. 23. 24. 26.
83. 23 6. 25 19. 26 8. 27 12.
28 26. 26. 29 32. 30 11. 13.
14. 16. 21. 24. 27. 28. 31 6. 16.
35 13. 16. 18. 21. 24. 29. 82.
36 4. 16. 16.23.26.27.29. 3736.
38 4. 9. 39 1. 24. 40 6. 18.
persdne stf. 2
pfaffe swm. 3
pheit 6
9.
Oewand 3
/*K
til
phenninc stm. denarius 10 28
phlegen stv. solere 29 82.
planete swm. planeta 4 u
5
18. 20. 26. 6 3. 6. 17 20
*
19 23. 20 H. 40 27. 41 16. 26.
31. 82. 42 1. 4. 6. 6. 9. 11.
44 16. 19. 21.
pleyaden swf. pleyades 26 3.
18. 16.
p6£te swm. poeta 25 15. 27 33.
34ii.
praht stf. 21 82.
prtiefen swv. notare, intelli-
gere 13 26. 14 2. 22. 27. 19 6.
6. 20 16. 26. 27. 21 10. 22 1. 6.
23 9. 24 19. 27. 26 11. 27 16.
28 7. 16. 20. 29 27. 30 1. 31 9.
19. 27. 30. 32 16. 33 6. 26.
34 17. 36 1. 37 7. 8. 20.
40 2. 11. 28. 41 4. 26. 27. 80.
42 19. 44 io. 30; geprueft
16 28.
pruevelich adj. notabilisl3 27;
kaum pr. : nullius sensibi-
litatis 41 13.
punct stm. punctus 5 1. 2. 8.
4. 13 18. 28. 29. 16 28. 21 6.
6. 7. 8. 16. 18. 20. 21. 23 9.
10. 16. 36. 24 2. 6. 27 18.
28 21. 30. 29 21. 30 1. 2. 8. 9.
22. 31 13. 29. 32 1. 18. 20. 26.
26. 36.
rast stf. Ruhe 3 68, stadium
14 16. 19. 31. 88. 15 1. 2. 8.
4. 17. 18. 19.
rat stn. Muhlrad 8 20.
recke swm. 2 41.
♦redenstric
stm.
argumen-
tatio 28 7. 29 10.
regenwazzer stn. 18 26.
regenzlt stf. tempus pluviale
10 20.
reht
adj.
rectus 36 9. i«.
4421 ; adv. recte 31 23. 26. 83.
32 2. is; r. als: tamquam
7 18,
sicut 33 31,
quasi
35 23. 26.
reht stn. : ze reht nach dem
Branch 15 3. 4.
reiden swv. refl. sich drehen
16 31.
reine adj. 3 61.
rlche stn. regio 7 14. 16. 17.
8 1. 6. 15 6. 24 28. 34 19. 34.
35 1. 7.
rim stm. 21 26.
rinc stm. 3 ei, motus 4 14,
circulus 15 21.
ritter stm. 1 13.
roemisch adj. 15 6.
♦roubfruht stf. deutsche Be-
zeichnung fur Boreas 17 4.
nickel ingen adv. praepostere
36io.
rucken swv. rapere 8 16,
rueren swv. beriihren 11 1,
ausgehen
16
turbare
33 14, transire 35 23.
rueren stn. contactus 35 86
(daz kurtz r.). 42 6.
♦runden adj. Verschreibung
aus rundeu ist ausgeschlos-
8 en. Das n ist stets unver -
kennbar ; auch steht 6 10 in
der H s .Tixude . Das Wort steht
nur in den Wendungen ain
runden grozze : spera 4 6. 6.
7. 10. 5 4. 6. 6 10. 7 1. 8. 8.
15 13. 23. 20 17. 27. 22 1. 27 8.
17. 28 28. 29 11. 12. 14. 16.
17. 19. 26. 27. 29. 80. 30 16.
20. 31 10. 14. 33 16. 41 7,
und runden gr6zzig: spe-
ralis 7 7. 21 24. 22 17.
runst stf. Quelle 2 1.
*runsten swv. uberstrdmen,
ersticken 3 67.
ruofen stv. schreien uber 1 22.
ruowen swv. 5 13.
sache stf. ratio 9 12. 17. 21,
causa 11 17. 28. 12 16. 24.
16 17. 17 27. 29 29. 81. 82.
saelde swf. Gute y Qnade 3 63.
same (some) swm. semen
26 6.
samenen
swv.
zusammen-
sttzen 22 28. 26 19.
samenunge
44 2. 9.
stf
conjunctio
seen (seen) swv. sden 25 24.
satz stm. Stellung 9 6, fixio
31 16, statio 42 4. 6. 8. 11. 14.
schal stf. Schale 8 7.
scharph adj. 3 48, spitz 11 4,
schneidend 1 8 21 .
senate stm. umbra 32 34. 86.
33 4. 5. 34 1. 8. 6. 10. 11. 13.
16. 42 28. 31. 44 33. 34. 45 1. 4.
scheiden stv. dividere
6 9,
distinguere 21 22. 22 30.
schelch adj. obliquus 27 29.
31 24. 26. 26. 30. 32 2. 13.
4418.
schelchheit swf. obliquitas
29 29. 31.
schepfen swv. erschaffen 2 13.
schepfer stm. Qott 16 u. 16.
21.
schiben stv. rotten 1 8.
Wortverzeichnis.
57
schickunge «(/. Art 6 », com
Pi
32
schiere adv. cito 12 1.
scbif stn. navis 12 6. 7.
schilhen subst. Inf. obliquitas
29 38.
♦schilhende
adj.
obliquus
610. 7 8. 17 26. 22 15. 19. 22.
23. 25. 26 29. 28 28. 29 11. 14.
17. 27. 80. 32. 30 20. 24. 31 24.
schln
stm.
7 20.
18 4. 5. 9.
26 35. 27 5. 43 4. 24. 26; der
sunnen sch.: radius Solaris
3631. 44 28 ; seinen sch. ver-
lisen: eclipsim pati 43 17.
♦schtnbrecherinne stf. eclip-
tica 19 16. 18. 28. 26. 35 12. 21.
40 30. 41 17. 18. 29.
schlnen stv. apparere 10 29.
11 15. 12 4, Ulcere 33 8. 10.
44 85.
schlngebreche (scheingepre-
chen) stn. eclipsis 4 15.
11 13. 19 21. 40 27. 43 6. 7.
9. 17. 44 6. 8. 10. 12. 26. 45 15.
19. 24.
schorpe swm. scorpius, Stern-
Mid 18 1. 19. 26 1. 32. 33.
27 so. 28 8. 36 10.
schrenken subst. Inf. inter-
secatio 21 23. 22 21.
♦schrenkunge stf. intersecatio
7 6. 12.
schrtben stv. describere 9 8.
schrit stm. 15 2.
schulde stf. 1 25.
schiitze swm. Sagittarius,
Sternbild 18 22. 27 31 (Chi-
ron). 28 3. 16. 31 20.
♦schtitzelln stn. arcitenens,
Sternbild 1 8 2
sehen
stv
sihstu:
patet
37 29.
158
sehste num. ord. 18 16. 19 2.
39 23. 40 8.
sehzehen num. card
37 32. 39 32. 40 4.
sehzec num. card. 18 so. 19 1
2. 41 6.
seige stf. Demut 3
seine (saim) adv. paulatim ! soln an. v.: sch 61 1: deberet
9 s.
selp adj. : da selbenst dor* 3388
in ilia parte 13 11, ibi 35 is
*
elploufec
lplauffi
ger stern Planet 5
selpwesen stn. substantia 5
senfte adj. weich, mild 18 1
setzen stv. disponere
ponere
722,
12 5; wol setzen
12 9.
solt stm. 1 14. 3 54.
spsere (spera) /. 4 6. 9. 16. 19.
21. 5 6. 15 21 (m.). 28. 24. 27.
spehen suw. 1 24.
spinnen stv. 1 12.
spitze swf. 3 42. 10 32. 11 2. 4,
polus, vertex, accumen 5 5.
schon darsteUen 2 36.
siben num. card. 37 27. 28.
40 8. 27.
sibende num. ord. 18 17. 39 81.
20 18. 16. 23.
214.
22 24.
siben ges time
26 s.
stn
pleyades
23 22. 25. 26. 82. 24 1. 35 12
41 7. 43 8 (conus).
spitzen suw. refl. 43 so.
spitzec adj. 45 10.
sprengen swv. 13 1.
spruch stm. versus 28 2.
sibensterne stm. septentrio ; stapfel stf. Orad einer Ein-
16 31. 20 1.
side swf. 1 13.
sidel stn. Sitz 2 27.
sin stm. 3 74. 34 17. 83.
stn an. v.: Inf. gesln (gesein)
in der Verbindung mac g.
teilung 19 3.
stare adj. solidus 4 20. 22.
stant stm. stacio 42 4. 5. 8
stat stf.
locus
4 19.
9 29
10 3.
28 22.
1215. 19io.
25 2.
t «
sinewel (sinbel) adj. rotundus
4 20. 9 12.16. 17. 20. 22. 24. 26.
10 7. 11 11. 12 6. 83. 13 2.
15 13, sphaeralis 37 11.
♦sineweln (sinheln) subst . I nf .
rotunditas 11 29. 42 so.
site stm. 6 3.
site stf. latus 32 11.
*sitenstr£fer stm. poeta
satiricus) 25 15. 17.
sitzen «<v.teneri 13 si, stecken
bleiben 16 82; ez ist ge-
sezzen = es ist verfafit 3 71.
4 2.
sitzer stm. stacionarius 42 1.
16.
slahen stv. percutere 32 so. 88.
sleht adj. planus 10 8. 11 29.
12 8. 13 20.
smal adj. 19 6.
snel adj. velox 33 8. 9.
snelle adv. repente 35 19.
snlden stv. 2 36.
snuor stf. zona, plaga 24 29.
32. 25 2. 7.
ibis (Stadt). 1613. 32. 2125.
32 80. 33 28. 34 10. 36 36. 87.
37 2. 82. 35. 386. 7. 393. 4. 12.
19. 26. 27. 40 4. 41 21. 42 9.
43 8.
stechen stv. 18 20.
stecken swv. : gestecket part.
fixus 13 26.
♦steer stm. stacionarius 42 6.
stein stm. 7 29.
steinboc stm. caper, Stern-
bild 18 2. 23. 24. 21 6. 16. 29.
23 16. 28 21. 30 2. 9. 31 5. 22.
32. 32 20. 26. 35 26. 36 8.
stfin stv. existere 10 19, esse
11 22.
sterne stm. s tell a 4 u. 5 10. 16.
9 2. 6. 10 11. 13. 17. 23.
11 12. 13. 18. 21. 25. 26. 12 1.
13 5. 26. 28. 30. 14 21. 28. 17 1.
2. 18 6. 12. 27. 20 21. 25 19. 28.
26 3. 7. 10. 26. 31. 34. 27 4. 5.
33 6. 12. 15.
sternelln stn. stella 33 10.
♦sternhimel stm. firmamen-
tum 8 22. 9 2. io. 23 n. 17.
29 25. 30 3. 7. 35 14. 81.
41 1. 3. 8. 9.
♦sternec adj. : die siben ster-
58
Wortverzeichnis .
'? 7*
.?*
nigen zaichen: signa sep-
tentrionalia 20 l.
♦sternlebse stf. astrolabium
14 19. 21.
sternpriiefer stm. mathemati-
cus 26 io.
sternseher stm. 5 u. 6 7. 8 84.
13 is. 14 17 (philosophus),
astronomus 18 so. 19 2. 8.
25i6. 27 8. 32 3. 42 86; der
st. kunst: astrologia 19 18.
sterzen swv. erigere 21 1.
sttge stf. trames 31 27.
stlgen stv. 1 8 24.
strafen swv. tadeln 9 19. 36
strseflich (straffleich) adj. 1
Vber8chrifi.
strecken swv. extendere 3424.
27. 37. 37 34.
stric stm. argumentatio 28 10.
stucke stn. pars, portio 5 8. 9.
6 4. 7 17. 27. 8 12. 10 8. 9.
12 28. 30. 32. 33. 13 21. 14 8.
18 (klain st. = grad). 15 16.
16. 18. 24. 25. 17 3. 8. 18.
23. 24. 18 28. 19 4. 27. 29.
20 3. 6. 18. 19. 21 16. 23 3. 5.
24. 24 s. 23 (ad invicem).
27 11. 14. 22. 28 9. 10. 11. 18.
18. 28. 24. 26. 29 2. 19. 20. 24.
30 17. 21. 25. 32 34. 34 26. 35.
37 12. 17. 18. 21. 22. 23. 25. 27.
28. 40 33. 41 13. 14. 43 7.
stucken swv. dividere 7 u.
15 28. 19 2.
stumpf adj. breit 11 2.
stunde stf. hora 827. 29. 11. u.
15. 32 7. 9. 10. 35 23. 26.
37 81. 34. 35. 36. 38 3. 7. 8. 11.
39 5 8. 12. 13. 15. 19. 20. 28.
28. 32. 40 2. 4. 12. 41 13.
SUl Stf. 45 1.
♦suler stm. Qestalt tines 8 chat -
tens 44 33. 34. 36.
sumer stm. 18 17. 20 3. 31 28.
32 24. 27. 28. 29. 33 30.
sumerlich adj. aestivalis 202.
23 14. 24 24. 25 7.
sumer tac stm. dies aestatis
31 17.
sumerzeichen
stn.
signum
tac stm. dies 4 12. 8
australe 18 16. 31 17. 19.
sumer ztt stf. 13 1.
sunder adj. particulars 43 7.
sunne swf. 1 11. 20. 28, sol
5 30. 8 U. 14. 26. 27. 10 28.
11 16. 17 27. 18 4. 7. 9. 10.
11. 13. 16. 17. 18. 20. 24. 19 19.
21. 22. 20 3. 7. 10. 21 4. 8. 9.
12. 18. 19. 22 5. 23 9. 12. 14.
16. 18. 21. 30. 24 4. 8. 10. 12.
19. 33. 25. 5. 25. 30. 32. 26 1.
20. 21. 27. 28. 33. 34. 96.
27 5.6. 29 24. 3019.22. 31 1.
17. 18. 28. 31. 33. 32 16. 17.
18. 20. 21. 24. 26. 34. 33 2. 3.
4. 24. 29. 34 8. 9. 14. 35 5. 21.
23. 25. 33. 36 4. 6. 17. 19. 22.
25. 27. 28. 29. 31. 32. 40 28.
41 4. 9. 10. 42 21. 27. 32. 33.
43 2. 3. 4. 14. 22. 29. 44 2.
3. 6. 6. 7. 8. 9. 12. 23. 29.
4516. 28.
sunnenglast
schein 27 2.
♦sunnenlich
stm
Sonnen-
adj.
heliacus,
Solaris 25 17. 26 26. 88.
♦sunne nlouf stm. 41 7.
sunnenschtn stm. 43 30.
sunnewende stf. solsticium
2029. 213. 25. 27. 2231. 2332.
32 20. 23. 33 30. 35 2 ; die
sumerliche s.: s. aestivale
21 7. 8 (sumerlichen nom.).
12. 23 10. is. 24 25; die
winterisch s.: s. hyemale
24 25; die hoh s.: altum
s. 32 is. 30. 32 ; die nider
s.: imum s. 32 21.
♦sunnewendec adj. sols faci-
alis 27 19.
sw»re adj. 723. 1332; swserest
7 23; aller swaerest: summe
gravis 13 82. 14 8.
swarz adj. deniger 34 35.
swebelic (sweflik) adj. 14 12.
swester stf. 21 38.
swimmen stv.: s. uber: emer-
gere 35 is. 24.
16 5.
18 18.
22 5. 27. 28
25 19. 20. 26 10. 19. 29 22. 27
30 4. 5. 17. 23. 27. 31 2. 7
11. 12. 14. 19. 28. 31. 32.
6. 9. 14.
34 10. 12.
32 1
35n
22. 27. 33. 34. 36 19. 21.
24. 25. 26. 27. 28. 36.
37 s
30. 33. 35. 38 3. 7. 11. 39 4.
8. 12. 15. 23. 27. 31. 40 1. 4.
41 6. 12.
teglich adj. quotidianus 25 23.
teil stn. pars, portio 10 18.
13 10. 14 10. 15 25. 16 28.
29 2. 8. 34 23. 24. 35 17. 31.
33. 34. 36 2. 5. 16. 41 13; in
dem andern t. : per resi-
duum 34 12; ein sein t.: ali-
qua pars eius 34 is..
teilen swv. dividere 7 27. 8 89.
13 21. 15 14. 24. 18 28. 30.
22 12. 39 34. 40 33.
tief adj.: die armen tiff en
sel: manes profundi 17 15.
tier (tyr) stn. 7 29. 30. 16 is.
♦tierkreiz (tyrkr.) stm. zo-
diacus 8 30. 17 22. 18 29.
19 3. 6. 14. 17. 27. 20 3. 12.
16. 24. 21 4. 7. 23 21. 22. 23.
25. 26. 33. 24 1. 27 18. 20. 24.
28 12. 13. 15. 17. 19. 21. 29. 31.
29 1. 3. 5. 6. 8. 24. 29. 31.
32 83. 33 25. 27. 34 24. 26.
35 12. 13. 15. 18. 29. 31. 36 5.
16. 17. 41 7. 11.
tierkreizesspitze (tyrkr. ) swf.
23 27. 80. 24 4.
tiernamen (tyrn.) swm. 1728.
♦tierzirkel (tyrz.) stm. zo-
diacus 8 29. 15 26.
tihten swv. verfassen 3 70. 4 l.
t6t stm. 45 32. 83, corruptio
17 28.
tou stn. ros 13 l.
trsege adj. lentus 27 si.
tr&gelfchen adv. tarde 17 i.
tragen stv. 1 1 ; trag Conj.
*
*
halten soil 21 29.
\
treten
stv.
elongare
12 8,
*
Wortverzeic hnis .
59
*
terere 17 2, einlreien 18 4.
7. 81.
♦treterin /.: die siben t.:
septem teriones 17 a.
trinitat stf. 2 6.
tropfelln stn. gut tula 13 i.
true ken adj. 5 22. 27.
truebe adj. turbidus 7 20.
tuchen (getaukt) swv. tinge re
33 21.
tuon an. v.: tuo wir ab: ex-
cludantur 1218; dar zuo
tuon (ton): assignari 29 82.
tur stf. 35 4.
turse swm. 2 41.
turse nm sere stn. 1 Oberschrift.
tusent num. card.: vier t.
15&; sens t. vier hundert
und niunzec 157; sens und
drtzec t. 8 23 ; zwanzec t.
und virhundert 156; ah zee
und hundert und ahzec t
15 17; zwei t. und funfzec
t. und zwei hundert t.
1416.
twinge n stv. urge re 26 24.
iibel sin. 45 88.
uberbreite stf. superficies
*
13 23. 24.
ubergen
14 30.
stv.
durchlaufen
liberie adj. ubermdfiig 1 8 14 ;
seinuberigeugrozze: nimia
quantitas 12 4.
uberkreiz
stm.
epicyclus
41 16. 81. 32. 42 7. 10. 19.
uberlast stm. zu grofie Last
3 67.
ubermaz stn. 3 59.
ubernaturlich adj. 45 21.
ilberschrenken swv. interse-
care 7 6.6.11. 17i7.i8. 21 7.
22. 22 21. 33 26. 27. 35 16. 17.
29. 36 16. 37 11. 41 20.
Ilberschrenken subst.
intersectio 41 21.
♦uberschrenkunge stf. inter-
sectio 41 88. 84.
*
Inf
ubertreffende adj. : mit ainer
ubertreffenden sprache:
antonomasice 25 so.
♦uberwelzen swv. pertran-
sire 29 26.
uf]- gen an. v. oriri, ascen-
dere 11 12. 12 1. 13 u. 25 19.
20. 81. so. 26 1. 16. 17. 18.
27 11 (nihil aliud quam
partem
oriri et occi-
ufgj
4
dere). 12. 13. 14. 21. 28 8. 10.
18. 18. 81. 29 8. 31 23. 29. 30.
32. 33. 32 2. 4. 6. 13. 14. 33 6.
35 4. 19. 36 6. 9. 29 ; -heben
stv. elevare 36 32; -swim-
men stv. emergere 26 7.
inc stm. ortus, ascensio
10
18. 11
13
25 14. 16. 18. 22. 23. 29. 26 7.
8. 10. 11. 13. 21. 22. 26. 28.
27 7. 10. 14. 17. 20. 23. 26. 27.
28 1. 29. 29 1. 3. 12. 13. 14.
18. 22. 25. 28. 31 21. 40 11.
41 6. ii ; der sunnen ufg. :
oriens 8 n. u. 9 1. 10. 11 29.
16 18.19.24. 22 7.8.11. 25 19.
3012.
33 1.
37 9. 14. 16.
40 20. 42 2. 8 ; die liute gegen
der sunnen ufg.: orien-
tates 11 16. 12 1.
ufgereht adj. rectus 6 10. 7 1.
3.7. 2123. 2216.17. 18. 27 8.
17. 30 16. 31 27. 33 16, per-
pendiculars 34 4. 10.
ufgerihtes adv. recte 5 3.
♦ufhoBhen
aux 41 1.
♦ufrihter m. directus 42 10.
•
stf
directio
ufrihtunge
42 8.
♦ufvarer m. directus 42 9.
ufvart stf. directio 42 8. 14.
♦ufverter m. directus 42 16.
umbe]- grlfen stv. umfassen
16 7; *-hcehen swv. elevare
10 6;
-louffen stv. 11 19.
14 84; *-sliezen stv.trfasstn
3 46, continere 4 22, cir-
cumdare 7 29. 37 8, cir-
cumscribere 25 3; -van en
stv.
circumvolvere
106;
-vtieren swv. circumducere
4 18.
20.
34 31;
-walzen
swv. 9 6, movere 35 16.
♦umbegrifec adj. : aller umb-
greiffigst: capacissima 9 25.
umbekreiz stm. superficies
5 1. 3, circumferentia 14 5,
ambitus 14 16. 17. 15 6. 14.
16, circuitus 19 14.
27 18,
•
orbis 32 si. 33, epicyclus
42i.
umbelouf stm. revolutio 2923.
35 31.
umbeneigen swv. hinkehren
14 26.
♦umberuc stm. raptus 30 8.
♦umber tic ken subst. Inf. rap-
tus 30 3.
♦umbesliezende
ysoperimetrum
10 2.
umbeslinge f.f n. f spira
30 6.
♦umbevahende adj. part, yso-
perimetrum 9 24.
umbevart stf. circumferentia
ainer umb-
adj.
part
9 23
30
*
41 32. 33 ; gank ainer
verte: transitus 4 17.
♦umbewalzen subst. Inf. mo-
tus continuus 9 7. 8. 9.
adj.
mse-
♦unabscheidlich
parabilis 42 31.
unberhaft adj. 18 16.
unden prap.: u. pei: iuxta
pedem 12 7.
under prap. infra 36 17.
under adj. inferior 8 is. 17.
42io; geleich dar under:
directe suppositus 25 1. 6.
12; geleich u.:. suppositus
43i4.
underdrucken swv. deprimere
35i9.
underganc stm. occasus 13 7.
25 29. 26 33; der sunnen
underg. : occidens 8 u. 9 1.
16 19. 23. 22u. 33 1. 37io.
14.
16.
40 20. 42 2;
die
leute gegen der sunnen u. :
occi den tales 11 so.
60
Wortverzeichnis.
undergen v. an. occidere,
abscondi 13 ifi. 25 so. 26 21.
25. 36 29.
underlaz (underloz) stm. : on
u. : continue 35 14. 36 19.
underligen stv.: der gerihtes
underlig: suppositus 37 7.
underscheiden
guere
20 28
stv.
21 3
distin-
23 81.
24 28. 35 1.
underscheiden part. adv. dif-
ferenter 26 19.
undersitzen stv. subsidere
26 29.
understlgen stv. tendere in
occasum 9 6.
undertuchen (-tauken) swv.
mergi 33 9, tingere 33 is.
undertuon an. v.: werdent
*
*
unter
35 20.
getan
occidunt
underval stm. occasus 4 11.
11 is. 25 u. 16. 31. 26 20. 22.
27 7. 10. u. 16. 28 1. 33 12.
41 4. 11 ; der sunnen u. :
occidens 26 8. 30 13.
♦undervallen
stv.
occidere
1117. 25 27. 26 1. 5. 15, 27 2.
3. 4. 11. 33 15. 18. 36 6. 10. 12.
uneigenlich (unaigentleich)
adv. aequivoce 34 22.
ungellch
adj.
impar
7 13.
22 22. 30 25.
unges&let adj. seelenlos 16 12.
impetus
ungestueme stn.
14 10.
unhulde stf. 1 26.
unkunt adj. ignotum 34 1.
♦unmerklich adj. insensibilis
13 25.
unmuglich adj. fa Is urn 9 si,
impossibile 14 7.
unruowe stf. 1 18.
unschuldic adj. 45 82.
unteilhaftec adj. 8 1.
unteilec (untaillich) adj. un-
teilbar 13 17. 14 2.
unvellec adj. inocciduus 3320.
unvernunftec adj. irrationa-
lis 16 13. 81.
unwegelich adj. immobilis
7 82. 81. 13 81.
♦unwonhaft adj. inhabita-
bilis 24 38. 25 4. 37 18. 19.
21. 24.
uover stn. 12 6. 8.
urloup stm. : mit u. mit Ver-
laub 918.
uz prap. extra 40 35.
uzer (auser) adj. dufiere lis.
♦uzganc stm. processus 27 28.
uzpunct stm. excentricitas
29 38.
uzpunctec adj. excentricus
40 80. 81. 85. 41 1. 5. 18. 29.
uzsaz stm. excentricitas 29 38.
uzvueren swv. 14 10.
*
*
vadem stm. 15 10. 11.
vahen stv.: daz zwischen
gevangen ist: intercepta
35 32. 36 2.
valke swm. 1 17.
vallen stv. cadere 10 22. 31 25.
43 3. 45 31.
falsch adj. falsum 12 3. 24 21.
valten stv. hullen 2 24.
vater m. 5 19, Oott 2 9. 12. 17,
Christus 45 32.
vaz stn. 1 5. 7. 9 25.
vensterlln stn. foramen 14 28.
verandern swv. 7 25. 35 4.
40 is, refl variari 27 22.
veranderunge stf. variatio 8 2.
verbergen stv. 1 4 20, depri-
mere 7 10, occultare 1 3 is.
17 14.
22 20;
verporgen
werden: in occasum ten-
dere 11 26.
verbieten stv. 1 8 18.
verbrennen swv. 14 18.
verliesen stv. aus den Aug en
verlieren 9 7. 33 18. 44 22.
vernemen
13 20.
stv
intelligere
vermin ft stf. :die natiirleich
v.:
ratio physica
34 83
36 28.
vernunftec
adj
ration alis
16 8. 16. 19.
vernunfticlich adv. 16 11.
verpfliht stf. 1 28. 2 so.
verre adj. 10 15. si. lis. 7;
verst 17 8; v. dar uber:
ultra 7 9 ; so v. : In tan turn
II25. 12 7; aller verst:
maximae remotionis est
412.
verren
*
remotio 9 4. 8,
distantia 23 7. 30.
43 29. so. 32.
24 4.
♦
verrldunge (verreidung) stf
*
Umdrehung 14 29.
verseren swv. 18 14.
verslingen stv. 3 62.
versten stv. intelligere
25
12. 34
37 26. 44
versuochen swv. 9 25.
verwirren swv. 3 41.
verzern swv. consumere 27 20.
36 32.
vesperzlt stf. tempus vesper -
tinum 2621.
veste adj. fixa 4 17.
veste stf.: der himel v. Fir-
mament 1 20.
vtent stm. 28 4. 6.
vlentschaft stf. oppositio 28 1.
vierde num. ord. 18 9. 20 21.
24 26. 39 8. 18.
viereckeht adj. quadrilaterus
9 28.
vierschroetec adj. 18 8.
vierteil stm. quarta
[pars]
22 30. 31. 82. 33. 23 4. 83. 84.
5. 24 1. 11. 27 16. 18. 20. 81.
28. 28 11. 14. 15. 16. 18. 19. 20.
21.23. 25. 26. 304. 37 12. 16. 17.
18. 21. 27. 34. 36. 38 5. 8. 39 2.
5. 13. 19. 29. 40 4. 6. 41 12.
vierzehen num. card. 38 n.
39 6. 8. 12.
vierzec num. card.: einundv.
3916; zwen und v. 24 16;
drt und v. 39 20; funf und
v. 39 24; siben und v.
39 29; aht und v. 24 15.
39 32.
figur stf. figura 6 6. 12 11.
19 12. 37 29. 44 32.
*
%
Woriverzeichnis.
61
t
%
vil adj. : als v. : totidem 24 u ;
als v. . . als v.: tan to . .
quanto 31s. 16; v. mer:
mul to fortius 13 28; wie
vil: quot 4 7.
♦vilecket adj. multilaterus
9 29.
vinden stv. pate re 13 4. 14 10.
15i7. 33 26, deprehendere
32 so; vindestu: inventum
erit 14 33.
firmament stn. firm amen turn
5 15. 13 3. 28.
visch stm. pisces, Sternbild
18 26. 27. 20 6. 27 31. 28 5.
22. 29 7. 13. 36 8. 20.
vischelin stn. pisces, Stern-
bild 18 2.
fiuhte adj. 5 24. 10 20, humi-
dus 27 32.
fiuhte stf. Feuchtigkeit 5 28.
18 14.
fiur stn. 61. 7 19. 24. 14 13.
fiurln adj. 5 11.
fliegen stv. 17 4. 10.
fliehen stv. recedere 23 15.
fliezen stv. 2 1. 10 25.
flue stm. 1 28. 2 29.
volbringen
8tV
vollenden
8 22. 24. 25. 28.
volgen stv. sequi 27 26. 29 16.
22. 31 12, peroriri 28 u. 20.
23. 24. 29 5. 8. 32 8 (volget
oder ganz ufget).
volnahen adj. beinahe f (oder
vil nahen ?) 8 27.
vor adv. prius 11 25.
vorderlich adj. vornehmlich,
*
g erode 35 5.
vorderst
adj.
principalis
25 22, cardinalis 35 2.
vorgenant
adj.
part. 17 7.
20 12. 25 32. 27i. 28ii. 29 10.
30 16. 31 23. 33 12.
37 27,
praedictum 27 25. 45 13.
*vorlenze swm. 16 3.
forme stf. forma 4 8. 7 26.
9 24. 10 32. 12 29. 34 22.
vorrede
stf. 1
2 Vberschrift.
Vberschrift,
fruht stf. 5 22. 17 5. 10. 11.
fruhtbsere adj. 37 6.
♦fruhtwinderin /. deutsche
Bezeichnung fur A uster
17 9.
frumen swv. betdtigen 2 19.
fiieren swv. 33 12, ducere 37 13.
15. 4019. 41 33; mit im f.
14 12.
♦Merer m. deferens 41 16. is.
20. 26. 27. 33.
funft num. ord. 18 11. 24 26.
39 15. 27.
funfteil stn. quinta [pars]:
ein f. 39 28 ; zwei f. 39 10. 25.
funfzehen num. card. 39 15.
19. 23. 27.
funfzec num. card. 40 5 ; ein
und f. 24 13 ; sehs und f.
15 8.
fuoz stm. 1 1. 15 1. 17 16 (sub
pedibus). 34 25. 27. 36; ge-
leichs under iren fuzzen:
perpendicularis 33 2.
furch stf. sulcus 26 6.
furg&i stv.: ez f urging denne:
nisi procederet 34 20.
furhten swv. 33 21. 22.
wac stn. Woge 18 27.
wage stf. libra, Sternbild 16 4
18 1. 17.
27 30.
20 6.
28 3. 16.
21 21. 33
29 7. 13
30 9.
3120
3217
35 9
36 10. 11. 20
wagen stm. Sternbild 96. 20 2.
33 11. 19; die . . iimblauffent
stern die man den wagen
haizzet: septentrio 11 20;
der groz w. 16 27.
*
Bootes
•
wage nkneh til n n.
33 8.
wagenminnerlin 2?oofe# 33 11.
wahsen stv. 1 9. 18. 2 34.
♦wahsen subst. Inf. 16 12.
waltohse swm. bos Sylvester
21 1.
waltohse nzagel stm. colu-
rus, a xwkov graece quod
*
est
membrum,
et
quod
20 28. 29.
est
bos
Silvester
walzen stv. 8 19, volvere 8 21.
9 3. 10, moveri 17 1. 23 24.
31 1. 40 29. 41 8. 23. 25. 32.
33; w. umbe sich drehen
um 7 3i; daz weltzet on
mittel in ainem sinbeln
lauf:
8 s.
circulariter incedit
walzer stm. mobile 5 9. 15. 8 9
wan (won) stm. QlaubenS 8
adj. 40 l; ist niht w.:
war
falsum est 12 2.
warheit (ofter worhait) stf.
1 Vberschrift. 1 3 16. 24. 15 9.
32 6. 44 33. 45 13.
warm adj. 5 24.
wazzer stn. 6 l. 7 19. 23. 27. 80.
10 2. 29. 12 5. 26. 3133. 37 2.
wazzerer m. aquarius, Stern-
bild 26 29. 36 8.
wazzeric adj. 10 21.
wee stm. iter 14 so.
wegen swv.: daz wegt sich
uber sich: ascendit 14 5.
wegen stv. wiegen 18 18.
wehsln adj. wdchsern 9 25.
welhisch adj. 15 3.
wSnic adv. parumper 33 10.
were stn. 7 22. 16 17, machina
7 14. 45 30.
werfen stv. iacere 3235. 334.5.
34 13. 15, proicere 10 28.
werlt stf. 4 7. 7 18. 9 13. 16.
17 10. 13. 20 25. 22 1. 23 24.
34 2 (O. PI. werlde: ne-
morum ? Es ist woM welde
W alder gemeint). 45 30;
die kleine w. : microcosmus
16 9; die grdze w.: macro-
cosmus 16 10.
werltlich ad/.cosmicus, mun-
danus 25 17. 18. 21. 29. 30.
26 17.
wesen stn. 2 3. u. 9 13, Sein
16 12, situs
Erdenbreite
ovyog
33 17 ; daz funft w. : quinta
essentia 8 4.
wetzen swv. 2 35.
62
Wortverzeichnis.
wider stm. aries, Sternbild
16 2. 18i. 2.
3. 6. 19 29. 20 9. 21 20. 81.
27 so. 28 3. 12. 31. 29 io. ie.
30 2. 31 22. 32 17. 34 28. 29.
32. 35 8. 36 7. 8. 18.
♦widerbernkreiz stm. circu-
lus antarcticus 2329. 253.8.
*
widerbirin (widerperinne)
stf, australe signum 33 5;
der w. himelspitz: polus
antarcticus 8 io. 11 22. 17 6.
23 19. 28. 24 26.
♦widerfleizen swv. contra niti
8 18.
widerk§ren swv. redire 16 19.
widerkdrer stm. tropicus 2432.
25 11. 30 6. 26. 31 4. 33 24.
345. 7. 14. 25 ; der sumerleich
w. : tr. aestivalis 23 u. 25 7 ;
der winterisch w. : tr. hy-
emalis 23 20. 25 8. 31 8.
widerkomen stv. redire 4 18.
*
widerkriegende
adj.
fart.
feindlich 522. 17 5, respectu
oppositions 25 29. 26 22,
oppositus 27 26.
widerlage /. : deu w. der auf-
hflhen : oppositum augis41s.
♦widerpunct stm. nadir 43 14.
oppositio
widersatz
stm.
*
43 10.
widersehende part. adj. op-
positus 27 26; geleichs w.:
vero oppositus 41 2.
widerspil stn. Oegenteil 1 7.
widersprechen
dicere 13 is.
widerspriichec
stv.
contra
adj.
wider-
sprechend 5 20. 36 33.
widerstrlt stm. instantia 29 9
adj
oppositus
widerwart
36 9. 13.
widerwertec adj. oppositus
8 is, contrarium 45 22.
widerwertec adv. e converso
29 6. 31 30. 35 26.
wie adv.: wie daz sei: licet
19 6.
40 8.
25 20. 34 26.
36 26.
wile stf.: pei weilen zuweilen
14 8. 10.
winkelltn stn. angulus 7 7.
21 24. 22 18. 22. 37 11.
wint stm. 17 3. 10. 11.
winter stm. tern pus hyemale
10 20. 20 7. 31 31. 32 26. 28.
29. 33 30.
♦winterisch
23 20. 25 8.
adj
hyemalis
♦wintersunwende stf. solsti-
cium hyemale 21 17. 23 17.
20.
winterszlt stf. 16 32.
wintertac stm. 31 9.
*
winterzeichen stn. signum
septentrionale 20 7. 31 18.
wirbel stm (werbel) vertex
17 14. 16. 33 19.
wise
stf
significatio 20 11,
modus 20 15. 20.
25;
ze
geleicher weiz: similiter
27 15. 28 3J. 32 2. 36 1.
feuht
so
ez
witern swv. :
witert wenn feuchte Witte-
rung herrscht 1 21 .
woche swf. 36 1.
wonen swv. manere, habitare,
existere 7 1. 2. 11 21. 13 14.
16 29. 33 7. 16. 17. 31. 36 37.
37 1. 5.
wonhaft adj. habitabilis 25 9.
37 5. 13. 16. 22. 25. 27;niht
w.: inhabitabilis 25 1.
wonunge stf. clima 4 12. 37 4.
5. 28. 30. 32. 33. 35.
38 3
5. 6. 7. 11.
39 2. 8. 4. 8
10. 11. 15. 17. 18. 23. 26. 26.
27. 81. 33. 40 3. 8. 9. 10. 11.
14. 16. 18. 23. 24. 44 12. 13. 17.
20, situs 34 16.
wunder stn. 3 46. 45 21.
wunderlich adj. 2 20.
wundern swv. refl. mirari 34 1.
wiirken swv.: die . . wur-
kend in sich also daz ains
daz ander verandert: qui
vicissim a semetipsis al-
terantur 7 26.
sagel stm. 18 20, cauda 21 1.
zal stf. 4 12. 6 7. 14 27. 15 1.
30 6. 40 2. 41 14.
zalen swv. computare 40 9.
zart adj. 3 66.
zehant adv. iam 27 23, statim
35 24.
zehen num. card. 17 23.
zehende num. ord. 18 23.
zeichen stn. signum 9 2. 6.
11 20. 17 26. 18 2. 4. 6. 7. 8.
10. 12. 15. 17. 19. 20. 21.
23. 24. 26. 27. 28. 19 10.
20 8. 9. 10. 13. 14. 15. 25 28.
30
26 7.
27 13. 34.
28i
*
31 25. 26. 32. 83. 33 3. 4. 34 28.
35 5. 19. 34. 36 6. 9. ii ; dez
z. nem wiralso: sic patet
12 5.
zeichentrager stm. signifer
17 24. 34 20. 41 10. 42 31. 34.
zelezt adv. ultimo 23 u. is.
zemal adv. prout 37 29.
zerbrechen stv. corrumpere
7 25.
*zerdiezen stv. : part, zer-
dozzen aufgeschwollen
tvmidus) 11 19.
zersniden stv. 2 26.
zerstrouwen swv. disgregare
10 24.
♦zesamenvallen stv. 11 9.
Ziehen stv. 5 27. 15 10.
zil
stn. Bestimmung
1 8,
Ende 2 44, signum 12 6. 8.
9. 10. 11. 14.
zimlich adj. debitum 26 6.
zirkel stm. circulus 15 27.
zistel stf. Korb 1 10.
zlt stf. 14 22. 21 25. 28. 26 10.
12. 27 30. 30 10. 41 16. 44 19;
alle z.: semper 16 29. 33 17.
19.
34 5. 15.
35 32.
36 3.
41 33. 42 32. 43 9.
zltlich adj. acronychus, tem-
poralis 25 17. 26 7. 9. 18. 21.
22. 24.
zorn stm. 1 15. 5 29.
zucken subst
23 11. 17.
Inf
rapt us
>
1
t
f
*
•
♦
W ortverzeiehnia .
63
*
zunge swf. 2 16. 3 43. 48. 18 19.
zuoganc stm. access us 17 87.
*zuogen stv. sick schliepen
35 4.
zuopunctec adj. concentri-
cus 41 16.
zuosaz stm. addita men turn
29 28.
zuosltic adj. conterminalis
27 21.
zuoval stm. accidens 5 7. 6 9,
contactus 42 3. 4.
zuowahsen subst. Inf. ad-
ditio 29 20.
zuowendec adj. contermina-
lis 2814. 19. 82.
*
*
*
ziirnen sunt. 5 29.
zweierlei adj. duplex 22 u.
27 15.
zweinzec num. card. 38 1;
zwei und z. 15 16; drt und
z. 8 15.
21 13. 14. 24 12.
36 23; vier und z. 35 22. 26.
38 4; siben und z. 828.
38 9.
zweinzigest num. ord. 15 16.
zwelf num. card. 4 11. 8 25.
11 11. 17 22. 23. 24. 25. 20 16.
17. 18. 37 34.
zwelft num. ord. 18 26. 41 13.
zwinelinc (zwinlein) stm. ge-
mini, Sternbild 18 1. 9. 2732
28 s. 12. 31 23.
16 1
22 28
zwir adv. bis
32 16. 33 24. 25.
zwischen: die himelzaichen
die z. . . sint: signa inter-
media 35 6.
♦zwischenkomen stv. inter-
ponere 44 3.
♦zwischensatz stm. interposi-
tio 44 7.
♦zwischensetzen swv. inter-
ponere 43 2.
zwivaltic adj. 18 9, duplum
24 7. 18. 30 4.
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Druck von O. Bernstein in Berlin
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Verlag der Weidmannschen Buchhandlung in Berlin SWl 68.
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beransgegeben von der Koniglicb Freosslscben Akademie der Wissenschafteii.
K
»
I. Band: Friedrich von Schwaben. Aus der Stuttgarter Handschrift herausgegeben von Max
Hermann Jellinek. Mit einer Tafel in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XXII u. 127 S.) 1904.
Geh. 4.40 M.
II. Band: Rudolfs von Ems WHlehalm von Orlens. Herausg. von Victor Junk. Mit 3 Tafeln
in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XLIII u. 277 S.) 1905 Geh. 10 M.
III. Band: Johanns von Wflrzburg Wilhelm von Osterreich. Herausg. von Ernst Regel. Mit
2 Tafeln in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XXII u. 334 S.) 1906 Geh. 10 M.
IV. Band: Die Lehrgedichte der Melkcr Handschrift. Herausgegeben von Albert Leitzmann.
Mit einer Tafel in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XIV u. 55 S.) 1904. .... Geh. 2.40 M.
V. Band: Volks- und Gesellschaftslieder des 15. und 16. Jahrhunderts. 1. Die Lieder der Heidel-
berger Handschrift Pal. 343, herausgegeben von Arthur Kopp. Mit einer Tafel in Licht-
druck. gr. Lex. 8. (XVIII u. 254 S.) 1905 Geh. 7.60 M.
VI. Band: Elsbeth Stage], Das Leben der Schwestern zu TOB. Herausgegeben von Ferdinand
Vetter. Mit 2 Tafeln in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XXVI u. 132 S.) 1906. . . Geh. 5 M.
VII. Band: Die Werke Heinrichs von Neustadt. Herausgegeben von Samuel Singer. Mit 3 Tafeln
in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XIII u. 534 S.) 1906. Geh. 15 M.
VIII. Band: Heinrich von Hesler, Apokalypse. Aus der Danziger Handschrift herausgegeben vot^
Karl Helm. Mit 2 Tafeln in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XX u. 414 S. 1907. . Geh. 12
IX. Band: Tilos von Kulm Gedicht von siben Ingesigeln. Aus der Konigsberger Handschrift herau?-
eben von Karl KochendOrffer. Mit einer Tafel in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XII u.
S.) 1907
Geh. 3.60 1$>
X. Band: Der sog. St. Georgener Prediger. Aus der Freiburger und der Karlsruher Handschrift
herausgegeben von Karl Rieder. Mit 2 Tafeln in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XXIV u.
383 S.) 1908
Geh. 15 M.
XI. Band : Die Predigten Taulers. Aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie
aus Schmidts Abschriften der ehemaligen StraBburger Handschriften herausgegeben von
Ferdinand Vetter. gr. Lex 8. (XVI u. 518 S.) 1910
Geh. 18 M.
XII. Band: Die Meisterlieder des Hans Folz. Aus der Miinchener Originalhandschrift und anderen
Quellen herausgegeben von August L. Mayer. Mit 2 Tafeln in Lichtdruck. gr. Lex. 8.
(XXII u. 438 S.) 1908 Geh. 16.60 M.
XIII. Band: Der grofle Alexander. Aus der Wernigeroder Handschrift herausgegeben von Gustav
Guth. Mit 2 Tafeln in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XIII u. 102 S.) 1908. . . . Geh. 4 M
XIV. Band: Die sog. Wolfenbflttler Priamelhandschrift. Herausgegeben von Karl Eu ling. Mit einer
Tafel in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XVIII u. 243 S.) 1908 Geh. 9 M.
XV. Band: Die Lilie, eine mittelfrankische Dichtung in Reimprosa, und andere geistliche Gedichte,
aus der Wiesbadener Handschrift herausgegeben von Paul Wust. Mit einer Tafel in
Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XXX u. 90 S.) 1
Geh. 4.60 M.
XVI. Band: Die heilige Regel Mr ein vollkommenes Leben, eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahr-
hunderts, aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum herausgegeben von Robert
Priebsch. Mit einer Tafel in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XXII u 104 S.) 1909. Geh. 5 M.
XVII. Band: Die Heidelberger Handschrift cod. Pal. germ. 341. Herausgegeben von Gustav Rosen-
hag en. Mit zwei Tafeln in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XLI u. 251 S.) 1909. Geh. 10.60 M.
XVIII. Band: Gundackers von Judenburg Christi Hort. Aus der Wiener Handschrift herausgegeben von
J. Jaksche. Mit einer Tafel in Lichtdruck. gr. Lex, 8. (XVIII u. 92 S.) 1910. Geh. 4 M.
XIX. Band : Die poetische Bearbeitung des Buches Daniel. Aus der Stuttgarter Handschrift heraus-
gegeben von Arthur Hubner. (XXII u. 162 S.) 1911 Geh. 6.60 M.
XX. Band: Rudolfs von Ems Weltchronik. Aus der Wernigeroder Handschrift herausgegeben von
Gustav Ehrismann. (im DrucfT.)
XXI. Band: Die mitteldeutsche poetische Paraphrase des Buches Hiob. Aus der Handschrift dfs
Konigl. Staatsarchivs zu Konigsberg herausgegeben von T. E. Karsten. Mit zwei Tafeln
in Lichtdruck. gr. Lex. 8. (XLV u. 279 S.) 1910 Geh. 11.60 ^
XXII Band: Das Vaterbuch. Aus der Leipziger Handschrift mit Erganzungen aus der Hildesheirner
und StraBburger Handschrift herausgegeben von Karl Reissenberger. (Im Druck.)
XXIII. Band: Konrads von Megenberg Deutsche Sphaera. Aus der Munchener Handschrift heraus-
gegeben von Otto Matthaei. Mit 15 Textabbildungen und 2 Tafeln in Lichtdruck.
gr. Lex. 8. (XIV u. 63 S.) 1912
Geh. 3.60 M.
I